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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1870-11-22 · Heft 47 (22.11.1870) · p. Seite 920

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
34 (1870)
Issue
Heft 47 (22.11.1870)
Date
1870-11-22
Page
Seite 920 (sequence 12)
Language
German
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920 Der Israel. Handwerksu. Ackerbau-Beförderungsverein in Bayern ertheilt an bayr. Israeliten, welche dem Handwerke, Ackerbau, den technischen Gewerben, technischen Wissenschaften und bildenden Künsten sich zu widmen gesonnen sind, Ermunterungspreise. Auch jene, welche ähnliche Erwerbsarten schon betreiben, werden unter gewiffen Voraussetzungen durch Darlehen oder Schenkungen unterstützt. Die näheren Bestimmungen unv Bedingungen hierüber sind in den Vereinsstatuten enthalten, welche bei den verehrlichen Rabbinaten zur Einsicht vorliegen. München, im Oktober 1870. Der Berwattungs-Arrsschrrß. H. Aub, Rabbiner, Salomou Stern, Vorsitzender. Sekretär. Israelitisches Mädchen-Pensionat Göttingen 1 Reinhanser-Ghanssee. Frau Leverson aus London, die mehrere Engländerinnen in Pension hat, wünscht einige deutsche junge Mädchen, die die hiesigen Schulen besuchen würden, bei sich aufzunehmen. Neben liebevoller Behandlung, guter körperlicher und geistiger Pflege und gewissenhafter Beaufsichtigung wird den Pensionärinnen Gelegenheit geboten, sich in der englischen Sprache, die die Umgangssprache im Hause ist, zu vervollkommnen. Nähere Auskunft wird gern ertheilt durch die Vorsteherin Frau £et>erfoit sowie durch Sr. Ehrwürden Herrn Oberlandrabbiner vr. N. Adler, London und Dr. S. Kayserling, Hannover. Graetz, Geschickte, XI. Bd. Verlag von Oskar Leincr in Leipzig. Graetz, Prof. Dr. ll, Geschichte der Juden vom Beginn der Mendelssohn'scheu Zeit «1700) bis in die neueste Zeit <1848). XI. Bd. 40 33g. gr. 8«. Preis 223 Thlr. Die längst erwartete Fortsetzung und der vorläufige Schluß dieses ausgezeichneten Geschichtswerkes liegt in dem 11. Bande nun vor, was die vielen Freunde des berühmten Historikers mit Freude begrüßen werden. Soeben erschien ferner: Graetz, Prov. Dr. H., Geschichte der Juden vom Abschluss des Talmud ( 000) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Cultur (1027). V. Band. Preis 2-,» Thlr. Zweite verbesserte Auflage. Den Herrey LehrerU zur gef. Nachricht, daß H. Leeser's hebr. UebungSbuch (1. Curfus 10 Sgr., 2. Cu^ft'« 7*/°2 Sgr., jeder für sich geheftet,, jetzt in meinem Berlag rchergegangen und von mir direkt oder durch die nächstgelegene Buchhandl. zu beziehen ist. Brilon, Novbr. 1870. _M. Friedländer Edle Glaubensgenossen! Vor ca. 50 Jahren als unsere, jetzt auf den fünften Theil zusammengeschmolzene Gemeinde noch 50 Mitglieder zählte, wurde von derselben eine neue Synagoge gebaut und dazu ein Capital von 1000 Thlrn. geliehen. Im Laufe der Zeit sind sammtliche wohlhabende jüdische Einwohner von hier fortgezogen und seit drei Jahren sind wir schon außer Stande, die jährlichen Zinsen zu bezahlen. In Folge dessen ist uns jetzt das Capital gekündigt, und da es uns nicht möglich ist, eine neue Hypothek zu bekommen, so ist uns mit dem Verkaufe unseres Gotteshauses gedrohet worden. Liebe Brüder und Schwestern! Versetzt Euch in unsere Lage, bedenkt unsere Bedrangniß, die Schmach die uns durch den Verkauf unseres Gotteshauses treffen würde und Eure milvthätigen Herzen und Hände werden sich aufthun unv uns durch Eure mildthätige Gabe unterstützen. Auch der kleinste Beitrag wird uns willkommen sein. Etwaige gütige Spenden bitten wir gefälligst an unseren Cassierer Herrn B. Frank gelangen zu lassen. Sandersleben in Anhalt. _Der Vorstand. Aufforderung. Das bei dem nunmehr eröffneten hiesigen Polytechnicum gestiftete Elias Meyer'sche Stipendium von jährlich 100 Thalern für einen Zögling dieser Anstalt soll zu Ostern 1871 zum ersten Male verliehen werden. Bewerber um dasselbe werden aufgefordert, ihre desfallsigen Papiere, welche „die sittliche Führung und den Fleiß des Aspiranten in seinen bisherigen Unterrichtsanstalten, sowie das Bedürfuiß der Unterstützung" Nachweisen, an Herrn Elias Meyer in Aachen einzusenden. Das Stipendium wird auf die ganze Dauer des Studiums an dem hiesigen Polytechnicum gewahrt. Aachen, im Oktober 1870. Straßburg, 9. Nov. 1870. Nach Mittheilungen, die dem Unterzeichneten geworden, cursiren in mehreren deutschen Städten, schriftliche Aufrufe zur Unterstützung der hier verunglückten Israeliten, mit meiner Unterschrift und meinem Siegel versehen. Ich erkläre dieselben für gänzlich gefälscht da ich kein derartiges Schriftstück erlassen habe und ersuche dringend, wo ein solches gefunden wird, es zu inhibiren und der kompetenten Behörde zur Strafverfolgung zu übergeben. Arnnuv Aron, Großrahbiner. Verlag von Bauurgärlners's Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschfeld. Verantwortlicher Redacteur Dr. H. Lotzr. Hierzu Feuilleton-Beilage Nr. 47.

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