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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1863-01-20 · Heft 4 (20.1.1863) · p. Seite 58

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
27 (1863)
Issue
Heft 4 (20.1.1863)
Date
1863-01-20
Page
Seite 58 (sequence 14)
Language
German
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S8 ligions- und Elemeutar-Unterricht gelegt wird, wie groß die Anzahl der bereits existirenden jüdischen Elementarschulen im VerhLltniß zur jüdischen Bevölkerung ist, und welche erheblichen, oft drückenden Opfer die Gemeinden sich behufs Unterhaltung dieser Schulen auferlegen. Dies setzt aber ein statistisches Material voraus, welches bis jetzt uoch nicht gesammelt, dagegen ganz gut beschafft werden kanu, wenn der Vorstand des Lehrervereins sich dieferhalb mit den einzelnen Lehrern, mit den Rabbinern und Gemeindevorstanden in Verbindung setzen wollte. Es wäre überhaupt durchaus wünschenswerth, wenn bei nochmaliger Einreichung der Petition in der beizufügenden Denkschrift ein vollständiges und wo möglich detaillirtes Bild des ganzen jüdischen Schulwesens, wenigstens der beiden westlichen Provinzen vorgelegt würde, alsdann könnte die Wichtigkeit und Nothwendigkeit der gestellten Forderung viel schärfer dargethan werden. Es ist allerdings unter den jetzigen Verhältnissen von der nächsten Landtagssession eine Erledigung des Unterrichtsgesetzes schwerlich zu erwarten, dies darf jedoch die jüdischen Lehrer Rheinlands und Westfalens in ihren Streben nicht müssig werden lassen. Sie haben sich dadurch, daß sie diese Angelegenheit in die Hand genommen, ein größeres Verdienst erworben, sie haben aber hierdurch auch die Pflicht übernommen, die Sache weiter und weiter mit alleu Kräften zu fördern. Wir gehen in Preußen einer Entscheidung iu unfern politischen Verhältnissen entgegen. Siegt das liberale Element, und das Hessen wir ja alle, so kommt dieser Sieg auch der jüdischen Schule und ihren Interessen zu Gute, und alsdann muß Rüstzeug vorhanden sein, um diese zu erhoffende günstige Lage nutzbar zu machen. Wir möchten deshalb den Lehrern zurufen, daß sie auf dem einmal eiugeschlagenen Wege muthig, aber auch thatkräftig ausharren, und wollen nur wünschen, daß sie in diesem Streben bei allen denen, die sich für die jüdische Schule interessireu, eine kräftige Unterstützung finden möchten. Anzeigen. Es wird für die hiesige israelitische Gemeinde ein unverheirathcter Lehrer und Cantor gesucht. Reflectanten mögen sich bald an Unterzeichneten wenden. Uedem bei Cleve. ZN. Devries, Vorsteher. In unserer Synagogen-Gemeinde ist die Stelle eines geprüften Religionslehrers, Vorbeters und Schächters von sogleich oder 1. März e. zu besetzen. Der firirte Gehalr ist 250 Thlr. und ca. 200 Thlr. Nebeneinkommen. Reflectanten belieben sich unter Einreichung ihrer Qualifications-Atteste in portofteien Briefen oder persönlich beim Vorstande zu melden. Wir bemerken noch, daß die Lehrerfunction Hierselbst leicht ist, indem nur 20 schulpflichtige Kinder sind, deren Schulbesuch sich auf 2 Stunden des Tages erstreckt. Wormditt, den 11. Januar 1863. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Die in unserer Gemeinde vacante Stelle eines Religionslehrers, Borbeters und Schächters soll schleunigst wieder besetzt werden, wozu sich gualisrcirte Bewerber mit Beifügung ihrer Zeugnisse an uns wenden wollen. Der feste Gehalt ist bei völlig freier Station 10V Thlr. Courant, die Rebeneinkünste incl. des Schächters nicht unbedeutend. Wittstock, den 12. Januar 1863. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde der Ostpriegnitz. C o n e u r s. In einem achtbaren Hause hier wird vom 1. April a. c. eine Gouvernante unter annehmbaren Bedingungen aufzunehmen gesucht, deren Hauptbeschäftigung zwar in dem Unterrichte dreier Mädchen von 8 bis 12 Jahren in den weiblichen Handarbeiten bestehen soll, dennoch aber wird wegen des ihr zustehenden wesentlichen Einflusses auf die Erziehung auch ihrerseits nebst einem musterhaft religiös sittlichen Charakter auch eine entsprechende literarische Bildung, namentlich Kenntniß der Musik und der französischen Sprache gefordert. Die Kenntniß auch des Englischen würde bevorzugt, und eine geneigte Anempfehlung von dem Ehrw. Herausgeber dieses Blattes besonders berücksichtigt werden. Hierauf Reflectirende wollen sich gefälligst mit ihrem mit guten Zeugnissen belegten Gesuche und der weitern Bestimmung ihrer diesfallsigen Ansprüche ehemöglichst an den Gefertigen wenden. Gitschin, den 14. Jänner 1863. Abr. Grünfeld. Kreisrabbiner. Einen unverheiratheten Prediger und Religionslehrer kann sofort eine Stelle nachgewiesen werden, die 400 Thlr. jährlich einbringt. Franco-Offerten unter Chiffre N. besorgt die Erped. d. Bl.

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