Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 27 (1863)
- Issue
- Heft 36 (1.9.1863)
- Date
- 1863-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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27. Jahrgang. J\f 36. Allgemeine Zeitung des Zudenthums. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Herausgegeben von Rabbiner Dr. Ludwig Philippfon in Bonn. Leipzig, den 1. September 1863. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Dien Sag», in 1'/, dt» 2 -Vogen. Prei» ve« Zadrgaaa« 3 Idlr. Halbjährig I kdlr. 13 Rar. Vierteljährig 22' 2 Rgr. Inserate werden mir t */* Rgr. für die Pekitzeile oder deren Raum bere-dnel. Beilagegedübren betragen für 1 Bogen 4 Tblr., für l/z Bogen 3 Thlr.. für '/« Bogen 2 Thlr. Alle Buchbandlungen. PoSämker und Zeiruag».Eweririoncn nedmen BeSellungen an; der Hauprexpedition für beide Letztere hat sich da» Königl. Sachs. Haupt-Zeitung»» Bureau hier unterzogen. In Ermangelung einer größeren, umfangreichen novellistischen Arbeit wollen wir einen Band guter Novellen von verschiedenen Autoren zusammenstellen, wozu bereits mehrere sehr interessante Piecen vorliegen. Wir ersuchen Verfasser von Novellen, die auf unserm Gebiete sich bewegen, dieselben spätestens bis gegen Ende September einzuseuden. Die Honorarzahlung findet gleich nach Beendigung des Druckes statt. Das Institut zur Förderung der israel. Literatur. I. A. vr. Ludwig Philipps»« in Bonn. Inhalt. Leitende ArtLkel: Das Judenthum des 19. Jahrhunderts und das Christenthum. (Fortsetzung.» — Spenden-Liste für die Rießer-Stlftung. — Literarischer Wochenbericht. Zeitungsnachrichtenr Deutschland: Aus dem Grcßherzogkhum Baven. Preußen: Berlin. Aus der Mark. Italien: Aus Oberitalien^ Türkei: Konstantinopel. Serbien: Belgrad. Brüffel. Leitende Artikel. Bonn, 23. August. Das Iuventhmn des 19. Jahrhunderts und das Christenthum. 8. Das jüdische Glauben und das christliche Glauben. t Fortsetzung.) Dieses schwer wiegende Moment des so durchaus entgegengesetzten Glaubens macht von vornherein einen so großen Unterschied zwischen Iuventhum und Christenthum ans, eröffnete, seitdem das Christenthum dieses Glauben zu seinem Wesen gemacht, eine so tiefe Kluft zwischen den beiden Religionen, eine so unausfüllbare, daß wir noch langer dabei verweilen müssen. Nicht erst die Glaubenssätze selbst, sondern schon das unbedingte, die Vernunft und das Herz ausschließende Glauben als erstes und unweigerliches Erforderniß des Christenthums bewirkte eiue Differenz, die nicht auszugleichen ist. Die h. Schrift Israels lehrt uns ausdrücklich, daß das Wort, welches uns übergeben worden „dir ganz nahe, in deinem Munde und in deinem Herzen ist", nicht im Himmel, um zn sprechen: „wer steiget für uns in den Himmel hinauf und holet es uns und verkündigt es uns?" sie lehrt uns, daß es nicht „wunderbar" für uns ist, daß das Geheimnißvolle nur Gottes, das Offenbare und das Begreifliche aber des Menschen ist (5 Mos. 30, l l. ff. 29, 28.) — wahrend das Christenthum seine Glaubens-