Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 19 (1855)
- Issue
- Heft 27 (2.7.1855)
- Date
- 1855-07-02
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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19. Jahrgang. JW 27 Allgemeine Zeitung -es Zudenthurns. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. HerauSgegeben von Rabbiner Dr. Ludwig Philippfon in Magdeburg. Leipzig, den 2. Juli 1855. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Montags, und wird jährlich 78 Bogen in Quart incl. des Titels. Skegister«, «. f. w. um. fasse». 2» Gemäßheit deS Zwecke«, derselben die allgemeinst« Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für deu Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 g®t.) für sechs Monate — 22’/a Ngr. (18 g®r.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Ulke Buchhandluugea. Postämter und Zcituugs»Expeditionen nehmen Bestellungen au; der Hauptspeditto» für beide Letztere hat sich die lönigl. sächs. Zeitung«»Expedition allhier unterzogen. I » h a l t. Sparfenflängez Die Sendung Israels. Leitender Artikel: An die deutsch-lefenden Israeliten. In Sachen des Instituts zur Förderung der israelit. Literatur. Zeitungsnachrichten: Palästina. Deutschland: «ms der bairischen Pfalz. Frankreich: Paris. Italien: Venedig, Harzburg, Venedig, Mailand. Literarische Nachrichte»: Breslau. HarfenKlänge. Die Sendung Jfrael'S. i. Der Frühling hebt die Strahlenlichre Hand, Die Blüthenmeere ausgegvffen. Und schwingt der Harfe goldenfarbnes Band Mir über Haupt und Brust; Sein Aug', dem alle Lust Der jubelvollen Welt entflossen, Blickt tief in meines, daß in's Her; es dringe; Und seine Lippen sprechen: „Singe!" 3m Lenze finge! Denn Ein Gesang ist da die Welt, Der unterm blauen Himmelszelt 3tt Ton und Duft und Farbe klingt — Sv hoch der Geist sich schwingt, 3st Alles Lied — Darüber blüht Unendlich schön Was Staubgeborne nimmer seh'n. Was soll ich singen? WaS soll der Harfe Saiten, Was für ein Sang entgleiten?.... Bon Juda's Stamm, dem mächtig alten, Entsprossen durch der Gottheit Walten, Was ist das Lied, das, mit des Lenzes Kränzen Geschmückt, von Nachtigall begleitet. Und in der Sonne hellstem Glänzen, Mir, mir entström', die Schwingen auSgebreitet, Daß es dann durch die Länder schreitet Und bringt aus meinem Munde Vom Lenz die Kunde?.... Soll ich die Liebe fingen? Des Jünglings und der Jungfrau Liebe? Die Liebe, die gleich klarem Quell Wohl vom Versteck im dunkeln Wald Dir murmelt sanft und schnell. Und von den Steinen, die sie überrvallt, Und von den Blumen aus der Au, Dom schnellen Mühlrad an dem Hau, Und wie bewußtlos, allgemach Sie sinkt auf immer in den Bach-