Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 27 (1863)
- Issue
- Heft 52 (22.12.1863)
- Date
- 1863-12-22
- Page
- Seite 811 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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B 811 gend, von der Gemeinde direct gewählt würden. — Der projeetirte Statuten entwarf enthält auch eine Bestimmung, deren Ausführung gewissermaßen unmöglich ist, mindestens wie die Dinge jetzt bestellt sind. Der Präses soll nämlich die Verpflichtung haben, für die Ausführung der gefaßten Beschlüsse zu sorgen rc. Dieser müßte jeden Tag zwei bis drei Stunden in der Kanzlei der israelitischen Gemeinde zubringen. Dieses Opfer an Zeit kann, beim besten Willen, keiner der jetzigen Herren Vertreter und kann überhaupt niemand bringen, wenn er sich nicht gänzlich vom Geschäftsleben zurückgezogen hat. Sollte jedoch der Präses für seine Amtswirksamkeit bezahlt werden, dann hätte derselbe — abgesehen von der Belastung des Budgets — weder nach außen noch nach innen jene Stellung, die einem Präses des Vorstandes einer der ersten israelitischen Gemeinden zukommt, und man hätte dann nur einen neuen Beamten und es wären ein Ober- und ein Untersecretär. Das neuprojectirte Statut bestimmt auch, daß die Vorstandsmitglieder nicht wie bisher aus zwanzig sondern aus fünfundzwanzig Mitgliedern bestehen sollen, und will damit der gewachsenen Population Rechnung tragen. Indem ich mir Vorbehalte auf das neue Statut zurückzukommen, kann ich den Wunsch nicht unterdrücken, der Vorstand möge dasselbe vor der endgiltigen Berathung durch die Drucklegung der Oeffentlichkeit übergeben und das Urtheil derselben vernehmen. Anzeigen. Als Antwort auf eingezangene Meldungen diene die Anzeige, daß die hiesige Lehrer- und Prediger-Stelle bereits besetzt ist. Güstrow, den 17. Dccembcr 1863. Simon Hirsch, als Vorsteher. Die hiesige israelitische Gemeinde wünscht einen Elcmentarlehrer zu engagiren, der gleich oder Ostern k. 2 eintrcten kann. Firer Gehalt 200 Thlr., zudem bietcl die Stelle Gelegenheit durch Eidesabnahmc und Privatunterricht den Gehalt bedeutend zu vergrößern. Reflcctanten wollen ihre Zeugnisse franco an den Unterzeichneten Schulvorstand einsenden. Merzig, den 1. Dccembcr 1863. M. Felfemthal. B a c a « j. Die Cantor-, Schächter- und Lehrcrstelle in unserer Synagogen-Gemcinde mit einem Gehalle von 300 Thlr. Ncbcnciilkommcn circa 200 Thlr. ist noch immer vacant und soll zum 1. Mai 1864 besetzt werden. Anmeldungen und Zeugnisse sind franco an den Unterzeichneten Vorstand zu senden. Reisekosten werben nicht erstattet. Dt.-Eylau, den 12. Dccembcr 1863. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. B ekanntmachung. Die hiesige Rabbinars-Stellc, verbunden mit einem jährlichen Gehalte von 250 Thlr. und fast ebenso viel Ncbcneinkünften, soll wieder besetzt werden. Zeitgemäße Bewerber wollen sich melden. Reisekosten werden nicht erstattet. Pinne, den 2. Dccembcr 1863. Der Corporations-Vorstand der Israel. Gemeinde zu Pinne. Stelle - Erledigung. Durch die von Seiten unseres bisherigen Lehrers Hrn. Obermeicr nachgesuchte und von der königl. Regierung unter besonderer Anerkennung seiner langjährigen ersprießlichen Dienste verfügten Pensionirung desselben, ist die combinirte israelit. deutsche und Religions- Schule dahier mit 350 si. fircn Gchalr und 50 fl. für Beheizung des Schulzimmcrs, erledigt. Durch Erthcilung von Privatunterricht ist Gelegenheit geboten, sich ein beträchtliches Nebcneinkommen zu verschaffen. Kann der künftige Lehrer das Vorbcteramr übernehmen, so wird ein weiteres Einkommen von 200 st. zugcstchcrt, und zwar 100 fl. Gchalr und 100 fl. Emolumente. Bewerber werden aufgcfordcrr, ihre Gesuche mit den erforderlichen legalen Zeugnissen über Befähigung zum Lehramre und über sittlich religiösen Wandel sofort und längstens binnen 4 Wochen an die unterfertigte Eultusvcrwaltung franco cinzuscndcn. Hainsfarth b.Octring. i.Bavcrn, am 14.Dcc. 1863. Die israelitische Cultus - Verwaltung. Am l. April 1864 wird in hiesiger Gemeinde die Stelle des ersten Eultusbcamrcn vacanr, mit der neben einem festen Gehalt von 300 Thlr. noch circa 300 Thlr. Nebencinkünftc verbunden sind. Qualistcirrc Bewerber, die Canror, Schächter und geprüfte Rcligionslehrer sind, auch deutsche und religiöse Vorträge halten können, wollen ihre Bewerbung dem Unterzeichneten Vorstande unter Beifügung ihrer Zeugnisse bis zum 15. Januar 1864 franco ciurcichen. Fried cberg N/M., den 29. November 1863. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Isidor Labus.