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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1870-09-06 · Heft 36 (6.9.1870) · p. Seite 711

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
34 (1870)
Issue
Heft 36 (6.9.1870)
Date
1870-09-06
Page
Seite 711 (sequence 11)
Language
German
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711 Herren Marks, summten gegen den von der protestantischen Partei aufgestellten Candidaten und für H. Strauß. H. Bailey und seine Freunde, welche in der ganzen Discusfion verlangten, daß die Religionen vertreten werden, haben einen ganz unlogischen Weg eingeschlagen; ihre Pflicht wäre es gewesen, sich darüber der Bestimmung zu enchalten und der jüdischen Gemeinde allein es zu überlassen, sich ihren Vertreter zu wählen. Keiner der Anwesenden hatte Kaltblüttgkeit genug, um seine Pflicht zu begreifen; alle Schafe schaarten sich um ihren Hirten, um die Candidatur des H. Sttauß scheitern zu machen. H. Marks erlangte denn auch eine Majorität von vier Stimmen; darauf wurde die aufgestellte Liste von vierzehn Stimmen genehmigt, zehn enthielten sich der Abstimmung 'die anwesenden Israeliten.:. Die Commission besieht also aus einem unabhängigen Mitgliede, aus zwei Geistlichen der anglicanischen Kirche, einem katholischen Priester und einem sogenannten Erwählten der jüdischen Gemeinde, der nur die Sttmmen der Protestanten erhalten hat und keine einzige derjenigen, deren Interessen er vertheidigen soll. Die HH. Shano und Marks schlugen dann vor, daß das Comite das Recht haben solle, Collecten anzustellen und ein Statut für die Begräbnisse festzusetzen. — Angenommen. Die HH. Simpson und Tavison fordern, daß kein Begräbniß ohne Bewilligung des Comites stattstnden Lars (sie». Die Mitglieder des Comites sind autorisirt, ein Reglement aufzusetzen, welches bei der Zusammenkunft im nächsten Jahre revidirt werden könne. Sie können auch den zur Unterhaltung des Friedhofs nöthigen Beistand von Ausländern oder Einheimischen in Anspruch nehmen. Ein Exemplar des Reglements soll jedem Consul eingesandt und ein anderes bei jedem Eingang des Friedhofs angebracht werden. — Angenommen. Die Versammlung trennte sich dann, nachdem sie den Mitgliedern des Bureaus ihren Dank ausgesprochen. Anzei q e n. Gesucht wird ein tüchtiger Hauslehrer zu Ende Ottober e. gegen hohes Salair bei freier Station. Franco - Offetten unter A. lio besorgt die Expedition dieses Blattes. Die hiesige Lehrer- und Cantorstelle, verbunden mit einem Gehalt von 250 Thlrn. nebst freier Wohnung und Heizung, wird am I. October vacant. Qualificirte Reflectanten wollen sich beim Unterzeichneten melden. Haltern, d. 29. Aug. 1870. Der Vorsteher: Koppel Weyl. Die hiesige Lehrer-, Schächter- und Cantorstelle, welche mit einem Einkommen von 390 Thlrn., freier Wohnung, Revenuen der narra rc. verbunden, soll zum 28. October e. anderweit besetzt werden. Qualificirte Bewerber wollen sich baldigst unter Einsendung ihrer Zeugnisie und bei uns melden. Reisekosten werden nicht vergütet. Arnswalde, d. 31. August 1870. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. _Nieß._ Offene Lehrerftelle. An unserer Gemeindeschule ist die mit 400 Thlrn. dotirte Stelle des ersten Lehrers vacant. Bewerber, welche befähigt sind, hebräischen Unterricht zu ertheilen, und Schüler für die Quarta eines Gymnasiums vorzubereiten , haben ihre Zeugnisie uns frei einzureichen. Reisekosten werden nicht vergütet. Lublinitz <Ober-Schlesien), d. 18. August 1870. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Für die hiesige, kleine Synagogen-Gemeinde wird ein unverheiratheter Religions- und Elementar-Lehrer, der auch die Functionen eines Cantors zu verrichten hätte, gesucht. Neben einem fixen Gehalt von 200 Thalern pro anno ist demselben hier Gelegenheit geboten, sein Einkommen durch Privat-Unterricht auf 300—350 Thlr. zu erhöhen. Eintritt am 1. Qctbr. c. Reflectanten wollen sich, unter Angabe ihres bisherigen Wirkungskreises, an den Unterzeichneten wenden. Enger (Westfalen). Der Vorstand 2l. G. Vorreuter. Zum 1. Mercheschwim sucht die hiesige israelitische Gemeinde einen befugten Cultusbeamten, der als Schächter, Lehrer und Vorbeter fungirt. Reflectanten wollen sich freundlichst baldigst melden beim Vorstand. Crivitz in Mecklenburg. Ein junger unverheiratheter Mann, welcher als Vorsänger, Schächter und pn in einer Gemeinde fungirt, auch einige Kenntnisse in der Musik besitzt, wünscht der Verbesserung wegen anderweitige Stellung. Wer u. wo? sagt die Exped. d. Bl. unter Chiffre K. K. # 10. Zum 1. October c. suche ich einen Commis für mein Manufacturu. Kurzwaaren-Geschäst, guter Verkäufer, welcher auch in schriftlichen Arbeiten geübt sein muß. Storkow bei Berlin. S. Simon.

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