Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 27 (1863)
- Issue
- Heft 9 (24.2.1863)
- Date
- 1863-02-24
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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27 Jahrgang. jw s. Allgemeine Zeitung -es Zudenthirms. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Herausgegeben von Rabbiner Dr. Ludwig Philippson in Bonn. Leipzig, den 24. Februar 1863. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Dienstag-, in 1*/» dis 2 Bogen. Prei» de« Jahrgangs 3 Tblr. Halbjährig 1 Thlr. 15 Ngr. Vierteljährig 22,/j Ngr. Inserate werden mil 11 2 Ngr. für die Petitzcile oder deren Raum bereehnet. Beilagegebührcn betragen für 1 Bogen 4 Thlr.. für lji Bogen 3 Thlr., für Bogen 2 Thlr. Alle Buchhandlungen. Postämter und Zeitnngs. Eroeditivnen nehmen Bestellungen an; der Hauptexpcditiou für beite Letztere har sich das «öuigl. Sachs. Haupt. Zeitung-»Bureau hier unterzogen. Inhalt. Leitende Artikel: Aus Rußland. — lieber das Verhältniß des Judenthums zu den bildenden Künsten. Gutachtliche Aeußerung des Herausgebers. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Frankfurt a. M. Aus Baden. Preußen: Provinz Sachsen, Samtcr. Oesterreichischer Kaiserslaat: Wien. Aus Südungarn. <Schluß.) Schweiz: Bern, Biel. — Nachtrag: Berlin, Paris. Leitende Artikel. Aus Rußland, den 2 8. Januar. Die Zeitungen bringen eben die Nachricht, der Reichsrath habe protokollirt: Die sammtlichen russischen Juden haben die Freiheit, sich ausnahmslos in allen Theilen des Reiches wohnhaft niederzulassen und Handel zu treiben. Das neue Gesetz ist dem Finanzminister überwiesen worden, der sich darüber noch erst mit dem Hebräer-Comitö zu verständigen habe. Wir theilen diese wichtige Nachricht, die, wie wir hoffen, einer baldigen Erfüllung und Ausführung entgegengehen wird, mit dem Bemerken mit, daß sich unsre Leser erinnern werden, wie wir seit einem Jahrzehent diese Freizügigkeit, welche die russischen Juden aus den engen Grenzen, innerhalb derer sie wohnen und ihr Gewerbe betreiben dürfen, erlösen würde, das radikalste Heilmittel für die tiefen Schäden, an denen sie leiden, abgeben würde. Man kann daher unsre Befriedigung ermessen, diesen höchsten Wunsch für unsre russischen Glaubensbrüder, den wir so oft und so laut ausgesprochen haben, seiner Erfüllung nahe zu sehen. Bonn, 15. Februar. Lieber das Verhältniß des Zudenthums den bildenden Künsten. Gutachtliche Aeußerung des Herausgebers. <S. die vor. Nr.) Die im Jahre 1860 vom Touro-Monument-Berein zu New-Orleans gestellten Fragen und deren Beantwortungen durch vier deutsche Rabbinen waren auch uns nicht unbekannt geblieben, und noch ehe sie im „Occident" 186 l Nr. 2 und 6 veröffentlicht worden, waren sie uns aus Amerika zugekommen. Wir wollten aber damals nicht in die Sache eingehen, weil sie im Augenblicke außer der Frage um jenes Monument nicht von praktischer Bedeutung war. Jetzt aber, wo eine Stimme aus dem wirklichen Leben dringend eine Bescheidung verlangt, wo die Angelegenheit theoretisch unv praktisch die höchsten Interessen berührt, wo es sich darum handelt, oh