Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 19 (1855)
- Issue
- Heft 45 (5.11.1855)
- Date
- 1855-11-05
- Page
- Seite 582 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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582 b) das Zeugniß der Reife bei der Abiturienten- Prüfung; c) ein mindestens dreijähriges Universitäts-Studium; und 6) das Zeugniß der befriedigend bestandenen Lehrer-Prüfung. 2) Für die zweite LehrerstcUe find erforderlick : a) ein mindestens dreijähriges akademisches Studium der Mathematik und der Naturwissenschaften, und b) die Facultas docendi in den genannten Fächern für die vbern Claffcn der Gymnasien und Realschulen. 3) Für das Elcmcntar-Lchramt ist erforderlich: a) das Zeugniß des Gymnasialbesuches bis mindestens zur Tertia, oder der vollständigen Vorbereitung in einem Lehrerseminar; 1>) das Zeugniß der befriedigend bestandenen Elementarlehrer-Prüfung; o) Elemcntarkenntniß des Hebräischen, der Musik und des Zeichnens; und 6) eine mehrjährige amtliche Thätigkcit an einer größcrn Elementarschule. Die gedachten Lehrämter find sämmtlich öffentliche; die Anstellung lebenslänglich und mit einem ausreichenden Gehalte dotirt. Anmeldungen für diese Stellen, unter Beifügung ausführlicher Curricula viiae und sämmtlichcr Zeugnisse, find spätestens bis zum 25. November d. 3. an die Schul-Commission zu Händen des Unterzeichneten einzusenden. Gleiwitz, den 25. October 1855. L. Hahn. Ein geprüfter Lehrer, der mit den ausgezeichnetsten Zeugnissen über seine Fähigkeiten und bisherigen Leistungen, so wie mit einer rumr: mriM versehen ist, in der hebräischen, lateinischen, französischen, englischen und polnischen Sprache Unterricht crtheilt, aber auch Vorbeter und Schächter ist, wünscht eine ihm angemessene Stelle. Reflcctirende werden ersucht, unter 6. 6. an den Herrn Rabb. Dr. Philippfon in Magdeburg ihre Adresse cinzuscndcn. Für ein Engros-Geschäft in Cöln, wo des Samstags und an den Feiertagen geschlossen, wird ein Lehrling, israelitischer Confesfion, der mit guten Vorkenntniffcn versehen sein muß, zu sofortigem Eintritt gesucht. — Offerten werden franco unter „8. B. poste restante Cöln“ erbeten. In einem Lotterie - und Productcngcsckäft wird zu Neujahr 1856 ein junger Mann (mosaischer Religion) als Gehülst unter sehr guten Bedingungen zu cngagircn gesucht, und wird demselben eine gute Collectc übergeben. Hierauf Rcstcclircnde wollen fick in portofreien Briefen an den Districts-Lehrer I. M. Löwenthal in Dannenberg im Fürstcnthum Lüneburg wenden. Aufforderung und Bitte. 3ch fühle mich aus dem Innersten meines Herzens gedrungen, Folgendes zur Kcnntniß des geehrten Publikums zu bringen, damit das unter Gottes beiligenr Beistände begonnene herrliche Werk zu reichem Segen ge- Jch befand mich als Gast an den letzten Feiertagen des Laubhüttenfestes in Lübben, einer aus 10 Mitgliedern bestehenden jüdischen Gemeinde der Niederlausitz, und erkannte die Gemeinde als eine solche, die in der heiligen Sache des Judenthums voll Pflichteifer ist. Da sah ich beim üblichen Ausbleiben in der Hoschaaa-Raba. Nackr, wie ein ehrenwerthes Mitglied der Gemeinde den Antrag stellte, den Aufbau einer Synagoge zu bewerkstelligen und mit Freudigkeit nahmen sämmtliche Mitglieder, die alle zugegen waren, den Antrag an, und gaben sofort ein Jeder nach Kräften eine vorläufige Beisteuer. Dies ist somit der Anfang; da aber die wenigen Mitglieder nicht im Stande find, den vollständigen Bau der Synagoge zu bewirken, so hoffe ich zuversichtlich, daß unsre religiös und edelgesinnten Glaubensgenossen zu diesem herrlichen Werke ihre Beisteuer nicht versagen werden, Gott wird es gewiß Allen segnen. So vertraue ich denn auf Gort, und lebe in fteudiger Hoffnung, daß diese Worte nicht wirkungslos verhallen, sondern ein geneigtes Ohr finden und Gaben stommer Liebe von Nah und Fern erwirken werden. Der Vorstand der Gemeinde wird jede Gabe, große oder kleine, mit freudigem Danke cntgegcnnehmcn und veröffentlichen. Gehren bei Luckau, im October 1855. M. H. Im Verlage von A. W. IJnzCr in Königsberg ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu erhalten: Form und Geist biblisch-hebräischen Poesie von Dr. Jos. li. Saalschutz, Professor der oriental. Alterthumskunde. Geheftet. Preis 20 Sgr. Alle Beurtheilungen dieser Schrift — deren erste Abhandlung Manches umstösst, was in den hebräischen Grammatiken bisher als keines Beweises bedürfende Gewissheit galt — vereinigen sich daliin, sie als eine bedeutsame Erscheinung, so wie die Gewichtigkeit der Gründe, die edle Sprache, die Trefflichkeit der üebersetzungen anzuerkennen. Jüdisches Volksblatt No. 5. 9iad) dem Versöhnungstage (Schluß). — Gegen die Misfionaire. III. — Anekdote. — NB. Durch alle Buchhandlungen und Postämter zu beziehen. Jährlich: l Thlr. Vierteljährig: V« Thlr. Verlag von Baumgärtners Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschfeld. Verantwortlicher Redakteur: K. Rave.