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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1855-08-13 · Heft 33 (13.8.1855) · p. Seite 426

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
19 (1855)
Issue
Heft 33 (13.8.1855)
Date
1855-08-13
Page
Seite 426 (sequence 12)
Language
German
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426 den Sidras geordneten, von verschiedenen Predigern bewerkstelligten Predigtbuchs für sehr empfehlenswerth, und soll hierauf nach Vollendung des Gebetbuchs zurückgekommen werden. Formstechers Anträge (s. oben Nr. 11. und 12.), verbunden mit dem ersten Anträge L e v i so n' s (Nr. 13.), kommen zur Verhandlung. In Betreff des Lcbtar Chaliza bemerkt Stein, wie bereits unter seinem Vorgänger im Amte ein solcher in deutscher Sprache cingeführt worden sei. Die Versammlung erklärt, daß fie eine Einigung auch auf diesem Gebiete für höchst anstrebenswerth erachte, und ersucht den liturgischen Ausschuß, hierüber, namentlich über eine geeignetere Form des Traubriefs (r!2inr>), Vorschläge an die nächste Conferenz gelangen zu lasten. In Betreff des zweiten Antrages von Levison (s. Nr. 14.) erklärt die Versammlung die Schwur forme! bei Confirmationen für ungeeignet. Eine sonst angemcffene Formel wird der liturgische Ausschuß an dem bezüglichen Orte des Gebetbuchs aufnehmen, resp. vorlegen. Die eingesendeten Sch ul schr ist e n kommen zur Besprechung. — Levi rcferirt, nach einleitenden vergleichenden Bemerkungen über die analogen kleineren Schriften von Philippson und Maier, über den Leitfaden für den israelitischen Confirmandenunterricht, von Süßkind, und empfiehlt dieses Büchlein (24 Seiten) als in schöner, dabei faßlicher Sprache geschrieben, auf positiver Grundlage ruhend und dabei den Anforderungen der Zeit Rechnung tragend. (Ueber Hecht' s „israelitische Geschickte", die erst am Tage vor Eröffnung der Conferenz angelangt sei, könne er natürlich noch kein Urtheil abgeben, doch scheine fie ihm, nach allgemeiner Durchsicht, als Leitfaden für Lehrer, denen die Quellen oder größere Werke unzugänglich, so wie als Volkslcctüre recht brauchbar. Jnglcichen könne er von Levison's „hebräischer Fibel" nur sagen, daß sie bereits von vielen Lehrern seines Sprengels mit Stutzen gebraucht würde.) Präger berichtet über das Religionsbuch (Tora umizwa) von Stein, welches er bei seinem diesjährigen Confirmanden-Unterrichte mit Erfolg benutze, indem Lehrer und Schüler des Inhaltes sich gleich erfreueten. Sobernheim bestätigt dieses aus gleicher Erfahrung, mit dem Hinzufügen, daß das in Rede stehende Buch, als auf wissenschaftlicher Grundlage ruhend, gewiß viel Nutzen in den jüdischen Schulen stiften werde. Es wird hierauf beschlossen, daß die der Conferenz vorgelegten Schriften im Laufe deS Jahres bei den Cvnferenzmitgliedern circuliren sollen. Die Anordnung hierüber bleibt dem Vorsitzenden überlassen. Zugleich beschließt die Versammlung, über die eingegangenen Schriften Referenten zu ernennen, und wird Sobernheim daS Referat über die „israelitische Geschichte" von Hecht und die „hebräische Fibel" — Goldman dasjenige über die Religionsbücher übertragen. Zur Abfassung eines motivirenden Berichtes über die unerledigten Anträge wurde Aub gewählt. Für die Redactionscommifsion werden, außer dem Vorsitzenden, Stein und Süßkind bestimmt. Die Bestimmung der Zeit und des Ortes für die nächste Conferenz bleibt dem liturgischen Ausschüsse über- Der Vorsitzende resumirt hierauf über die während der drei Conferenztage gepflogenen Berathungen, hebt hervor, wie erfreulich besonders der Hinblick auf die gefaßten Deschlüffe in Betreff der Liturgie seien, indem solche die Einigung auf dem unsrer Wirksamkeit zunächst liegenden Gebiete in Aussicht stellten, und hofft, daß die Conferenz immer mehr Theilnahme und Segen gewinnen und stiften werde. Stein dankt hierauf im Namen der übrigen Conferenzmitglieder dem Vorsitzenden sowohl für dessen Leitung der Verhandlung, als für dessen der Conferenz bewiesene Fürsorge und gastliche Aufnahme. — Adler spricht den Dank der Conferenzmitglieder fiir die Mühewaltung des Schriftführers aus. — Nach Abhaltung eines Gebetes um den ferneren göttliche» Segen und Beistand erklärt der Vorsitzende die zweite Rabbinerconferenz für geschloffen. Anzeigen. Die Emanuel-Temple-Gemeinde der Stadt New- U ork, N. A., sucht einen zweiten Prediger; daS Gehalt ist nicht weniger als Ein Tausend Dollars, und die Aufnahme auf 3 Jahre, und sodann auf längere Zeit. Der Gottesdienst deS Tempels ist zeitgemäße Reform, mit Orgel und Chor-Begleitung, abgekürzten Gebeten, jedoch alle in hebräischer Sprache. Kenntniß der englischen Sprache wird bei Gleichbefahigten berücksichtigt. Candidaten werden Näheres durch den Herrn Dr. Philippson in Magdeburg und Herrn Stein in Frankfurt erfahren. Copien der Zeugnisse können laut folgender Adresse eingesandt werden: Herrn <A. Michelbacher in New-Dork.

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