Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 27 (1863)
- Issue
- Heft 36 (1.9.1863)
- Date
- 1863-09-01
- Page
- Seite 558 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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558 Verträge ausdrücklich verboten, und man weiß wohl, mit welcher Sorgfalt die Mächte darüber wachen, daß die türkische Regierung die Verträge, welche ihre Gewalt begrenzen, respectire. Die Pforte kann nicht einmal die Ausführung der in dem letzten Vertrage vom Fürsten Michael unterschriebenen Verpflichtungen gegen seine muhamedanischen Unterthanen erlangen, wie sollte sie mit Nutzen für die unglücklichen, unter die directe Gewalt des Fürsten gestellten Juden einschreiten? Wenn die Schritte der belgrader Juden bei den Mächten ohne Erfolg blieben, so mögen sie sich in die unmittelbar vom Sultan regierten Provinzen begeben: dort werden sie alle Vortheile und Sicherheiten finden, deren man sie in Serbien beraubt hat. Dies wäre vortheilhafter und klüger, als der Mißhandlungen einer Regierung ausgesetzt zu bleiben, welche noch die mittelalterlichsten Anschauungen von der Toleranz hat. Nicht Muselmänner waren es, welche die Plünderungen und Metzeleien zu Galatz und Belgrad verübt haben!" Anzeigen. Annonce. Im Marz a. fut. wird die hiesige Religions- und Elementar-Lehrerstelle, verbunden mit einem Gehalte von 30V bis 350 Thlr., vacanl. Genügende Kennlniß des Hebräischen ist erforderlich. Auf diese Stelle rcflcctircnde unverheirathete Lehrer, welche auch den Canrordienst versehen müssen und religiöse Vorträge halten können, belieben ihre Franco-Ossertcn mir Zeugnissen begleitet an den Unterzeichneten Vorstand baldigst einzureichen. Neuß, im August 1803. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. C o n c n r An der hiesigen 3klassigen israel. Schule ist eine Lehrerstelle für das Hebräische und Deutsche und das Schrcibfach mit einem Gehalt von 600 fl. ö. W. nebst Aussicht auf Gehaltserhöhung und Privatunterricht sogleich oder zum nächsten Wintcrcurs zu besetzen. Qualificirte wollen sich mit ihrem gehörig belegten Gesuche und einem hebräischen Aufsatze bis 10. k. Mks. an den gefertigten Vorstand wenden. Der Acceptirte erhält die Reisekosten vergütet. Unverheirathete und im Gesang zu unterrichten Befähigte erhalten den Vorzug. Bielitz in k. k. Schlesien, im August 1863. Der israel. Schul-Vorstand. Jos. Paneth. W Moldauer. Paul Roth. Für die Filial- Gemeinde Anrath suchen wir per 1. November c. einen unverheiratheten Lehrer, der den gewöhnlichen Cantor- und «iip - Dienst mit zu versehen hat. Kann auch die nsTn» mit übernommen werden, so wird dieses ertra vergütet. Gehalt 200—220 Thlr. jährlich nebst freier Wohnung im Schullocale. Schulpflichtige Kinder circa 20. Bewerber belieben sich unter Beifügung ihrer Zeugnisse baldigst zu wenden an den Vorstand der Synagogen-Gememde Crefeld. In hiesiger Gemeinde soll sofort oder bis spätestens zum 1. Januar k. I. die Stelle eines Vorsängers, Schächters und zweiten Religionslehrers wieder besetzt werden. Das Einkommen beträgt incl. der Emolumente circa 300 Thlr. jährlich. Zu Nebeneinkünften durch Privatunterricht und zur weitern Ausbildung ist vielfach Gelegenheit geboren. Erforderlich find neben der Befähigung zu diesem Amte auch einige musikalische Kenntnisse. Bei getreuer Pflichterfüllung und genügender Tüchtigkeit ist auf eine dauernde Stellung zu rechnen. Rcflcctantcn wollen ihre Zeugnisse dem Unterzeichneten portofrei einsendcn. Gondershausen, den 14. August 1863. PH. Herdenheirn, Bezirksrabbiner und Oberlehrer der hiesigen Fürstl. Realschule. Die Stelle eines Religionslehrers und Vorbeters bei der israelitischen Cultus - Gemeinde D i e tz lim Herzogthum Nassau) ist sofort zu besetzen. — Der Gehalt Beträgt bei freier Wohnung fl. 350 — ercl. der Accedenticn, und stehen namhafte Einnahmen durch Privatunterricht in Aussicht. — Bemerkt wird, daß eine Prüfung bei dem Bezirks-Rabbinare der Anstellung vorhcrgehcn muß, und nur unverheirathete Personen berücksichtigt werden können. — Anmeldungen bittet man an den Vorstand baldigst gelangen zu lassen. „Bei der hiesigen Synagogen-Gemeinde ist die Stelle eines Lehrers und Cantors zu besetzen. Darauf Resicctirende belieben sich in Franco - Offerten an den Unterzeichneten Vorstand zu wenden." Anholt, den 20. August 1863. I. L. Cohen. Die israelitische Bürgerschule zu Fürth wünscht zum 1. Oclober d. I. einen tüchtigen, streng religiösen Elemcntarlehrcr zu cngagiren. Bewerber, welche den ersten französischen Unterricht ertheilen können, erhalten den Vorzug. — Gehalt 6 bis 700 fl. — Reflectirende wollen ihre Zeugnisse baldigst portofrei einsenden an vr. Sg. Auerbach, Dircctor der' israel. Bürgerschule.