Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 19 (1855)
- Issue
- Heft 24 (11.6.1855)
- Date
- 1855-06-11
- Page
- Seite 313 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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die in eine andere, weit ausgedehntere — diesen Gegenstand besprechende — Abhandlung gehören. — Eines aber können und wollen wir hier nicht verschweigen. Wenn nämlich Jemandem ein Vorwurf daraus gemacht werden soll, daß unter unfern Lehrern noch so viele mittelmäßige — ja oft gar noch weniger als solche — Kräfte angetroffen werden; — wenn Jemandem daraus ein Vorwurf gemacht werden soll^ daß wiederum Viele unter unfern Lehrern alles Mögliche find, nur nicht jüdische Lehrer; — wenn endlich daraus Jemandem ein Vorwurf gemacht werden soll, daß der Mangel an jüdischen LehramtScandidaten von Jahr zu Jahr größer und fühlbarer wird, die Besetzung einer vacanten Stelle jetzt schon unsägliche Schwierigkeiten verursacht und — wenn's so fortgeht — nach einigen oder mehrern Jahren gar nicht mehr möglich sein dürste: — so find eS nur die Gemeinden, deren eS im Großherzogthume circa 140, und mitunter sehr zahlreiche und sehr wohlhabende giebt, welche alle diese Borwürfe selbst verdienen. Denn in der Macht dieser Gemeinden liegt eS, auS eigenen Mitteln eine Anstalt zur Ausbildung ihrer Lehrer — i. e. ein „jüdisches Schullehrer-Seminat" ins Leben zu rufen und zu unterhalten. — Thun fie eS nicht, so werden fie früher oder später die Übeln Folgen ihrer Nachläsfigkeit zu verantworten haben. —*) *) Dieses Lied sangen wir schon im Jahre 1837.' Redact. Anzeigen. Am 1. Septbr. d. 3. ist die Stelle als Lehrer und Cantor in hiesiger Gemeinde erledigt und soll alsdann anderweitig besetzt werden. Der jährliche Gehalt ist, nebst steier Wohnung und Heizung, 200 Thlr. Rcflectirende wollen sich in portofreien Briefen an Unterzeichneten Vorstand wenden. Dülmen (Westphalen), 27. Mai 1855. S. Heymann. L. Leefer. Zu Michaelis dieses Jahres wird bei der israelitischen Gemeinde zu Goldberg in Mecklenburg die Stelle des Religionslehrcrs, Vorbeters und Schächters erledigt. Geeignete Bewerber wollen sich entweder persönlich oder in frankirten Briefen an den Vorstand derselben wenden. In hiesiger Gemeinde, in welcher ein reformirter Gottesdienst eingcführt werden soll, wird zum Anfang des Jahres 1857 die Rabbinerstclle vacant. Das jährliche Gehalt betragt Thaler 1500 Rcichsgeld (circa 560 Thlr. Pr. Crt.); doch find damit Nebeneinkünfre verbunden, wodurch die ganze Einnahme zu ungefähr 1000 Thlr. Pr. Crt. anzuschlagen ist. Qualisicirte Bewerber, die nicht ein zu hohes Alter erreicht haben, um sich die schwedische Sprache ancignen zu können, da die Kanzelvorträge in dieser Sprache gehalten werden, belieben sich bei dem Unterzeichneten Vorstände baldmöglichst zu melden. Gothenburg, im April 1855. Ed. Maanns. Martin Levifson. &. Benecke. An der Schule der hiesigen israelitischen Gemeinde ist ein Lehrer-Posten zu besetzen. Qualisicirte geprüfte Lehrer, die erfahrene Pädagogen und besonders tüchtig in der hebräischen Sprache, erforderlichen Falls auch die erste Lehrcrstelle an der Anstalt zu übernehmen geneigt sind, wollen sich in portofteien Briefen bei Unterzeichnetem Vorstande unter Einreichung ihrer betreffenden Atteste melden. Ratibor, den 18. Mai 1855. Der Vorstand hiesiger Synag.-Gemeinde. Israelitischer Lehrer gesucht. Die Lehrerstelle an der hiesigen israelitischen Schule, welche mit einem Gehalte von 250 Thlrn. verbunden ist, wird am 1. Juli vacant. Qualificirte Aspiranten werden ersucht, sich unter Einsendung ihrer Zeugnisse in ftankirten Briefen an uns zu wenden. Mülheim a. d. Ruhr, 20. Mai 1855. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Gufk. Hanau. Die Stelle eines tf-npi ünw frn als Ersterer insbesondcrs befähigt, den Gottesdienst in würdiger Weise vorzutragen, womit ein jährlich firirteS Gehalt von 300 Thlrn. und allen andern üblichen Nebencinkommen verbunden ist, wird zum 1. October oder 1. November d. I. in der hiesigen Gemeinde vacant. Hierauf Reflectirendc wollen unter portofreier Einsendung ihrer Zeugnisse an den Unterzeichneten sich wenden. Der Vorstand. Rybnik, im Mai 1855. Mit dem 15. September er. wird bei der jüdischen Gemeinde zu Telgte die Lehrer- und Cantorstelle vacant. Darauf Reflectirendc können sich in portofteien Briefen an den Vorstand wenden, der ihnen die näheren Bedingungen alsdann mitth eilen wird.