Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 19 (1855)
- Issue
- Heft 32 (6.8.1855)
- Date
- 1855-08-06
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3224737-3225931-3225964--14748-3300419- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
IS. Jahrgang. JW 32 Allgemeine Zeitung des Iudcnthums. Ein Unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Herausgegeben von Rabbiner Dr. Ludwig Philippson in Magdeburg. Leipzig, den 6. August 1855. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 78 Dogen in Quart incl. des Titels. Registers, u. s. w. umfassen. In Gemäßheit deS Aweckes. derselbe« die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Tblr. für den Jahrgang: — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 g<Sr.) für sechs Monate —- 22 Va Ngr. (18 g<Sr.) für das Vicrteljabr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und ZcituagS - Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die königl. sächs. Zeitungs - Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Leitende Artikel: Das Institut zur Förderung der israelitischen Literatur. — Von der jüdischen Toleranz. HI. Zeitungsnachrichten: Deutschland: von der untern Weser, vom Rhein, Hannover. Preußen: Berlin, aus Westphalen, auS der Provinz Posen. Oesterreichi scher Kaiserstaat: Prag. Correspondenz: Bericht über die zweite Rabbiner-Conferenz, abgehalten zu Gießen am 11., 12. und 13. Juni 1855. Leitende Artikel. Harzburg, 29. Juli.*) Was Institut;ur Förderung der israelitischen Flteratur. Am heutigen Tage gingen nunmehr sämmtliche eingelaufene Manuscripte — 30 an der Zahl — a» die beiden anderen Herren, welche sie zu prüfen, ab, und nach einiger Zeit werden wir im Stande sein, dem theilnehmenden Publikum die für dieses Jahr erscheinenden Schriften nennen zu können. Der Druck wird dann sofort und nachdrücklich begonnen, um die Schriften schnellmöglichst in die Hände der Vielen, welche ihre Förderung dem Institute thatkräftig erwiesen haben, gelangen lassen zu können. Es ist allerdings in diesem Augenblicke ein Zwischenfall eingetreten, welcher wegen Bestim¬ *) Die No. VIII. von der „Sendung Jsrael's" erfolgt in der nächsten Nummer. Die Redactivn. mung der Höhe der Auflage etwas aufhaltend und für das ganze Institut von großer Bedeutung ist — allein wir glauben bald eine glückliche Entscheidung zu erreichen. Mögen sich nur Alle, welche uns ihre Theilnahme geschenkt haben, überzeugt halten, daß wir das Mögliche thun, um die Interessen des Instituts zu wahren und die Herstellung der Schriften zu beschleunigen. Allein bei der Neuheit der Sache, bei der Ausdehnung, die sie gewonnen, und bei der Kürze der Zeit, mit welcher sic ins Leben trat, ist cs nicht zu verwundern, wenn es nicht so schnell geht, wie es viele Unkundige sich cinbilden mögen. Im nächsten Jahre, wenn Alles geordnet ist und die Erfahrung die praktischeste Vcrfahrungsweisc hcrausgestellt hat, wird cs desto schneller gehen. So ist cs z. B. auch mit der Einziehung der Gelder. Es sind bis jetzt die Beiträge von circa 1300 Thcilnehmcrn cingelaufen, und einstweilen in zinstragenden Papieren angelegt; cs fehlen demnach dieselben noch von circa 800. Man erkennt daraus, wie zeitraubend die Proccdur ist, noch dazu da im ersten Jahre, um eine solide Grundlage zu schaffen, mit Umsicht und Nachsicht zugleich verfahren werden muß. Wir können hingegen mit desto größerer Befriedigung von den Resultaten sprechen, welche das Institut erzielen wird. Es versteht sich von selbst, daß die uns gewordenen Manuscripte von sehr verschiedenem Werthc sind, auch daß wir selbst von den als gut, brauchbar, bedeutend erkannten nicht Alle in diesem Jahre geben können — aber so viel können wir wohl