Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 19 (1855)
- Issue
- Heft 11 (12.3.1855)
- Date
- 1855-03-12
- Page
- Seite 140 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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140 Haftungen, übertragen werden soll. — Jüdische Theologen, deren religiöse Uebe^eugung ihnen eine Wirksamkeit im Geiste und innerhalb der hiesigen jüdischen Reformgemeinde wünschenswerth macht, und die sich für befähigt halten, eine Stellung, wie die bezeichncte, würdig auszufullen, werden hierdurch aufgefordert, sich zunächst privatim an eines der Unterzeichneten Mitglieder der Commission zu wenden, die mit den vorbereitenden Schriften für die Ausführung des betreffenden Beschlusses beauftragt ist. Dieselben wollen hierbei über ihre Person, so wie über ihre bisherigen Leistungen ausführlich Mittheilung machen, und wo möglich zugleich die Mittel und Wege angeben, die zu einer näheren Auskunft hierüber zu fuhren geeignet scheinen. Berlin, den 1. März 1855. Carl Heyuraun, Commerzienrath, Heiligegeiststraße 7. I. W. Marckwald, Spandauerstr. 52. Adolph Meyer, Bellevüstr. n. Dr. Sternthal, Sanitätsrath, N. Fricdrichstr. 56. Dr. S. Stern, Oranienburgerftr. 34. Vaeanz. In der Synagogengemeinde zu Märkisch-Friedland ist die durch den Tod des Herrn vr. Coßmann erledigte Rabbinerstelle aufs Neue zu besetzen. Erfordernisse find: 1) talmudische Gelehrsamkeit, 2) Zeugnisse von zwei bekannten orthodoren Rabbinen über die Befähigung zur Entscheidung ritueller Fragen (ri-,rin), 3) Ausweis über moralischen und religiösen Lebenswandel, 4) Zeugnisse über akademische Ausbildung auf Gymnasien und Universitäten, 5) Befähigung als Prediger und Pädagoge. So befähigte Reflectanten wollen ihre Meldungen und Zeugnisse dem Unterzeichneten Vorstand portoftci zusenden. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde zu Märkisch-Friedlaud. Mehrere qualificirte Elementar- und Religionslehrer, die auch das Vorbeter-Amt zu versehen befihigt find, können sogleich in meinem Sprengel Stellen erhallen. Trier, den 18. Februar 1855. Der Oberrabbiner I. Kahn. (Hauslehrer gesucht!) Für 3 Knaben von 7 —12 Jahren ist Unterzeichnete beauftragt, Ostern 2. c. einen jungen, wissenschaftlich gebildeten, tüchtigen jüdischen Pädagogen, der auch der englischen und französischen Sprache mächtig, als Hauslehrer unter einem JahreSgehalt bei fteier Station von 200 Thlrn. Crt. zu engagiren. Die häusliche Stellung ist angenehm, in keiner Weise beengend und bewähret sich der Lehrer, so ist das Engagement ein 3 — 4jährigeS, daS Einkommen ein erhöhtes. Bewerber mögen ihre authentischen Zeugnisse portoftei baldigst einsenden der Buchhandlung von S. Berg in Bützow. Ein junger Mann, welcher der ftanzösischen und englischen Sprache kundig, in der Buchhaltung und allen Comptoir-Arbeiten völlig bewandert ist, und eine ausgezeichnete Hand schreibt, wünscht eine Stelle als Buchhalter, Correfpondent u. f. w. Anfragen unter Chiffre 0. zu beantworten, hat gütigst der Herr Dr. PhrlippfOtt in Magdeburg übernommen._ Der Unterzeichnete sucht für seinen 15jährigen Sohn eine Lehrlingsstelle in einem Droguen- oder Colonial-Waaren-En-groS-Geschäft. Derselbe hat Tertia des Gymnasiums verlassen, dann l1/* 3ahr in einer hiesigen Apotheke zu obigem Geschäfte sich vorbereitet , und ein anerkennendes Zeugniß sich erworben. Gesund, gewandt im Verkehr mit dem Publikum, ehrlich und treu, kann er sofort eintreten. Gern würde ich sehen, wenn er Tisch und Wohnung beim Principal fände. Grätz (im Grßh. Posen). Dr. Mofse, prakt. A^t. Am 27. Januar d.J. entschlief sanft nach langem schweren Leiden der Rabbiner Herr vr. Julius Coßmann hier. Der Unterzeichnete Vorstand erfiillt hiermit die traurige Pflicht, dieses betrübende Ereigniß in den weiten Kreisen jüdischer Leser bekannt zu machen, und einige Worte dankbarer Erinnerung daran zu knüpfen. Der Dahingeschiedene hat seit dem Jahre 1847 dem hiesigen Rabbinale vorgcstanden; seine Thätigkeit für Synagoge und Schule war für die Gemeinde eine segenbringende, und in der allgemeinen Liebe und Achtung sämmtlicher Mitglieder derselben erntete er den Lohn seines ftommen und redlichen StrebenS. Alle seine Handlungen trugen stets daS Gepräge wahrer Frömmigkeit und Milde, und ein immer wohlwollender und heiterer Sinn, der ihn unter den harten Prüfungen eines schweren und unheilbaren Leidens und bei den heftigsten körperlichen Schmerzen niemals verließ, gewann ihm die Herzen aller Derer, die ihn näher kannten. Im noch nicht vollendeten 37. Lebensjahre endete er nach dem unerforschlichen Rathschluß Gottes seine so herrlich begonnene, leider aber so kurze Laufbahn. Die Gemeinde beklagt in ihm einen vorzüglichen Rabbiner und Seelsorger, die Schule einen ausgezeichneten Lehrer, und jedes einzelne Mitglied einen lieben, theuern Freund. Märkisch-Friedland, den 25. Febr. 1855. Der Vorstand der Synagogen - Gemeinde. Jüdisches Vottsblatt Ro. 22. Deine Geschichte, o JudeIII.—Eine Familiengeschichte.—MiScelle. NB. Durch all« Buchhandlungen und Postämter zu beziehen. Jährlich: 1 Thlr. Vierteljährig »/* Tblr. Verlag von Baumgärtners Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschfeld. Verantwortlicher Redakteur: St, Stäbe.