Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 27 (1863)
- Issue
- Heft 43 (20.10.1863)
- Date
- 1863-10-20
- Page
- Seite 669 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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669 nerseits hierzu den Herrn Justizdirector und Bundesrath Dubs. Niederlande. Aus den Niederlanden, I.October. (Privatmitth.) Meine Berichte habe ich lange zurückgehalten, stets in der Hoffnung, Ihnen ein bestimmtes Resultat hinsichtlich des von der constituirenden Versammlung festgestellten Reglements mittheilen zu können. Indessen ist die Zeit hierfür nicht vorauszusehen, und so will ich nicht länger zögern, Ihnen zu melden: Daß die Vertretung der niederl. israel. Gemeinde zu Amsterdam sowie die der niederl. portug. israel. Gemeinden zu Amsterdam und Haag ihren Zutritt zu der Kerkgenootscbaft weigern, und konnten die bisher gethanen Schritte von seiten des Ministerii zu keiner Vereinigung führen. Die beregte Weigerung entspricht meist localen Interessen, die die genannten Gemeinden in dem neuen Reglement nicht genug gewahrt sehen. Dem Anscheine nach wird wohl doch eine Vereinigung herbeigesührt werden, wenn auch der Weg noch nicht bezeichnet werden kann, auf welchem dieselbe geschehen werde. Was das neue Reglement selbst betrifft, so ist es gewiß kein vollkommenes und fehlerloses Werk, aber es darf auch nicht verkannt werden, daß, gegen die bisherige Handhabung der gottesdienstlichen Verhältnisse, mit diesem Reglement ein bedeutender Fortschritt erzielt und es der weiteren Entwickelung fähig ist. Nordamerika. New-Fjork, 4. September. Der „Jewish Record" zählt die Israeliten auf, die Hierselbst in den letzten vierzehn Tagen vermittelst der Conscription eingezogen sind. Ihre Zahl belauft sich bereits auf 852, die zum Heere abgehen. — Dasselbe Blatt beschreibt ausführlich die Erschießung eines jüdischen Deserteurs bei der Potanakarmee. Es waren fünf Desetteure, die zugleich den Tod erlitten: zwei Katholiken, zwei Protestanten und ein Jude. Sie wurden durch ihre resp. Geistlichen unterstützt, und der Israelit erhielt die letzten Tröstungen von dem Rabbiner Di*. Szold aus Baltimore. Der Berurtheilte sagte 'dem Rabbi einige Verse aus Psalmen, Jigdal und Schema nach, und mit dem Schema auf den Lippen hauchte er seinen Geist aus. Zu bemerken ist, daß derselbe als Stellvertreter eingetreten war. Anzeigen. Die hiesige Eantor-, Schächter- und rrnip-Stelle soll schleunigst besetzt werden. — Mit dieser Stelle ist außer freier Wohnung ein firirtcs Gehalt von 200 Thlr. und Ncben-Einkommcn von ebenfalls 200 Thlr. jährlich verbunden. — Geeignete Bewerber wollen sich unter Einsendung ihrer Zeugnisse baldigst in frankirten Briefen schriftlich melden, wodann ihnen der Tag zum Probevortrag angczcigt werden soll. Schwersenz, den 7. Octobcr 1868. Der Synagogen-Vorstand. Moritz Kieler. Zum 1. Mai 1864 ist hierorts die Stelle eines Vorbeters, Schächters und zweiten Religionslehrcrs zu besetzen. Unverhcirathete Bewerber, welche befähigt sind, einen Chor zu leiten, wollen sich unter Einreichung ihrer Atteste bei dem unterzeichnctcn Gemeinde- Vorstände bis zum 1. Zanuar 1864 melden, der die erforderlichen Mitthcilungcn machen wird. Strclitz in Mecklenburg, im Octobcr 1 86 3. Der israelitische Gemeinde-Vorstand. H. Jofephfon. H Barsdorf. K. H. Bock. Annonce. In der hiesigen Synagogcn-Gcmcinde ist die Hülfslchrerstelle für den Religions-Unterricht vacant. Das Honorar beträgt 100 Thlr. p. a. Wir bemerken, daß dem Bewerber ein uncntgcldlicher Unterricht in dernr^n-a:, im Hebräischen und in den gewöhnlichen Schulwissenschaften von unserem Cultusbeamtcn, Rabbinatsvcrwcscr Herrn Tobias Cohn gegeben wird, und werden daher Bewerber um gedachte Stelle ersucht, sich innerhalb vier Wochen bei uns zu melden. Mewc, den 8. Octobcr 1863. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Herrmann Löwenstein. I. Seeliger. D. Schneider. Für sofortigen Eintritt suche ich einen jungen intelligenten Mann, der meinen Kindern in ihren Aufgaben nachhclfcn und nebenbei meine Bücher führen könnte. Der Gehalt ist bei freier Wohnung und Beköstigung fl. 150—200 und würde er sich, wenn der junge Mann sich gehörig qualificirt, bald steigern. Hermann Levi, Wcinhändlcr in Grünstadt in der Pfalz.