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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1838-08-02 · Heft 92 (2.8.1838) · p. Seite 374

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
2 (1838)
Issue
Heft 92 (2.8.1838)
Date
1838-08-02
Page
Seite 374 (sequence 4)
Language
German
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574 tisnius — 10. Gliederung und relative Würde der sammtlichen K-Laute und daö allgemeine Vcrbältniß allek zu Resch — 11. Erweichung deö K-LaureS zum Digamma, uil^ Spuren des letzten bei der Vergleichung der vebräischen Verbal-Wurzeln mir den der griechischen Sprache — 12. Die Dentallaute, deren Abstufung und Geltung — 13. Die Natur deö Dalet und Sajin und ihr Verhältnis; zu einander in semitischen Dialekten — 14. Ursachen der Abplattung des Sajin, Schin und Zade zu T-Lauten im Aramäischen — 15. Die Verwandtschaft des Dalet und Lamed, wie im Sanskritischen — 16. Das Verhaltniß des Thet zu o- und t im Griechischen, und die Aehnlichkeit in der Hauchbegleitung zu Quf — 17. Gliederung und relative Würde der reinen Dentallaute — 18. Die Labialen mir und ohne Hauch und deren Nasal Mem — 19. Erweichung der Labiallaute und der weichste Vau in der Mitte — 20. Uebergang des Vau zu den Halbvocalen oder Auflösung derselben in Hauchlauten — 21. Gliederung und relative Würde der Labialen — 22. Karaktcr der Halbvocale, ihre Genesis, Kraft und verwandtschaftliche Wirksamkeit — 23. DaS Vau als Anlaut für's Digamma und Unterschied von dem Digamma aus dem erweichten K-Laut — 24. Abstumpfung deS Vau und Jod zu Vocalen, durch Abstreifung der konsonantischen Individualität, ihre gegenseitige Uebergänge als solche, hingegen der Rückfall des Vau zu den Labialen und das Jod zu den K-Lauren, sobald phonetische Gesetze es fordern — 25. Die uneigenrlichen Halbvocale Lamed und Resch, deren Geltung und Beziehung zu den eigentlichen — 26. Verschiebungsgesetz der Halbvocale oder Guna — 27. Gliederung und relative Würde der Halbvokale und merkwürdiger Uebergang deS Resch in Sajin, wie in den indogermanischen Sprachen 28. Die Zischlaute und ihre grundriss liehen Stoffe im SemitiSmuS — 29. Karakter deö Zade, de.ffen Erweichung und den K- und T-Gehalt in demselben, wie im Schin — 30. Phonetische Unterschiede der Zischlaute, ihre Gliederung und relative Würde derselben — 31. Die Hauchlaute und die Lehre vom hauchenden Vorschlag (Spiritus) — 32. Der Karakler deö He und dessen stufenweise Erhärtung — 33. Der nachhallende Nasal. — Von dem als Uebersetzer deö philomschen Merkchens tuqi tov Tig o to)v (Huoi' nyuyijänot' y.b}ooy6uog dem Publikum bekannten I o se f F l e f eh in Neurau snitz in Mähren, der früher schon aus der bei Landau besorgten großen BibelauSgabe (in 20 Octavbänden, Prag, 1832-1838) ehrenvoll bekannt war, erscheint so eben in der Landau'schen Druckerei in Prag die hebräische Uebertragung deö philonischen WerkchenS n&yi ßCov J\Iwi- Gtiog Zn so soll mnl Ostoloy/ag y.al nooif i]isi«g^ daö eine Buchhandlung in Leipzig in Commission nehmen wird, welches letztere für daö Publikum um so wichtigek ist, als sämmtlichc Produkte dcr Landau'schen Presse winkeldruckmäßig durch den reellen Buchhandel nicht zu beziehen sind. Herr Flesch ist ein Mann, dcr sich viel mit klassischen Studien abgegeben, und da er ziemlich gewandt und kernhaft, obgleich nicht immer korrekt, daö^ Neuhebräische schreibt, so benutzt er diese Studien, tun interessante Erzeugniße der alexandrisch-hellenistischen Periode ins Neuhebrätsche zu übertragen. Vorzüglich aber sind eö Philo's Werke in welchen bekanntlich trotz der äußern Einftüsse ein kuraktenscher judenthümlicher Geist weht, deren Studium er sich mit großer Selbstvcrläugnung hingegeben, da er seine Uebersetzungen auf eigene Kesten drucken laßt. Durch Ucbersehung alrncmonaler Schriftdcnkmale verjüngt und verklärt sich Hu allen Zeiten der Rabbinismuö; die Gegenwart wird nun im Spiegel der Vergangenheit richtig und ungetrübt geschaut. «Das Buch Pbilo's über den Dekalog, nsQi riov c){y.