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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1855-07-23 · Heft 30 (23.7.1855) · p. Seite 389

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
19 (1855)
Issue
Heft 30 (23.7.1855)
Date
1855-07-23
Page
Seite 389 (sequence 11)
Language
German
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durch die Staatsbehörde erledigt. Soviel wir wissen, haben aber schon vorher israelitische Capacitäten Deutschlands diesem schönen und praktischen Projekte ihre unterstützende Hand zugesagt und namentlich auch den Träger der Idee zu deren Verwirklichung aufgemuntert. Derselbe, nämlich der oben genannte Herr Lehrer Dreifuß, soll Vorsteher oder Hausvater der projectirren Anstalt werden. Sowohl in wissenschaftlicher als in praktischer Beziehung ist er hiefür fähig genug, und geht derselbe schon seit zwanzig Zähren mit diesem Plane um, der also ein wohlüberlegter sein muß. Bekannt ist auch daS Streben dieses Man- : neS und seine Verdienste um die Juden in der Schweiz, die höhern OrteS ihre volle Anerkennung finden. Unter seiner Leitung würde das erwähnte Institut gewiß aufblühen. Mögen dieser Sache auch noch andere edle Geister, Stützen Israels, ihre Aufmerksamkeit schenken und Gott seinen Segen dazu verleihen! Großbritannien. London, 30. Juni. In der Unterhausfitzung vom 14. ti. ging die Bill zur weitern Beschränkung vom Sonntags gewerbeverkehr durch die Comiteberathung. Alle Amendements wurden verworfen, unter Anderen eines, daß zu Gunsten der Juden eine Ausnahme gemacht werde. — DaS Jew. Chron. — jetzt wieder daS einzige jüdische Blatt in England — bringt jetzt ausführliche Berichte über die Sitzungen des board of Deputies. Aber die Debatten find stets so leer, daß wir nichts auszuziehen wissen. Unsere Leser erinnern sich, daß den Juden in Gibraltar vom dortigen Gouverneur verboten worden, Laubhütten auf den platten Dächern ihrer Häuser zu errichten. Jene wandten fich deshalb an das doard. Aber nach stundenlangen Verhandlungen hat dies beschlossen — nichts zu thun, sondern erst weitere Information abzuwatten. Dänemark. Die jüdischen Gemeinden deS HerzogthumS S ch lesw i g find unter einen eigenen Oberrabbiner gestellt worben, und zwar in der Person deS Herrn Catecheten Cohen in Odense, derselbe, welcher vor zwei Jahren den Dannebrog-Orden erhalten. Er bekommt 1200 Thaler Gehalt, wovon die Hälfte die Gemeinden zahlen. Anzeigen. S3* Die israelitischen Institute in Dresden für Knaben sowohl wie für Mädchen gebildeter Eltern, sind zur Aufnahme neuer Zöglinge fortwährend situirt, und ertheilt jede beliebige Auskunft Die Direktion derselben M. Schwarzauer. Vacante Stelle für einen Rabbinats-Assistenten. Die hiesige Cultusgcmeinde wünscht mit 15. Oktober a. c. einen Rabbinats - Assistenten anzustellen, der nebst dieser Berufsleistung zugleich als Religionslehrer fungiren soll, und stipulirt hierfür den Jahrgehalt mit 500 Fl. B. V. und freiem Quartier. — Amrsbew erber, wovon die im Gebiete des Schulwesens Routinirten bevorzugt werden, belieben diesfällige Gutachten von Autoritäten in der Monarchie, und Zeugnisse über pädagogische Befähigung und politisches Wohlverhalten, in Original oder in legalisirten Abschriften bis 15. August d. I. einzusenden. Raab, den 25. Juni 1855. Der Vorstand an der verein. Raaber und R. Szigeter israet. Cnltns - Gemeinde. In unserer Gemeinde ist die Cantor- und Schächter- Stelle, verbunden mit einem jährlichen Einkommen von 400 Thlrn., vacant, und soll möglichst im August c. besetzt werden. Geeignete Candidaten, welche auch die Fähigkeit besitzen, einen Chor zu leiten, wollen sich unter Einreichung ihrer Qualifications - und FührungS-Atteste baldigst in portofteien Briefen an einen der Unterzeichneten wenden. Culm, im Juni 1855. Der Vorstand der jüdischen Gemeinde. B. L. Gabriel. B. I. Meyer. E. Rosenberg. Die Stelle eines Cantors in unserer Synagoge, verbunden mit einem jährlichen Einkommen von circa 300 Thlrn., ist vacant. — Hierauf Reslectirende, wo möglich unverheirathete Männer, welche Zeugnisse über ihren sittlich-religiösen Charakter, wie über ihre musikalische Ausbildung und die Fähigkeit, einen Chor zu leiten, beizubringcn im Stande sind, werden aufgefordert, dieselben an Unterzeichneten baldigst frankirt einzusenden oder fich persönlich zu melden. — Für Probeleistungen werden Reisekosten nicht vergütigt. Der Vorstand der Synagoge zum Seilerhof in Breslau, z. H. deS Dr. Lobethal. Ohlauerstraße Nr. 43.

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