Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 34 (1870)
- Issue
- Heft 23 (7.6.1870)
- Date
- 1870-06-07
- Page
- Seite 461 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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461 „Aber dieses Vaterland, für welches wir alles opfern wollten, nur das nicht, daß wir für zeitliche Bortheile, mögen diese von noch so hoher Bedeutung sein, einen Glauben bekennen, der nicht der unserige ist, dieses Vaterland sieht uns nicht als seine ebenbürtigen Söhne an, seine Gesetze betrachten uns in gewissem Grade als Fremdlinge, die nicht den rechten Sinn besitzen gewissenhaft die Sache ihrer Mitbürger in der Reichsversammlung zu führen, die Hand an die Staatsverwaltung und die Rechtspflege zu legen, oder als Lehrer ihr Wissen der Jugend in Universität und Schule mitzutheilen." (Schluß in nächster Stummer.) Anzeigen. Wiederholte Aufforderung. Die Cautorstelle in unserer Gemeinde, mit welcher außer den bedeutenden Nebeneinkünften, ein festes Gehalt von 500 Thlrn. verbunden ist, soll anderweit besetzt werden. Bewerber, welche musikalisch gebildet sind und die Qualisication zur Ertheilung des Religionsunterrichtes haben, wollen sich unter Einreichung ihrer Zeugnisie und Beschreibung ihres Lebenslaufes bis spätestens den 10. Juni d. I. schriftlich bei uns melden. Bewerber, welche befähigt sind, den Schächter in Behinderungsfällen vertreten zu können, werden vorzugsweise berücksichtigt. Liegnitz, den 24. Mai 1570. Der Synagogen-Gemeinde-Vorstand. Sarnsonsschule in Wolfenbüttel. Die im vor. Jahre ausgeschriebene Stelle, soll erst Michaelis d. I. besetzt werden. Wir suchen einen durchgebildeten Lehrer, der im Französischen u. Englischen gründlichen Unterricht ertheilen kann u. sich bei der Beaufsichtigung der Zöglinge zu betheiligen hat. Ihm wird neben ganz freier Station (Wohnung, Kost, Wäsche, Heizung, Licht u. ärztl. Behandlung» ein mit 300 Thlrn. beginnender Gehalt, außerdem aber die Aussicht geboten, bei mehrjähriger Wirksamkeit seine Stellung dauernd zu begründen. — Meldungen mit Lebensschilderung u. Zeugnisien sind dem Unterz, portofrei einzusenden. Director. vr. Ph. Chrenberg. Annonce. Die hiesige Synagogen-Gemeinde sucht für den 1. Angust dieses Jahres einen Elementarlehrer, der zugleich Vorbeter und Schochat ist. — Fixer Gehalt: 250 Thlr. Accidenzien: pp. 25 Thlr. jährlich. — Qualificirte Bewerber belieben sich baldigst in srancirten Briefen an den Unterzeichneten Vorstand zu wenden. Bentheim, 12. Mai 1870. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. S.?lctcr. Die stelle eines Cantors, Schächters und Religionslehrers mit einem Jahreseinkommen von ca. 450 Thlrn. ist in unserer Gemeinde sofort anderweitig zu besetzen. Qualificirte Bewerber, (welche wenn möglich auch die Befähigung haben, deutsche Lorträge zu halten) wollen sich unter Einreichung ihrer Zeugnisie über ihren seitherigen Wirkungskreis schriftlich oder persönlich bei uns melden. Reisekosten werden nicht erstattet. Züllichau, den 24. Mai 1570. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Die israelitische Cultusgemeinde Luzern (Schweiz) ist im Falle auf 1. Januar 157 1 einen Religionslehrer, der zugleich das Schächteramt und die Cautorstelle versehen könnte, zu engagiren. Fixe Besoldung 700 frcs., nebst mindestens 300 frcs. Nebeneinkünften, wofür die Gemeinde garantirt. Bei zufriedener Führung des Amtes ist Aussicht auf größeres Salair. Gute Zeugnisie werden verlangt. Anmeldungen nimmt entgegen M Groener in Luzern. Vaeanz. Die hiesige jüdische Lehrerstelle, zu welcher 20—25 Schüler gehören, mit einem jährlichen Fixum von 300 Thlrn. nebst freier Wohnung und Beheizung, ist sofort zu besetzen. Durch Privatstunden kann das Einkommen noch erhöht werden. — Qualificirte Bewerber, wollen ihre Zeugnisie baldigst an Unterzeichneten franco einsenden. Lipine b/Morgenroth, im Mai 1570. Jonas (Soldstein. Die CultuSgemeinden - Stelle in Braunsberg, zu welcher die Städte Trauenburg und Heiligenbeil gehören, ist sogleich oder vom 1. Septbr. cur. mit einem festen Gehalt von 350 Thlrn. und einem Nebeneinkommen von circa 150 Thlrn., zu besetzen. Reflectirende, müsien zugleich Prediger, Religionslehrer, Vorbeter und Schächter sein, und wollen dieselben ihre Zeugnisie franco an den Unterzeichneten einsenden. Braunsberg, d. 26. Mai 187 0. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. M Jacovy.