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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1855-04-30 · Heft 18 (30.4.1855) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
19 (1855)
Issue
Heft 18 (30.4.1855)
Date
1855-04-30
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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_i9. ^rs°ng. Allgemeine J^g-18» . Zeitung des Zu-enthums. Ein unparteiisches Organ fiir alles jüdische Interesse. Herausgegeben von Rabbiner Dr. Ludwig Philippfon in Magdeburg. Leipzig, den 30. April 1855. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Montag», und wird jährlich 78 Bogen in Quart incl. de« Titel». Register«, u. s. «. um. fassen. Zn Gemäßheit des Zwecke», derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mir 3 Tblr. für den Jahrgang: — 1 Tblr. 15 Ngr. (1 Tblr. 12 g<Sr.» für sechs Monate — 22'/r Ngr. (18 gGr., für da» Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen. Postämter und Zeitung» > Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere har sich die königl. sächs. Zeitungs-Expedition allhier unterzogeu. Inhalt. Leitende Artikel: Zum ersten Mai 1855. Die feste Gestaltung der projectirten israelitischen Literaturgesellschast. — Literaturberichte. II. — Ueber Ehescheidung vom Standpunkte des jüdischen EherechtS. — Münchner Brief. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Hamburg. Frankreich: Straßburg. Spanien: Madrid, Madrid, Madrid. Literarische Nachrichten: Leipzig. Leitende Artikel. Magdeburg, 20. April. Zum 1. Mai 1855. Die feste Gestaltung der projectirten israelitischen Literatur - Gesellschaft. Nachdem unsere „Aufforderung" durch einen großen Theil der europäischen Länder eine so warme und rege Theilnahme gefunden, wie wir sie so groß kaum selbst erwartet haben, nachdem die Zahl der Subicribenren schon nah' an 1100 gestiegen und noch fortwährend im Wachsen ist: so ist es an der Zeit, thatkräftig an die Ausfiihrung Hand zu legen. Wenn wir, lieber Leser, diesen Artikel „zum 1. Mai" scherschricbcn, so geschah es nicht — so nahe es auch läge — um hinzudeuten auf den Anfang jener erquicklichen, ja fast berauschenden Zeit, welche wir im Deutschen den Wonnemonat nennen, wo der nun entschiedene Frühling mit schöpferischem Zauberstabe überall hin Leben hervorruft — im Geiste unser eben zu beginnendes Werk als eine ähnliche Frühlingsschöpfung wiedererwachten Lebens vergleichend — sondern eine andere Ursache veranlaßte uns dazu, die der Leser dem Autor schon etwas Nachsehen muß. Am 1. Mai 1830 war es, wo der Schreiber dieser Zeilen die Vorrede zu seinem ersten selbstständigen Schrifttoerke Unterzeichnete. Es war die mit deutscher metrischer Uebersetzung, Einleitung und Anmerkungen versehene Ausgabe der Bruchstücke des jüdisch-griechischen Trauerspielvichters Ezekielos, welche der noch nicht achtzehnjährige Jüngling mit großem Fleiße und gutem Geschick veranstaltete, und die bei den Sachverständigen so gme Aufnahme fand, daß die Societät der Literaturzeitung zu Jena unter dem Präfidio des berühmten Philologen Eichstett ihn sofort zum ordentlichen, mitarbeitenden Mitgliede ernannte und das Diplom zufertigte. Es ist also ein 25jähriges Schriftstellerjubiläum, welches der Schreiber Dieses am genannten Tage feiert, in der Erinnerung an eine viclbewegte schriftstellerische Thätigkeit und in dem heißesten Danke gegen die göttliche Vorsehung, die ihm so manchen guten Erfolg gewährte. Möge es der Leser nicht für einen Zug der Eitelkeit ansehen, wenn wir die feste Gestaltung des schönen Jnstiturs, zu welchem uns so viele treffliche Männer ihre Mitwirkung geschenkt haben, an diesen Tag anknüpfen, mir der süßen Befriedigung, das Werk, welches wir vor so langer Zeit mit Eifer begannen, und ohne Unterlaß

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