Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 17 (1853)
- Issue
- Heft 49 (28.11.1853)
- Date
- 1853-11-28
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 40. xvd. Zahrgaog. Allgemeine Zeitung des Judenthums. Eiu unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redaktion: j Dr. Ludwig Philippson, Dr. V. Meyer, | Rabbiner zu M agdeburg. verantwortlicher Redakteur. \ Leipzig, den 28. November 1853. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 78 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registers n. s.w. rnofaffe». In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit r Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate—22*/i Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämterund Ieitungs-Erveditionen nehmen Bestellungen an; der -Hauptspedition für beide Letztere hat sich di« königl. sachf. Keitungs-Erdeditio» allhier unterzogen. Inhalt. Leitende Artikel: An die Leser. — Die unterscheidenden Merkmale unsrer Religion. — Die Treue im Glauben. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Dow Rheine, aus Baiern. Preußen: Berlin, Berlin, Magdeburg, Bernstadt, aus dem Großherzogthum Posen. Oesterreichischer Kaiserstaat: Wien, Prag, auS Mähren, aus Mähren. Donaufürstenthümer: Jassy. Leitende Artikel. An die Leser. Mit dem 1. Januar 1854 beginnt die „Allgemeine Zeitung des Judenthums" ihren achtzehnten Jahrgang. Wenn wir den Freunden unserS Blattes neben dem herzlichen Danke für ihre dauernde Theilnahme daS Versprechen zurufen, mit immer frischer Energie, mir kräftigster Anstrengung für unser Blatt zu wirken, so hoffen wir, daß die geneigten Leser dies für keine bloße Phrase ansehen. Und darum genauen wir unS auch, unsere Gönner immer wieder um ihre nachhaltige Bemühung anzusprechen, der Zeitung durch ihre Mitwirkung und Befürwortung überallhin Eingang zu schaffen. Niemand wird dies für eine Bitte auS persönlichem Jntereffe erachten, sondern in Erwägung Dessen, waS die „Allg. Zeit, des Judenthums" für die heilige Sache unsrer Religion zu wirken sucht, wird Jeder darin | eine gerechte Forderung erkennen. Wir können daraus verweisen, daß diese- Blatt gerade im verflossenen Jahre einen kräftigen Aufschwung gewonnen, und allmälig daS ganze Terrän wieder erhält, welches die Wirren böser Jahre ihm geschmälert hatten. Es liegt allerdings eine Befriedigung darin, wie in glücklichen Tagen, wo so Viele im Uebermuthe blinder Zuversicht dieses Blatt schon für überflüssig wähnten, mit unermüdlicher Ausdauer ausgeharrt, und anderen Interessen nie so viel Dorgewicht eingeränmt zu haben, um unsre Bestrebungen und Aufgaben dafür hintenanzusetzen, so auch in schlimmeren Zeiten wieder zum Mittel- und Anhaltepunkt zu dienen. Die tiefe Ueberzeugung, wie sie im festen Ankergrund drS Geistes wurzelt, stählt die Hand, um für Recht und Wahrheit auf einem Wege rastlos zu wirken, der auch den Gegnern zuletzt Achtung gebieten muß. Möge dies bei unseren Glaubensgenossen um der heiligen Sache willen, welche Redaktion, Mitarbeiter und Theilnehmer vertteren, immer mehr Anerkennung finden. Sie vermöchten so viel, und — thun so wenig. Aber um so mehr mögen wir solche Worte diese- Mal an unsre Lesewelt richten, als wir gegen Ende dieser Jahres neben dieser Zeitung noch ein „Jüdisches Volksblatt" begründet haben. In den zwei Monaten seines Bestandes hat es sich schon einen schönen Kreis gewonnen, so daß seine Fortsetzung bereits gesichert ist. Die Bemühungen so vieler Ehrenmänner, wir nennen Herrn