Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 19 (1855)
- Issue
- Heft 49 (3.12.1855)
- Date
- 1855-12-03
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Beilage zu Nr. 49 der Allg. Zeitung des Judenthums *). 3. December 1855. Wie die mährischen «nd ungarischen Rabbinen nivavn machen. AuS Ungarn. Unlängst theilte mir ein guter Freund die Nachricht mit, daß er ein nrv eingeschickt bekommen, auf dessen Titelblatt die sonderbaren Worte stehen: *»bvtt n»aci-;a zu deutsch: „mit Beistimmung großer Esel." Derselbe stellte die Anfrage an mich: Erstens von welchen Menagerien oder zoologischen Beschreibungen das Buch abhandle? Zweitens wer denn die „beistimmenden großen Esel" seien? Drittens ob etwa nicht weiland R. Pinhas' Esel in vervielfältigter und neuaufgelegter Form entstanden, um llaskawotl, zu ertheilen? Viertens woran wären solche Haskamoih erteilende a^ian •'b’Ha zu erkennen? Fünftens in welchem Zeitalter wir denn leben, wenn sogar Esel schreiben? Ich erwidette ihm -paan lian-, b:?. Erstens besagtes Merkchen „Thier und Riegel" (wahrscheinlich ana tT’-u) enthält die Geistesproducte eines lautbellenden und stillbeißenden Hundes. Zweitens die a^nian >>bi-r5 find diejenigen, die ihre demuthsvolle Ergebung für den Talmud aus keine andere Weise darzulegen wissen, als wenn fie dessen Ausspruch: a^ians an« ■aas a^Tas*) bk im buchstäblichen Sinne des Wortes an fich bewähren. Drittens Lefitzen fie die entgegengesetzte Eigenschaft von weiland R. Pinhas' Esel, der das Futter zurückwies, wenn man davon den *ia- (Zehnten) nicht gegeben, fie hingegen weisen den -ras (Reichen) zurück, der kein Futter giebt. Viertens gleichen fie vielmehr weiland Bileam'S Esel, daß fie mit Zunge und Feder gleich bei der Hand, um jedem Landstreicher einen Schnorrzettel, jedem Machwerke eine Haskamah zuertheilen, damit man in aller Welt von ihrer Eristenz wisse. Fünftens leben wir leider noch im ersten Nachtviertel (nriarri rrnaa»), wo das Wachen an den Eseln hält. Was das Merkchen selbst „rr^m B^rbn" anbelangt, so soll es eine Widerlegung der von Herrn Zipser in Stuhlweißen bürg schon vor drei Jahren über jüdische Ehescheidung herausgegebenen Broschüre mban "m sein, enthält aber Nichts als Denunciationen und Verleumdungen und füllet in Ermangelung von stichhaltigen Gründen seine Spalten mit Schmähungen und Jnvcctivcn an, ein würdiges Thema für unsere naaan '•bra. Nun werden wahrscheinlich meine Leser auch neugierig sein, was denn unsere a*>n«n ■’brw in ihren zu jeder Zeit und über jedes Machwerk leicht zu erlangenden Haskamoth über die beiden obenerwähnten Werkchen urtheilen? Unserm langöhrigen Thiere gleich äußert fich Einer unter ihnen, daß er der 70 Ouartseiten starken Schmähschrift imai rpribn, obwohl er fie nur nr« m?a angeblickt, dennoch seine llaskamall in aller Eile beigelegt, weil er fich dabei auf die »askamab seines AmtsbruderS verlassen. Aber wie, meine lieben Haskamad-Macher, wenn dies auch mit Ihrem Amtsbruder der Fall, und dieser auf die UaskawaK eines zweiten, und dieser wieder auf die llaskamak eines dritten fich verlassen? Aber unsere naaan ->b*a, wird man mir einwenden, haben doch das niban ■>» gesehen und darin wahrscheinlich viel unfinnigeS oder anstößiges *) Alle „Anzeigen" und „Beilagen" werden auf Rosten der Einsender gedruckt. Erpedirion.