Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 19 (1855)
- Issue
- Heft 24 (11.6.1855)
- Date
- 1855-06-11
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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—- Jahrgang. Allgemeine --— Zeitung -es Iudcnthums. Ein unparteiisches Organ Kr alles jüdische Interesse. HerauSgegeben von Rabbiner Dr. Ludwig Philippfon in Magdeburg. Leipzig, den 11. Juni 1855. Dies« Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montag-, und wird jährlich 78 Bogen in Quart incl. de» Titels, Register», u. s. w. um» fassen. In lSemähheit de« Zwecke«, derselbe» die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit S Tblr. für de» Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Skgr. (1 Thlr. 12 g<Sr.) für sechs Monate — 22 Vr Rgr. (18 gGr.) für da» Dierteljabr angesetzt worden, »lle Buchhandlungen, Postämter und Zeitung»»Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspeditiou für beide Letztere hat sich die königl. sächf. Zeitung». Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Leitende Artikel r Da» Institut zur Förderung der israelitischeu Literatur. — AuS den Bergen. I. — Zur Abwehr! I. — Literaturbericht. V. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Hamburg, Laupheim, Leipzig. Preußen: au» der Provinz Posen. Leitende Artikel. Harzburg, 1. Juni. Das Institut zur Förderung -er israelitischen Literatur hat neuerdings als Agenten gewonnen: Herrn Winkler, Buchhändler in Paderborn, - Lehrer Beradt in Hildesheim, - Rabbiner Arnheim in Gr. Glogau, - Lehrer Sänger in Rheda, - I. Heidegger, Docent der jüd. Theologie, in Fürth, - Religionslehrer-<©. Sommer in Coblenz, - Meier, ifr. Hauptlehrer in Eichstetten bei Freiburg (Baden). Wir bemerken verschiedenen Anfragen gegenüber, daß Anmeldungen bis zum 30. Juni incl. angenommen werden, und daß eben bis dahin der vorläufige Termin für Einsendung von Manuskripten bestimmt ist. Harzburg, 3. Juni. A«S de» Bergen. I. Einen herzlichen Gruß, einen wahrhaften FrühlingSgruß auS den Bergen an meine Leser!... Wem die Vorsehung seine Wohnstätte mitten in einer unabsehbaren, wenn auch noch so fruchtbaren Ebene angewiesen, wenn ihn dann mit einem Male eines Abends die Eisenbahn mitten in die Berge gefiihrt, und er erwacht früh Morgens, und öffnet das Fenster, und nun fallt sein Blick ringsum auf die waldbedeckten grünen Höhen, die theils vom Strahl der Sonne beglänzt, theils vom Nebeldust des Morgens verhüllt sind, und entgegenweht ihm die frische Bergesluft, die der Wind aus dem Blättermeer der Wälder ihm in die weit sich dehnende Brust fuhrt .... welch Entzücken I Ist ihm aber gar die dennoch so theure Heimath in einer engen, mit hohen Mauern und Wällen umgebenen Stadt, voll himmelansteigender Häuser, wimmelnder Menschen, Fabriken, Werkstätten, Niederlagen und Comptoirs, geworden, aus der erst fast stundenlanges Wandeln in's Freie führt, um dann doch mehr den Staub der verkehrsbelebten Chaussee, als die ftische Gotrcsluft zu athmcn — welch ein entzückender Gegensatz!.... O, unsre Väter haben den Werth, die Bedeutung der Berge wohl zu schätzen verstanden!... Israel hatte ein bergereicheS Gebiet in Besitz. Im Norden der, in einige» Spitzen mit ewigem Schnee bedeckte Libanon mit