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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1855-05-14 · Heft 20 (14.5.1855) · p. Seite 263

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
19 (1855)
Issue
Heft 20 (14.5.1855)
Date
1855-05-14
Page
Seite 263 (sequence 13)
Language
German
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Jüdische Theologen, deren religiöse Ueberzeugung mir dem in der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde seit dem Jahre 1826 eingeführten Ritus übereinstimmt und die Befähigung in sich fühlen, den ausgesprochenen Bedingungen in würdiger Weise zu genügen, wollen ihre Bewerbungen unter gleichzeitiger Angabe ihres Alters und ihrer Familienverhältnisse bis 15. August d. I. an Len Unterzeichneten Vorstand einsenden, wo sie die Mittheilung über die mit der Stelle verknüpften Bezüge entgcgennehmen können. Die Erfordernisse zur Erlangung der ersten und der zweiten Cantorstelle sind: 1. Gründliche Kenntniß der hebräischen Sprache und Liturgie. 2. Die nöthige Bildung in der Auffassung und dem Verständnisse derselben. 3. Musikalische Begabung, sowohl was die Stimmmittel betrifft, als auch zur Bildung und Leitung des Chores und Befähigung, etwa nöthige Melodien zu componiren. 4. Befähigung, in der Religionsschule Unterricht ertheilen zu können. 5. Untadelhafter, sittlicher Charakter und Wandel und ein dem Stande und Berufe entsprechendes Leben und Verhalten. Wien, im 2lpril 1855. Die Vertreter der israelit. Cultusgemeinde in Wien. Die Gemeinde Beoai Israel in Cincinnati, Ohio, wünscht einen Prediger in deutscher und englischer Sprache und Oberlehrer ihrer Schule zu engagiren. Gehalt 1000 Dollars jährlich, mit der Aussicht auf Vermehrung bis zu 1500 Dollars. Die Candidaten müssen versehen sein mit folgenden Eigenschaften: 1. Gutes theologisches Wissen und allgemeine wissenschaftliche Bildung. 2. Liberale, fortschreitende Grundsätze, übereinstimmend mit unsrer Zeit. (Kein radical Reformer.) Sich zu wenden schriftlich an das Comite: M. Hellman, Vorsitzender. PH. Heidelbach. D. Ullman. A. LouiS. L. S. Rosenstiel. Conerrrs. Bei der israelitischen Cultus - Gemeinde zu G alt sch- Jenikau in Böhmen ist die Rabbinerstelle erledigt, mit welcher ein fixer Gehalt von Fl. 400 — 500 C.-M. nebst freier Wohnung und anderweitiger Emolumente verbunden ist. — Erfordernisse für Bewerber um diesen Posten sind: gehörige Ausweise über gründliche Kenntnisse des Talmuds und der Casuistik, des Predigens in deutscher Sprache und der Befähigung, die in Gälisch-Jenikau bestehende hebräisch-deutsche Schule zu überwachen. Die Herren Candidaten wollen ihre Gesuche bis 15. Juli l. I. an den Gemeinde-Vorstand zu Galtsch-Jenikau portoftei einsenden. Galtsch-Jenikau, 15. April 1855. In hiesiger Gemeinde, in welcher ein reformirter Gottesdienst eingeführt werden soll, wird zum Anfang des Jahres 1857 die Rabbinerstcllc vacant. Das jährliche Gehalt beträgt Thalcr 1500 Rcichsgeld (circa 560 Thlr. Pr. Crt.); doch sind damit Nebeneinkünfte verbunden, wodurch die ganze Einnahme zu ungefähr 1000 Thlr. Pr. Crt. anzufchlagen ist. Qualificirte Bewerber, die nicht ein zu hohes Alter erreicht haben, um sich die schwedische Sprache aneignen zu können, da die Kanzelvorträge in dieser Sprache gehalten werden, belieben sich bei dem Unterzeichneten Vorstande baldmöglichst zu melden. Gothen bürg, im April 1855. Ed. Magnus. Martin Levifson. L. Beneckc. Bei der hiesigen Gemeinde ist die Stelle eines Religionslehrers, Vorbeters und Schächters vacant, die wo möglichst gleich, jedenfalls aber Johannis oder Michaelis d. I. besetzt werden soll. Das Firum ist neben fteier Wohnung und Beköstigung 120 Thlr. Crt., und bringt das Schächten circa 30 Thlr. ein. — Hierzu Qualificirte, die beim Antritt ihres Amtes die Prüfung beim Landes-Rabbiner zu bestehen haben, wollen sich bei Untenstehendem in frankirten Briefen melden. Ludwigslust (in Mecklenburg), Mai 1855. Wer Vorstand der isr. Gemeinde hieselbst. Bei der Unterzeichneten Gemeinde wird das mit einem jährlichen Einkommen von circa 300 Thlrn. verbundene Amt eines Cantors, Schächters rc. Mitte Oclober d. I. vacant und soll anderweitig besetzt werden. Hierzu sich qualificirende Personen, von denen diejenigen am meisten Berücksichtigung finden, die mit einer butoretli roek versehen, und sich hierüber genügend ausweisen können, wollen sich in portofreien Briefen an Unterzeichneten Vorstand recht bald wenden. Arnswalde, den 20. April 1855. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Die israelitische Gemeinde zu Lügde bei Pyrmont sucht auf nächste Michaelis einen im Hebräischen erfahrenen Cantor, welcher zugleich Elementar- und Religionsunterricht ertheilt, und das preußische Eramen abgelegt hat, anzustellen. Resiectirende wollen gefälligst ihre Offerten dem hiefigen Vorstande portoftei einsenden. Der Vorstand. Lügde, im April 1855.

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