Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 39 (1875)
- Issue
- Heft 1 (1.1.1875)
- Date
- 1875-01-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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15 Altofner Stuhlrichteramte verhandelt. Der Etuhlrichter entschied die erste Ehe für giltig, alle übrigen Frauen wurden mit ihren Ansprüchen abgewiesen, und der Weiberfreund erhielt als Strafe nach jeder der betrogenen Frauen fünf Stockstreiche. Ein berühmtes berliner Haus soll in seiner jetzigen Ge-; stalt vom Erdboden verschwinden. Es ist das Mendelssohn-, Haus, Spandauerstraße Nr. 08, an dessen Front eine schwarze! Marmortasel die Inschrist in goldenen Lettern trägt: „In diesem Hause lebte und wirkte Unsterbliches M. Mendelssohn, geboren zu Dessau 1729, gestorben in Berlin 1786." In diesem Hause wohnten nacheinander Rammler, Mylius, Nicolai, Lessing und Mendelssohn, in dessen Eigenthum es schließlich überging. Der gegenwärtige Eigenthümer, dem das Haus in seinem jetzigen Zustande zu wenig einbringt, hat nun beschlosien, dasselbe gänzlich umbauen zu lasten. (Es hangt dies einfach mit der Art zusammen, wie die Menvelssohn'sche Familie ihren Ursprung und ihre Wiege überhaupt verleugnet hat.) K n z e Bekanntmachung. In Folge gefaßten Beschlusses soll die hiesige Stelle eines Dislrictsrabbiners wieder besetzt werden. Bewerber um dieselbe wollen ihre Gesuche, mit den vorschriftsmäßigen Attesten begleitet, bis längstens 1. &ebtu*v 1875 an die unterfertigte Stelle einreichen, woselbst auch die erwünschten weiteren Aufschlüße ertheilt werden. Augsburg, den 3. December 1874. die Verwaltung der israelitischen Gültnsgemeinde. Umstände halber sucht die hiesige Shnagogen-Gemeinde zum 1. Mai 1875 einen Cantor, Leiter und Schächter; derselbe muß seminaristische Bildung besitzen und befähigt fein deutsche Vorträge Hallen zu können. Gehalt Fixum 1350 Reichsmark. Frankirte Anmeldungen mit Beifügung der Zeugniffe werden Jever (Großherzogth. Oldenburg), den 13. December 1874. Der Bor st and _M. S. Herz. In einer Stadt, in der Nähe von Frankfurt am Main wird in einer größern Israel. Gemeinde ein wiffenfchastlich gebildeter junger Mann als Cantor und Religionslehrer mit einem jährlichen fixen Gehalt von 1000 fl. zu engagiren gesucht. Reflectanten belieben sich unter Angabe ihrer seitherigen Wirksamkeit und Beifügung ihrer Zeugniste sub Chiffre J. 2145. an die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse in Frankfurt am Main zu wenden. i (I e tl Am 1. Januar 1875 ist die hiesige jüdische Cantor-, Schächteru. Religionslehrerstelle vacant, womit ein fester Gehalt von 275 Thaler und 25 Thaler Nebeneinkünfte verbunden. Qualificirte Bewerber wollen ihre Meldungen unter Beifügung ihrer Atteste an den Unterzeichneten Vorstand einsenden. Reisekosten werden nicht erstattet. Barby, den i. December 1874. Der Vorstand Freudenberg. Emden, tm December 1874. Die Stelle eines zweiten Lehrers an unserer Gemeindeschule ist zum 1. Mai d. I. zu besehen. Der Gehalt beträgt 480 Thaler jährlich. Außerdem wird für Turn- und Gesangunterricht, sofern der anzufiellende Lehrer solchen leiten kann, eine Extravergütung gewährt. Bewerber wollen unter Einsendung ihrer Zeugnisse sich baldigst bei uns melden. ver Schulvorstand der israel. Gemeinde M. H. Schönberg. Die hiesige israelitische Gemeinde wünscht zum 1. Mai 1875 einen unverheiratheten Lehrer, Vorderer und Schächter zu engagiren. Gehalt 250 Thlr., freie Wohnung, Licht und Feuerung, außerdem läßt sich mit Privatstunden noch Mchreres erzielen. Qualificirte haben sich baldmöglichst an den Vorstand zu wenden. Wittmund iOstsriesland', I. Cohen, im December 1874. S. Neumark. Annonce. Ein junger Mann, gestützt auf gute Zeugnisse, sucht 1. Februar dieses Jahres in einem Manusactur- oder ähnlichem Geschäfte en gros oder en detail eine Stelle. Reflectanten belieben ihre Adressen unter Chiffre S. A. # IO posle restante Zerbst in Anhalt nieberzulegen.