Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 17 (1853)
- Issue
- Heft 51 (5.12.1853)
- Date
- 1853-12-05
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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ji/ni jftrf •* :' xm Jahrgang. Allgemeine No. LI Zeitung -es Zudcnthums. Eiu unparteiisches Organ für alles jüdische Zuteresse. Redaktion. Dr. Ludwig Philippson, Dr. D. Meyer, Rabbiner zu Magdeburg. verantwortlicher Redakteur. Leipzig, den 5. Dezember 1853. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 78 Bogen inQuart intt. des TitelS, Registers u. s.w. umfassen. Zn Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit S Thlr. für de« Jahrgang; — 1 2hlr. 15 Rgr. (1 Thlr. 12 g®r.) für sechs Monate—22'/* Ngr. (18 gGr.) für das Viertelj ihr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Erveditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedttion für beide Leiter» hat sich dir lönigl. sachs. Keitungs-Erpeditio» allhier unterzogen. Mit Januar 1854 beginnt die „Allgemeine Zeitung des Iudenthums" ihren achtzehnten Jahrgang. Indem wir um fortgesetzte Theilnahme und baldige Bestellung bitten, damit in der Zusendung keine Unterbrechung einttete, können wir die Fortführung in bisheriger Weise, so wie neue interessante Arbeiten, insonders auch wieder eine größere novellistische Dichtung versprechen. Die Medaktion. Inhalt. Leitende Artikel: An die Redaktion. — Die Verhandlungen der Stände in Holstein in der Judensrage. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Worms, Altona. Preußen: Breslau, Friedeberg. Oesterreichischer Kaiserstaat: Wien, Wien. Wien. Donaufürst enthümer: auS der Moldau. Abhandlungen verschiedenen Inhalts: Der Umgang mit Weisen. Eine Homelie. Leitende Artikel. Hamburg, 26. November. An die Redaktion .in Bezug auf die Threnodie in Rr. 48, (überschrieben: „von der Redaktion.") Menschliche Schwäche mag es allerdings entschuldigen, wenn der Murh bisweilen finkt, insbesondere der Muth, der nicht zum duldenden Schweigen, sondern zum periodischen Reden berufen, man darf wohl sagen, von der j Volksmajorität ernannt ist; und selbst die Arme MofiS | mußten ja von Freunden gestützt werden, um nicht niederzufinken. Allein bevor wir zugeben können, daß die Gefahr eine dringende, ja nur eine ungewöhnlich große fei, müssen wir ihre Tragweite prüfen, müssen — um kaufmännisch zu sprechen — Bilanz machen, und daS Debet und Kredit gegen einander abwägen. Und da blicken wir denn zuerst auf die Ueberfchrift unsrer Zeitung. Sie heißt nicht: preußische, nicht österreichische. nicht deutsche, nicht einmal europäische, sondern: allgemeine Zeitung des Judenthums. Und damit ist zugleich ihr Standpunkt angewiesen. Und wie stehen wir da? An den entferntesten Enden der Welt bilden sich jüdische Gemeinden, im Jnlanbe find in den letzten Jahrzehnden mehr Synagogen gebaut, als in eben so vielen Jahrhunderten zuvor. Stiftungen für das Wohlsein dürftiger Israeliten werden überall neu eröffnet und alle älteren werden reformirt und erhalten. Die Wissenschaft des JudenthumS wird gepflegt, und ihre Pfleger werden anerkannt wie nie zuvor. Die alterthümlichen Formen des Kultus werden entweder veredelt oder bewußtvoll ver» i ■ « U;;K!!