Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 19 (1855)
- Issue
- Heft 40 (1.10.1855)
- Date
- 1855-10-01
- Page
- Seite 519 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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519 Ein Gouvernante mosaischer Confefsion, die die Erziehung von 4 Mädchen im Alter von 9—14 Jahren leiten und ihnen gründlichen Unterricht in den Realien, in der deutschen und französischen Sprache, so wie im Clavierspiel erlheilen kann, wird gesucht. — Gutmüthigkeit und liebevolle Behandlung der Zöglinge ist ein Haupterforderniß. Weitere Auskunft auf portofteie Anftagen ertheilt Joseph Markheiur in Fulda. Gesucht werden zwei israelitische Gouvernanten, die eine für ein öffentliches Institut in Prag, die andere für ein Privathaus in der Nahe Brünns; dann zwei Bounes für zwei Häuser in Brünn, und zwar die eine der letzter» von etwas gesetzterem Alter. Bei sämmtlichcn ist die Kenntniß der weiblichen Handarbeiten und der ftanzöfischen Sprache nöthig, sowie die des Fortospieles erwünscht. Reflectirende können gegen portofteie Einsendung ihrer Zeugnisse oder deren Copien die da gestellten Bedingungen durch Gefertigten erfahren. SB. Kohr, Unterteile Nr. 44. in Brünn. Eine junge Französin, israelitischer Religion, von sehr guter Erziehung, befand sich seit 3 Jahren in einem der ersten hiesigen jüdischen Häuser zur Verpflegung einer älteru Dame, und wünscht nun eine anderweitige Stellung als Gouvernante oder Gesellschafterin in einem jüdischen Hause zu erhalten. Der Eintritt könnte nach Ablauf der Feiertage geschehen; ihre Ansprüche sind bescheiden. Erkundigungen über dieselbe können eingezogen werden: Neckarstraße Nr. 24. in Stuttgart. JJS* In einer großen Handelsstadt Preußens wird für ein Tuchgeschäft eo Zros & eo detail ein Asfocie mit einem Einlagekapital von 5 —10,000 Thlrn. gesucht. Das Geschäft rcntirt sehr gut und kann der Umsatz hierdurch bedeutend vergrößert werden. Franco-Offerten mit Angabe der näheren Verhältnisse unter A. X. an den Herrn Chcftcdacteur dieser Zeitung in Magdeburg._ Ein fünfzehnjähriger Knabe, mit Schulkenntniffen versehen, soll die Uhrmacherei bei einem Meister erlernen, bei dem er die Sabbat-- und Festtage nach jüdischem Ritus halten kann. Dcsfallfigc Offerten bittet sich aus Wt. Hirsch Wwr. in Güsten bei Bernburg. Pie israelitische Lehr- und Erziehungsanstalt von 9k« Frank in Düsseldorf empfiehlt sich zur Aufnahme von Zöglingen. Die Hauptunrcrrichtsgcgenstände find: Religion, Hebräisch, Deutsch, Französisch, Englisch, Rechnen, Geschichte, Geographie, Naturkunde, Schönschreiben, Zeichnen, Singen. Näheres im Prospecttls. welcher direct oder durch die Erped. d. Bl. zu beziehen ist. (Es werden auch Solche ausgenommen, welche eine andere der hiesigen höheren Lehranstalten oder die Maler-Academie besuchen sollen.) Eine junge, gebildete Deutsche, Jüdin, von achtbarer Familie, die in allen Elementar-Fächern sowie im Französischen, Englischen und in der Musik Unterricht zu ertheilen 'im Stande ist, sucht eine Stelle als Erzieherin oder Gesellschafterin in oder außerhalb Deutschlands. Frankirte Offerten besorgt die Erped. des Blattes. Am 1. Juli e. eröffnete ich hier, Antonienstraße Nr. 16. parterre, unter Aussicht des von der Königl. Behörde ernannten Revisors in der Person des König!. Ober-Rabbiners Herrn Tiktin, eine jüdische Knaben-Elementar- Schule, in welcher außer allen Realien auch reichlicher Unterricht im Hebräischen und in der mosaischen Religion ertheilt wird. Verbunden mit meiner Elcmentar- Schule, und außer den für dieselbe festgesetzten Lehrstunden, habe ich für Zöglinge, die sich den jüdisch-theologischen Studien widmen und später das hiesige Rabbiner- Seminar besuchen wollen, eine Vorbereitungs-Schule eingerichtet. in welcher Gymnafirl-Kenntniffe bis zur Secunda und ausreichende Kenntniß in der hebräischen, chaldäischen und aramäischen Sprache, in Bibel mit Eregcse und im Talmud erreicht wird. Auswärtige Schüler finden bei mir unter soliden Bedingungen beste Verpflegung und Aussicht. Breslau, im August 1855. I. W. Löwenthal, Rabbinals-Candidat und König!. Preuß. concesfionirter Lehrer. Verkauf voo Eine Partie a^so, als a*b, Erpots, ■’Os'bs, Tsni», rftts, stehen in billigen Preisen zu verkaufen. Darauf Reflectirende wollen sich in ftankirten Briefen wenden anL. S. Porta in Neuenkirchen, Regierungs- Bezirk Minden. Für jüdische Lehrer. Von den in meinem Verlage erschienenen, mit so entschiedenem Beifall aufgenommenen Schul - Lesebüchern Albert Haesters: 1) Fibel oder der Schreib-Lehr--Unterricht für die Unterclassen der Volksschule. 4. Aufl. geb. 3 Sgr. 2) Lehr- und Lesebuch oder der sinnliche und sittliche Anschauungsunterricht für die Mittelclassen der Volksschule. 7. Aust. geb. 7'/2 Sgr. 3) Lehr- und Lesebuch oder die Vaterlands¬ und Wellkunde für die Obere!assen der Volksschule. 3. Aufl. geb. 121/2 Sgr. werden demnächst Ausgaben für jüdische Schulen erscheinen, welche von Herrn Lehrer Hecht zu Hoppstätten im Birkenfeld'schen bearbeitet sind. Essen, 1. September. G. D. Bädeker»