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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1855-06-04 · Heft 23 (4.6.1855) · p. Seite 302

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
19 (1855)
Issue
Heft 23 (4.6.1855)
Date
1855-06-04
Page
Seite 302 (sequence 12)
Language
German
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302 trat Vorstände unter Einreichung ihrer betreffenden Atteste melden. Ratibor, den 18. Mai 1855. Der Vorstand hiesiger Syuag.-Gemeinde. Ein nti? bra und amo *,rn, jedes einzelnen dieser Fächer vollkommen mächtig, 36 Jahre alt, vcrheirathet, seit 12 Jahren noch gegenwärtig in Schlesien in activer Function, in der Musik nicht fremd, und der Function als K*r>p "baa nach allen Regeln der Sprachkunst genügend, und mit Zeugnissen der besten moralischen Führung, dabei von repräsentationsfähigem Aeußern, sucht eine Anstellung, und beruft sich auf die von dem Rabbiner Herrn Löwe zu Ratibor in Preuß.- Schlefien auf gefällige frankirte Anftagen zu erthcilende Auskunft. Ein Lehrer, mosaischer Religion, der seine Prüfung in einem preußischen Seminare gut bestanden, in der Religion, hebräischen Sprache, allen deutschen Elementarfächern, so wie auch in der englischen und ftanzösischen Sprache guten Unterricht ertheilt, wünscht zum 1. September c. eine seinen Fähigkeiten angemessene Stelle. Der Herr Dr. PhilippsvN wird die Güte haben, gefälligst ftankirte Offerten, C. 69. bezeichnet, zu besorgen. — (Wir können diesen Lehrer dringend empfehlen, vr. Philipp so n.) Eine junge Dame sucht eine Stelle als Gesellschafterin bei einer altern Dame oder auch bei einer Familie. Dieselbe würde sich gern leichten häuslichen Arbeiten unterziehen und steht mehr auf gute Behandlung als auf guten Gehalt. Nähere Auskunft ertheilt IR. Seelig in Schwedt a. O. Gesuch. Für mein Tuch- und Manufaktur - Waaren - Geschäft suche ich einen gesitteten Lehrling von guter Erziehung, welcher mit den nöthigen bürgerlichen Schulkenntnissen ausgestattet ist. Näheres auf ftankirte Anftagen bei I. Silberslein, Kaufmann in Neu-Ruppin bei Berlin. Stargardt in Westpreußen. Am jüngstverfloffenen ersten Pfingstfeiertage fand in hiesiger Synagoge zum ersten Male durch unfern Rabbiner Leffer die Prüstrng und Einsegnung von 11 Kindern, bestehend aus 4 Knaben und 7 Mädchen, statt. Die Kinder zeigten zu unserer größten Freude, daß sie bei Letzterm einen gründlichen Religionsunterricht erhalten haben, und von der Wärme, Erhabenheit und Wahrheit durchdrungen find. Diese Feierlichkeit, die mit einer von Herrn Lesser gehaltenen gediegenen, inhaltreichen Rede und mit deutschen Choralgesängra begleitet war, übte auf die Gemüther und das Gefühl der Anwesenden einen erhabenen und erbauenden Eindruck. Schön und treffend wandte und führte die Rede das Bild der Hingebung und Aufopferung für unsere heilige Religion von Hanna und ihren sieben Söhnen vor; und weihevoll klangen die von den Confirmandcn, nach Ablegung des Glaubensbekenntnisses, mit Wärme und Bewußtsein gesprochenen Worte: „ja, unser Glaube ist wahr und ist in unserm Herzen eingeprägt", die im Herzen und religiösen Gefühle eines jeden Zuhörers kräftig wiederhallten. Wir zollen daher, vom Drange der Dankbarkeit geleitet, dem Rabbiner Herrn Lesser öffentlich unfern innigsten Dank für seinen Eifer und Liebe zur Erstrebung wahrer Religion, die uns bürgen, daß derselbe in seinen fernern Leistungen nicht ermüden wird, und möge die von dentselben in die zarten Herzen der Jugend gestreute Religionssaat zur Reife und Frucht gedeihen! Mehrere Gemeindemitglieder. Sehr werthvolle hebräische und deutsche Werke meines verstorbenen Mannes beabsichtige ich aus fteier Hand preiswürdig zu verkaufen. Hierauf Reflectirende wollen sich in frankirten Briefen an mich wenden. Wittwe Fernbach in Bunzlau. 3a meinem Verlage ist so eben erschienen: Scitirot - Welischbachöt. Eine Sammlung religiöser Lieder für den öffentlichen Gottesdienst, gesammelt und herausgegeben von Abraham Seeligsohn, Religionslehrer und Prediger. 5. geh. 3 Ngr. baar. Diese Sammlung «ntbält die auSgrwähltestrn Lieder auf alle Sabbath - und Festtage, so wie bei Confirmationen, Trauungen und Begräbnissen; insofern dürste sich dieses Gesangbüchlein neben seinem billigen Preise zur Einführung ganz besonders empfehlen. Schweidnitz, Mai 1855. C. F. Wergmann. Bemerkungen. X.t. in K. wird um Fortsetzung ersucht. — Wenn wir Ph. in Z. um Namennennung ersucht haben, so geschah cs, weil seine Fragen und Zweifel so unerheblicher Art sind, daß wir sie nicht vor dem Publikum, sondern in einem Privatschreiben beantworten wollten. Da Sie übrigens selbst bemerken, daß Sie auch anderweittg Antwott erhalten können, so ist uns dies sehr genehm. Die Ikedaetion. Jüdisches Volksblatt Ro. 34. Das Gehöfte. (Forts.) — Anfragen und Antworten. — Ein alt* jüdisches Mährchen- — Charakterzüge aus dem Leben der Rabbinen. (Schluß.) — NB. Durch alle Buchhandlungen und Postämter zu beziehen. Jährlich: 1 Thlr. Vietteljährig: '/* Thlr. Verlag von Daumgärtners Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. 35. Hirschfeld. Verantwortlicher Redakteur: Ä. Stäbe.

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