(t loyt(r)V} « y.ttfalcaa voiiiov sia(} ist ebenj falls bereits fertig übersetzt, und wird laut Versicherung gleich j nach Chaje R? o se erscheinen. Wie ich brieflich aus Rußland! erfahre, erschienen gegenwärtig in Wilna ebenfalls einige Ueber- : fcbungrcn philonischer Schriften, die ich noch nicht genau angeben kann. — . ] Der bekannte Mose Juwel aus Brody, der als Uebersetzer! der Hufelandischen Makrobiotik inö Hebräische bereits in dieser! Zeitung erwähnt wurde, gibt gegenwärtig eine in einem einfachen * hebräischen Style, abgefaßte Naturgeschichte heraus, die vorzüglich für Belehrung der Juden in den Slavenländern berechnet ist. Sein letztes hebräisches Werkchen war eine populäre hebräische Bearbeitung der Physik, unter dem Titel: 1-imu<!v ha-Theba (T sichern owitz, 1836. 8.}, wodurch er sich in Galizien und Polen sehr beliebt machte. — Proben einer neuen Uebersetzung deö Tachkemoni von Zedner in Berlin. Anfang der Vorrede. „Die Weisheit führt ihre Jünger auf deö Lebens Wegen, — läßt sie erreichen ihres Strebenö Segen, — daß sie keinen Wunsch vergebens hegen, — verläßt sie nicht, wenn sie sich niederlegen, — und erwachen sic, lächelt sie ihnen wieder entgegen, — Jpeut will sie in den Mund uns legen, — daß wir anheben unsere Begebenheiten — mir deö Urhebers Erhabenheiten — und cinleiten — unsere Weisung — mir des Weltleiters Preisung, — der voll führt har des Himmels Grundlegung — ohne Mundbewegung — und ohne Fingerregung; — und festgebalren ohne Handanlegung - sehen wir sie im Gleichgewichte bleiben — und im Kreislauf treiben. — Er befahl und sie verstanden, — rief und sie waren vorhanden, — und mit ihnen die Thiere des Wagen, — den allheiligen Thron zu tragen. — Er ist der AlleserfüUende — und kein Aug' ergründet ihn, — der sich Verhüllende, — und wer ihn sucht findet ihn. — Er ist der Nächste, — und wer weiß wo er thront! — er ist der Höchste, — und in Menschen herzen er wohnt; — er hat den Himmel gerundet — und fest gegründet, — und auf ihm seinen Thron erhöht — und den Glanz der Majestät; — dort wohnen die Serafim und hehre Geister, — und die Seelen, preisend ihren Meister; — dorr, wo der Born der Erschaffniffe — führt zu dem Meere der Geheimnisse, — dort ist die Grenze dcr Gedanken — und deö Verstandes Schranken" u. s. w. u. s. w. Auö der dritten Pforte, der Floh überschrieben. „Ein Neger, nicht aus Mohrenland — und doch mit den Kohlschwarzen verwandt; — er ist als Volontär bekannt, — er führt keine Waffe in der Hand und glüht wie ein Höllenbrand. — Er lauert dir auf wie ein Bemelschneider — und verkriecht sich unter.deine Kleider — oder in Schlafgemächern — unter Dächern und Fächern — in allen Löchern. — Auf deine Haut hat er'ö gemünzt — und wenn du ihn auch am Tage erkennst — und das Weite gewinnst: — wie der Tag nimmt ein Ende ~ fällst du ihm in die Hände. — Und wenn der Schlafgott ausrückt — und dir seine Diener ins Haus schickt, — begiebr er leise — nach seiner Weise — sich auf die Reise; — waffnet mit Muth sich, — überfallt mit Wuth dich — und sticht dich blutig. — Deiner Nachstellung spricht er Hohn, — und meinst du, du hättest ihn schon, — giebst keinen Pardon, — im Nu ist er emftohn." u. s. w. — Zur Bibliographie. 1. Magen Abot, oder halachische Ecklarungen über den talmudischen Traktat Sabbat, von Mordechai Ben et (nicht: Bene ikr), Rabbinen zu Nickolsburg. — 2. Gedulat Mordechai, oder Biographie deö genannten Rabbinen, von seinem Sohne N a fta l i B e n et, gegenwärtig R'abbine in Schaffa, beschrieben. Pest, 1833. — 3. K obe; öl Jad, oder halachische Glossen zu dem vielbändigen Jad ha- C hasaka deö M usa Mai muni, verfaßt von Nach u m T rebitsch, Rabbinen zu Nickolöburg, an der Stelle deö seeligen M. Benct. Wien, J838.— 4. Glossen über den jerusalemischen Talmud, von demselben. Erster Theil. Wien, 1828. Ist seirdem nicht fortgesetzt worden. — (§orrsetzung folgt). Druck von I. B. Hirsch feld.

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