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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1875-03-02 · Heft 10 (2.3.1875) · p. Seite 160

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
39 (1875)
Issue
Heft 10 (2.3.1875)
Date
1875-03-02
Page
Seite 160 (sequence 14)
Language
German
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160 Wir hatten diese Tage Gelegenheit, einen Bortrag des berühmten Afrikareisenden Gerh. Rolfs über seinen Aufenthalt in Marokko, seine Uebersteigung des Atlas und seinen Zug in der Wüste anzuhören. Unter Anderem bemerkte er, daß er in Marokko auf zahlreiche Juden stieß, deren Vorfahren theils aus Palästina eingewandert, theils aus Spanien mit den Mauren und nach der Vertreibung der Juden aus der phrenäischen Halbinsel dahin gekommen. Die letzteren haben spanische Sprache und Sitte bis auf den heutigen Tag bewahrt. Aber nicht blos in Marokko wohnen Juden, sondern auch auf dem Plateau des Atlas und in der ganzen Berberei. Im letzteren Lande machen die Berber zwei Drittel der Bevölkerung, dagegen Juden, Araber und Neger das dritte Drittheil aus. Die Sprache der Berber ist durchaus nicht arabisch, sondern ein Dialect, welcher dem Hebräischen viel näher steht. Andere wollen freilich ihr einen arischen Charakter zuschreiben. Anzeigen. Da der Lehrer Herr Heiliger wegen vorgerückten Alters seine Stellung in' hiesiger Synagogen-Gemeinde gekündigt, so sieht pch die Gemeinde genöthigt, einen Lehrer. Vorbeter und Schächter zum 1. April od. 1. Mai c. eventuell per gleich zu engagiren. Fester Gehalt Sv« Mark. Sporteln betragen circa 400 Mark, sowie freie Wohnung, die ebenfalls mit LS« Mark zu veranschlagen ist. Hierauf reflectirende Lehrer werden gebeten ihre Zeugnisse dem Unterzeichneten Vorstande gefälligst franeo einzusenden. Bemerkt wird noch, daß der betreffende Lehrer hier Gelegenheit findet, durch Privatunterricht stch einen namhaften Nebenerwerb zu verschaffen. iiann. Münden. tut Februar L87S Der Vorstand der Synagogengemcinde A. //. Stegmann. An der hiesigen Simultan-Schale ist znm / April d. ./. eine Lehrersfelle zn besetzen u. fordern wir geeignete Bewerber auf. sich schleimigst nnfer Einreichung ihrer Zeugnisse zu melden. Das mit der Stelle verbundene jährliche Einkommen von Seiten der Stadt beträgt vorläufig 750 Mark. Bewerber. jüdischer Confession. welche befähigt sind einen Chor für die Synagoge auszu bi Iden und zn leiten, und an der jüdischen Religionschule als Hfilfslehrer fhfitig zu sein, haben noch ein ihren Leistungen entsprechendes Einkommen von Seifen der jfid. Gemeinde zu geivärtigen. Bewerbungsschreiben nebst Zeugnissen sind an den hiesigen Magistrat zn senden und dem Unterzeichneten I "orstände ist nur von der geschehenen Meldung Anzeige zu machen. Erenss. Sfargard. 12. Eebruar IST5. Der Vorstand der Synagogen-Gremeinde. Gesucht ein Elementarlehrerfi Confession gleich. Einkommen bei freier Station 6—900 Reichsmark. Offerten nebst Zeugniffen und Photographie suh Chiffre K. 2476. befördert die Annoncen - Expedition von Rudolf Mosse in Frankfurt aJM. Da unser bisheriger Lehrer, welcher bereits seit Rovbr. a. p. bis zum IS Febr. a. c. an hiesiger Schule thätig war, durch Verfügung der Kgl. Regierung auf seine frühere Stelle, welche derselbe ohne Genehmigung seiner dortigen Behörde verlassen hatte, zurück mußte, so ist die hiefige Elementar- und Religionslehrerstelle vaeant und per sofort zu besetzen. Gehalt 900 Mark per anno. Rebenver dienste nach Leistungen. «er Schulvorstand der Synagogen - Gemeinde zu Mer zig alSaar. Wir suchen zum baldigen Eintritt eine« nuverheiratheten Mann, welcher ein geschulter Vorbetcr, geübter Schächter und geprüfter Reli gionslebrer ist. Sowohl hinsichtlich des Gehaltes, als der Nebeneinküuste, werden wir qualisicireude Bewerber zu befriedigen wissen und sehen baldigen Anmeldungen entgegen. Rothenburg au der Tauber, den 18. Febr. 1875. Für den Äsraelitenverband _Gebrüder Löwenthal. Annonce. Ein junger Mann, welcher seine Lehrzeit in einem Getreide-, Spiritus- und Sämereien- G esc hä ft beendet hat* sucht eine Stelle in gleicher Branche, wo Sonn- und Feiertage geschlossen ist. Gefällige Offerten an Herrn P in cu s Müller erbeten. Schicei bei n ilPomm., d. 22. Febr. IST5. Nach Westphalen wird sofort oder auf Ostern gegen gutes Salair eine tüchtige. Durchaus selbständige Köchin gesucht. Ein jüd. Mädchen, die zur Uebernahme aller vorkommenren Haus-Arbeiten bereit ist u. selbständig kochen kann, wird für eine kleine Wirthschaft unter günstigen Bedingungen gesucht. Offerten suh J. V. 3545 befördert Rudolf Mosse. i Meldungen nebst Zeugniffen nimmt die Exped. d. Bl. unter Berlin S. M . lA. Nr. 12 entgegen.

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