Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 34 (1870)
- Issue
- Heft 32 (9.8.1870)
- Date
- 1870-08-09
- Page
- Seite 639 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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m bemerkt haben: Im Meurthe-Departement: die HH. David und Eugene Levylier. In dem der Meuse H. Alfred Lang. In dem der Mosel: die HH. Isidore Michel und Achille Israel. Am Unterrhein: die HH. Adolphe Samuel, Achille Bloch und Emile Bing. Großbritannien. London, im Juli. Das englische Parlament wurde in der letzten Zeit auch mit jüdischen Angelegenheiten beschäftigt. Die Abschaffung des kirchlichen Eides bei Erlangung von Universitätsgraden und bei Anstellung in Oxford und Cambridge hat zwar diese besondere Beziehung nicht, kommt aber doch den Juden wie den Dissenters zugute und schafft abermals eine Glaubens- Unterscheidung und eine fühlbare Beschränkung aus confessionellen Gründen aus der englischen Welt, die in der Aufrechterhaltung des Herkömmlichen so ungemein zähe ist, wenn das letztere auch längst als unvernünftig und unrecht erkannt worden. Eine directe Beziehung aber hat eine Bill, welche ein Statut für die Bereinigung der drei alten hauptstädtischen Synagogen zu einer Union unter dem Namen Bestry zum Gegenstand hat. Durch die Bill erhält diese Bereinigung die Rechte einer juristischen Person und das Statut erlangt Gesetzeskraft. Die Bereinigung soll so sein, daß die drei Gemeinden unter einem gemeinsamen Borstande von 7 Mitgliedern stehen, jede der Gemeinden aber einen eigenen Berwaltungsrath hat, welcher der Oberaufsicht des Vorstandes unterzogen ist, besonders muß das Budget jeder Gemeinde von dem Unionsvorstande bestätigt werden. Vorzüglich das Begräbniß- und Armenwesen ist gut geordnet, und bei dem ersteren jede Bevorrechtigung beseitigt. Alle diese Einrichtungen waren um so wünschenswerther, je größer jetzt der Andrang von auswärtigen Glaubensgenossen in London ist, und je nothwendiger es deshalb wurde, die völlige Gewissensfreiheit der Individuen mit einer festen Ordnung der bestehenden Congregationen zu vereinigen. Gerade hierdurch gewinnen die Gemeinden eine große Anziehungskraft, welche jeden Zwang unnöthig macht, da für den Ankömmling nichts wünschenswerther ist, als sich einer geordneten Gesammtheit anschließen zu dürfen, die ihm in Glück und Unglück, in Freud und Leid einen festen Anhalt bietet. Donaufürstenthümer. Bukarest, 15. Juli. In der Deputirtenkammer wurde lebhaft über die Zulassung der Israeliten zu Staatsgüter-Berpachtungen debattirt. Zu einem bestimmten Resultat ist es noch nicht gekommen. Anzeigen. Zum 1. Octbr. cur. suchen wir 1 Lehrer mit einem Gehalt von Minimum 150 Thlr. bei gänzlich freier Station zu engagiren. — Unter Umständen kann der Gehalt bis 200 Thlr. erhöht werden. Oualificirte Bewerber wollen ihre Franco-Adressen uns baldigst zukommen lassen. Gelsenkirchen i/Westphalen, d. 20. Juli 1870. Der Vorstand: L. Weinberg. In hiesiger Gemeinde ist die Stelle eines verheiratheten Religionslehrers, welcher zugleich die Funktionen als zrn, am» und smp bzz zu versehen hat, sofort zu besetzen. Das Einkommen besteht aus 350 Thalern Gehalt, den Revenuen aus der Schechita und freier Wohnung im Gemeindehause. Bewerbungen sind unter Beifügung der Zeugnisse und Angabe der Familienverhältnisse frankirt einzureichen. Reisekosten werden nicht vergütigt. Ein Mohel wird besonders berücksichtigt. Anclam, den 17. Juli 1870. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. vr. I. Kirschstein. S. S. Heymann. M. Edel. Die hiesige Lehrer und Cantorstelle, welche mit einem Einkommen von 250 Thlrn. verbunden, soll zum I.October er: anderweit besetzt werden. Bewerber, welche unverheirathet, und gute Zeugniffe besitzen wollen sich baldigst schriftlich bei mir melden. Reisekosten werden nicht vergütet. Borgentreich, 28. Juli 1870. Der Vorsteher: G Löwenstein. Gesucht wird ein tüchtiger Hauslehrer zu Ende October e. gegen hohes Salair bei steier Station. Franco-Offerten unter A. 110 besorgt die Expedition dieses Blattes.