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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1855-05-07 · Heft 19 (7.5.1855) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
19 (1855)
Issue
Heft 19 (7.5.1855)
Date
1855-05-07
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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19. Jahrgang. JW 19 Allgemeine Zeitung des Iudcnthums. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Herausgegeben von Rabbiner Dr. Ludwig Philippfon in Magdeburg. Leipzig, den 7. Mai 1855. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Montags, und wird jährlich 78 Bogen in Quart incl. Le» Titels. Register«, n. s. w. um fasse«. In Gemäßheit Des Zweckes, derselben Die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mir 3 Sfalr für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Rgr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22'/» Ngr. (IS 8®r.) für das Vierteljahr angesetzt worden Alle Buchhandlungen. Postämter und Zeitung»»Expeditionen nehmen Bestellungen au; der Hanptspeditiou für beide Letztere hat sich die königl. sächs Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Leitende Artikel: Aufforderung an alle jüdischen Autoren. — Der große Umschwung. I. — Litcraturbericht. III. — Die Beschneidung von sanitätS-polizeilichem Standpunkte. Zeitirngsn achrichterr:Deutschland: Frankfurt am Main, Hannover, Hannover. Preußen: Cleve, Schmiegel, Danzig, Warmbrunn, aus dem Thüringischen. Spanien: Madrid. Italien: Venedig. Holland: Rotterdam. Leitende Artikel. Magdeburg, 30. April. Aufforderung an alle indischen Autoren. Durch den erfreulichen Erfolg, dessen sich unser Unternehmen zur Förderung der israelitischen Literatur zu rühmen hat, jetzt bereits 1200 Theilnehmer geftlnden zu haben, sind wir nunmehr im Stande, eine Aufforderung an die Zsraeliten, welche dem Iudcnthumc ihre Geisteskräfte vermittelst der Schrift gewidmet, oder doch zugewandt haben, zu richten, wie sie wohl noch niemals ergangen ist. Wir fordern diese auf, ihre Arbeiten uns einzusenden, um nach Maßgabe der vorhandenen Geldmittel und nach einer einfachen, unpartetischen Prüfung dieselben ans Licht gefördert, mit angemessenem Honorar belohnt, und sofort einem zahlreichen Publikum in die Hand gegeben zu sehen. In der That wird man vorurtheilslos es als ein sprechendes Zcugniß für die in den deutschen Inden lebendige Theilnahme ansehen müssen, wenn sich eine verhältnißmäßig so große Zahl derselben sofort bestimmt, ohne eine andere Garantie als den guten Gedanken, gewisse Mittel für die israelitische Literatur zu gewähren. Wenn das hiermit bewährte Vertrauen zum Theil Demjenigen gehört, welcher der Urheber des Znstituts zu sein das Glück hatte, so floß cs doch zu noch größerem Theile aus der Ueberzeugung, daß sich bedeutende Kräfte finden werden, um dem Unternehmen herrliche Früchte entsprießen zu lassen. Dieses Vertrauen muß gerechtfertigt werden. Zeder, der die Kraft in sich fühlt, etwas Würdiges zu schaffen, strenge sich an, um ein schönes Blatt dem zu windenden Ehrenkranze unsrer Literatur anzufügen. Man muß bedenken, daß das zu schaffende Institut seinen dauernden Bestand und sein fortgesetztes Wachschum nur durch die ausgezeichneten Werke erlangen kann, welche vermittelst desselben veröffentlicht werden. Dieser Umstand wird auch allgemein dafür bürgen, daß die Leiter des Unternehmens sich von jeder Parteilichkeit so fern wie möglich halten werden. Sie können ihren Ruhm nur in der Trefflichkeit der Erzeugnisse finden, welche durch sie an das Publikum vermittelt werden. Sollten sie sich von Gunst oder Ungunst, von Einseitigkeit oder Voransurtheil leiten lassen, so würden sie nicht blos das ganze Institut bald wieder zusammenbrechen sehen, sondern sich selbst das Urcheil gesprochen haben.

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