Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 34 (1870)
- Issue
- Heft 46 (15.11.1870)
- Date
- 1870-11-15
- Page
- Seite 900 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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904 Ein gebildetes junges Mädchen, welches in allem Häuslichen u. Handarbeit erfahren, sucht, gestützt auf gute Empfehlungen, zur selbstständigen Führung des Haushaltes u. event. zur Erziehung der Kinder, zu kommenden Ostern eine paffende Stelle, am liebsten in Leipzig. Gefall. Offerten sud Chiffre H. 83. an die Annoncen- Expedition von 8- Appenheim jun. in Braunfchweig erbeten. Junge israelit. Mädchen von auswärts, welche eine hiesige Schule besuchen sollen, finden bei mir Wohnung, Kost u. liebevolle Aufnahme. Ich war während einer Reihe von Jahren Lehrerin u. Leiterin der Jugend in achtbaren Häusern Mecklenburgs und Preußens u. stehen mir die besten Empfehlungen zur Seite. Es wird mein eifrigstes Streben sein, den mir anvertrauten Kindern eine gute körperliche und geistige Pflege, sowie eine gewiffenhafte Beaufsichtigung ihrer Schularbeiten angedeihen zu laffen. Die Herren Commerzienrath Salomon in Schwerin. Herrmann Engel in Bützow, A. Flechtheim in Brahel werden auf gefl. Anfrage nähern Ausweis über meinen Charakter und meine Leistungen geben. — Eltern und Vormünder, welche auf meine Offerte reflectiren, wollen sich gest. in frankirten Briefen recht bald an mich wenden. Friederike Anker geb. Arensou. Hamburg, im Oct. 1870. Neuer Steinweg 40 bis zum 1. Nov. später Thalstraße 84, t. Etage. Eine gute Pension für Kinder mit Nachhülfe im Deutschen, Engl., Franz., Russischen u. Musik weist nach Berlin, Kaiserstraße 28. Prevauer. Israelitisches Mädchen-Pensionat. Brüssel, Rue Defacqz Nr. 4. Näheres besagen die Prospeete. Helene Bloemendal, Vorsteherin. Ein neue oder doch im besten Zustande sich befindende n->T -ibo wird unter günstigen Bedingungen zu kaufen gesucht. Allenfallsige Verkäufer belieben sich zu wenden an Jacob Haas, Lehrer in Memmingen. Straßburg, 0. Nov. 1870. Nach Mittheilungen, die dem Unterzeichneten geworden, cursiren in mehreren deutschen Städten, schriftliche Aufrufe zur Unterstützung der hier verunglückten Israeliten, mit meiner Unterschrift und meinem Siegel versehen. Ich erkläre dieselben für gänzlich gefälscht da ich kein derartiges Schriftstück erlassen habe und ersuche dringend, wo ein solches gefunden wird, es zu inhibiren und der komvetenten Behörde zur Strafverfolgung zu übergeben. Arnauv Aron, Großrabbiner. Bei Adolf Cohn Verlag und Antiquariat «früher W. Adolf L-Co.) in Berlin, Dorotheenstr. 57, ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Kochbuch für israelitische Frauen von Rebecfca Wolf geb. Heinemann. Nebst vollständiger Speisekarte und Hausapotheke, Anweisung zur Führung einer religiös-jüdischen Haushaltung. Bierte vcrb. Aust. — Preis: geh. l Thlr. Sauber geb. 1' Thlr. Herraths Gesuch. Ein Wittwer, in vorgerückten Jahren, wünscht sich mit einer kinderlosen Wittwe oder älteren Jungfrau wieder zu verheirathen. Angenehmes Aeußere, guter Charakter und Familie sind Bedingung. Einiges Vermögen erwünscht. Damen oder deren Angehörige, welche dieses beachten, wollen Offerten unter Chiffre P. P. 8. 4. gefälligst an die Expedition gelangen lassen. Strengste Discretion wird zugesichert. Ein junger Mann von angenehmen Aeußeren, mit einem der Mode nicht unterworfenen Geschäft, schon längere Zeit in Dresden etablirt, wünscht sich zu verheirathen und da es ihm an Damenbekanntschaft fehlt, so hofft er auf diesem Wege zum Ziele zu gelangen; beansprucht wird angenehmes Aeußere, guter Charakter und entsprechendes Vermögen. Offerten unter C. R. 554. befördert die Annoncen - Expedition von Haasenftein tl. Bögler in Dresden. Strengste Discretion wird zugesichert. Aufforderung. Das bei dem nunmehr eröffneten hiesigen Polytechnicum gestiftete Elias Meyer'fche Stipendium von jährlich 100 Thalern für einen Zögling dieser Anstalt soll zu Ostern 1871 zum ersten Male verliehen werden. Bewerber um daffelbe werden aufgefordert, ihre desfallsigen Papiere, welche „die sittliche Führung und den Fleiß des Aspiranten in seinen bisherigen Unterrichtsanstalten, sowie das Bedürfniß der Unterstützung" Nachweisen, an Herrn Elias Meyer in Aachen einzusenden. Das Stipendium wird auf die ganze Dauer des Studiums an dem hiesigen Polytechnikum gewährt. Aachen, im October 1870. Berichtigung. Nr. 44 dieser Zeitung enthält ein Eingesandt aus dem Regbz. Minden, die Neuwahl des Curatoriums der M. H. Stiftung betreffend. Einsender hat, wohl aus Versehen, zwei Namen der für Westfalen vorgeschlagenen Wahl-Candidaten verwechselt. Es soll heißen: statt Rechtsanw. Metz in Minden M. Ems in Münster, statt A. Alsberg in Münster A. Alsberg in Ahlen. Pb. Rüben, Lehrer in Gütersloh. A Steinweg, Lehrer in Rheda. Verlag von Banmgärtners's Buchhandlung in Leipzig. — Druck von Z. B. Hirschfeld. Verantwortlicher Redacteur vr. H. Lotze. Hierzu Feuilleton-Beilage Nr. 46.