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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1855-06-18 · Heft 25 (18.6.1855) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
19 (1855)
Issue
Heft 25 (18.6.1855)
Date
1855-06-18
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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^.Jahrgang. Allgemeine Zeitung -cs Iudcnthums. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Herausgegeben von Rabbiner Dr. Ludwig Philippfon in Magdeburg. Leipzig, den 18. Juni 1855. Diese Zeitung erscheint «öchentlich einmal. Montag«, nnd wird jährlich 78 Bogen in Quart incl. de« Titel». Register«, u. s. w. um. fassen. In Gemäßheit de« Zwecke«, derseldea die allgemeinste Verbreitung zu gebea. ist der Prei« äußerst niedrig: mit 3 Tblr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Rgr. (1 Thlr. 12 g<vr.) für sech« Monate — 22 7a Rgr. (18 g@t.) für da« Bierteljabr augesetzt worden. >0« Buchhandlungen. Postämter nnd Zeitung««Sxpedilione« nehmen Bestellungen an; »er Hauptspeditio« für beide Letztere hat sich di« königl. sächs. Zeitung« - Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Leitende Artikel: An die amerikanischen Glaubensgenossen, besonder« die dortigen Rabbiner, Prediger, Lehrer. — Aus den Bergen. II. — Da« Institut zur Förderung der israelitischen Literatur. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Hannover. Preußen: Berlin, RreS, vom Niederrhein, aus dem Regierungsbezirk Trier. Oesterreichischer Kaiserstaat: Wien, Wien, Wien. Mattersdorf. Die Schweiz: Lengnau. Holland: Rotterdam. Großbritannien: London. Nordamerika: Albany. Abhandlunge» verschiedene» Inhalts: Fragmente zur Geschichte de« Diego de Aguilar, von D. Oppenheim, Rabbiner in Jamnitz. Leitende Artikel. Harzburg, 10. Juni. An die Amerikanischen Glaubensgenossen, besonders die dortigen Rabbiner, Prediger, Lehrer. Mit je größerer Hoffnung wir jetzo über den Ocean blicken, daß dort mitten in völliger religiöser Ungebundenheit ein starkes Judenthum ersprieße, erwachse und erblühe — und je leichtern Herzens wir deshalb jährlich eine große Anzahl unsrer Söhne und Töchter hinüberziehen sehen — desto mehr muffen auch drüben alle Kräfte angestrengt werden, um ein so hohes Ziel sicher zu erreichen. Da ich nun weiß, daß viele deutsche Juden auch in Amerika dieser Zeitung und ihrer Bestrebungen nicht vergessen haben, und ein geneigtes Ohr unser« Worte leihen: so stehen wir nicht an, öfter dieses Wort an sie zu richten — und zwar heute in einer kleinen, leicht zu erreichenden, nichts desto weniger wichtigen Sache. Es ist uns bereits mehre Male, insonderS jetzt wieder von einem Manne, der zwei Söhne und vier Töchter in Amerika hat (s. jüd. Volksbl. No. 38.), bemerkt worden, daß sehr oft jüdische Familien in Amerika vereinzelt in entlegenen Ortschaften wohnen, denen es dann, zumal wenn ihre Verhältnisse nicht glänzend find, durch die Kosten, um den, wenn auch nächsten M ohel herbeizuschaffen, fast unmöglich, oft wenigstens höchst opferschwierig wird, die Knaben dem Acre der Beschneidung zu unterziehen, und Folge ist dann Gewissensangst der Eltern, und mit der Zeit, daß jene Knaben sich allmählig ganz aus dem Judenthume verlieren. Würde eS nun nicht leicht sein, diesem Uebelstande abzuhelfen? Wenn einen TheilS die Rabbinen überhaupt darauf sehen, daß sich recht viele Leute zum Amte des Mohel geschickt machen, wenn andern Thcils es überall Sitte würde, bei allen Beschneidungsmahlen eine Büchse aufzustellcn, um die Reisekosten der Mohelim zu entfernten, vereinzelten und nicht bemittelten Familien zu bestreiten, und diese Gelder in jedem Unionsstaate einem Count« übergeben würden — so würde einen Theils dem religiösen Dedürfniß genügt, andern Theils abermals eine

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