Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 27 (1863)
- Issue
- Heft 8 (17.2.1863)
- Date
- 1863-02-17
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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27. Jahrgang JW 8. Allgemeine Zeitung des Zudcnthums. Ein ««parteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Herausgegeben ven Rabbiner Dr. Ludwig Philippfon in Bonn. Leipzig, den 17. Februar 1863. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Dienstag«, in l'/a bis 2 Bogen. Preis de« Jahrgang« 3 Thlr. Halbjährig 1 Thlr. 1b Rgr. Vierteljährig 22>/n Rgr. Inserate werden mit 1 * 2 Rgr. für die Petitzeile oder deren Raum berechnet. Beilagegebühre» betragen sür 1 Bogen 4 Thlr.. für x/-i Bogen 3 Thlr., für V« Bogen 2 Thlr. Alle Buchhandlungen. Postämter und Zeitung« > Expeditionen nehmen Bestellungen au; der Hanptexp«. dition für beide Letztere hat fich da« Nönigl. Sachs. Haupt.Zeitung--Bureau hier unterzogen. Anhalt. Leitende Artikel: Eine Stimme aus Holland. — Gutachtliche Bemerkungen. — Aus Schweden: Wie verhält fich das Judenthum zur bildenden Kunst. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Weimar, Zweibrücken. Aus Süddeutschland, Gießen. Preußen: Breslau. Oesterreichischer Kaiserstaat: Wien, Pesth, Aus Südungarn. (Schluß folgt.) Frankreich: Metz, Paris. Däne mark: Kopenhagen. Nordamerika: Philadelphia. Leitende Artikel. Aus den Niederlanden, 2. Februar. Eine Stimme aus Holland. Wenn die Stimmen aus Holland nur selten und spärlich aus der Zeitung deS Judenthums sich vernehmen lassen, so ist dies wahrlich nicht die Schuld dieses geschätzten Blattes, das ja als „eia unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse", wo auch immer, sich stets rnhmlichst bewährt. Indessen, „es hat Alles seine Zeit;" „es ist eine Zeit zu schweigen und eine Zeit zu reden." Und so ist auch jetzt die Zeit für Holland gekommen, wo das Schweigen über die heiligsten Interessen des 5udenthums gebrochen wird und ein ernstes Wort auf diesem Gebiete sich vernehmen läßt. Aber dieses Wort darf — soll es anders heilsam wirken — nicht innerhalb der Gränzen dieses Landes verhallen; es muß vielmehr hinaustönen in die Kreise Israels aller Länder und Zungen; insbesondere hinströmen zu den deutschen Glaubensbrüdern, die ja so vielfach die Wege zur Läuterung unserer in eigener Mitte oft mißkannten und mißverstandenen Religion glücklich gebahnt; Wege, die hier zu Laude meist kaum betreten sind. Dort möge mau, reich an Erfahrung, mit vorurtheilsfreiem Geiste zu Gericht sitzen und das Verdict uns nachbarfreundlich herübersenden. Zur Verwirklichung dieser Absichten giebt es aber gewiß kein bewährteres Mittel, als wenn Berichte über die beginnende Regsamkeit in dem niederländischen Israel der Gastfreundschaft in den Spalten der Zeitg. des Judenth. theilhaftig werden, und demnächst Ihrer scharfsichtigen Beurrheilung, hochverehrter Herr Redactenr, sich erfreuen könnten. Die Erörterung der Reorganisation des jüdischen Religionsunterrichts ist nämlich jetzt hier an der Tagesordnung. Wahrhaftig, kein böses Omen für die Erweckung zu einem hoffnungsvollen Lenze, nach langem, trägem Winterschlrfe. Man untersucht vor Allem das Fundament; man will dies sicher legen, um das Bauwerk der Zukunft sicher zu handhaben. Dieser wichtige Gegenstand wurde angeregt durch die (Gesellschaft zum Nutzen der Israeliten in den Niederlanden) Maatschappy tot nut der Israeliten in Nederland, in der Weise, daß eine von der Maatschappy hierzu er-