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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1853-11-14 · Heft 47 (14.11.1853) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
17 (1853)
Issue
Heft 47 (14.11.1853)
Date
1853-11-14
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Allgemeine No. 4!9* des Zudcnthums. Eiu unparteiisches Organ für alles jüdische Juteresse. Redaktion: Dr. Ludwig Philippsou, Dir« V Meyer, Rabbiner zu Magdeburg. verantwortlicher Redakteur. Leipzig, den 14. November 1853. XTOL Jahrgang. Zeitung Diese Ieitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 78 Dogen in Quart inkl. des Titels, Registers«. s.w. umfasse«. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit r Thlr. für den Jahrgang-, — 1 Thlr. 15 Ngr. fl Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 221/* Ngr. (18 gGr.) für daS Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Ieitungs-Ervetitionen nehmen Bestellungen a»; der Hauptspeditioo für beide Letztere hat fich die königl. sachs. Ieitungs-Erpeditio» allhier unterzogen. Inhalt. Harscnklänge: Israel in den drei Zeiten der Menschheit. Ein Dorgesang. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Frankfurt. Preußen: Posen. Oestcrveichischer Kaiserssaal: Wien. Wien. Dänemark: Friedrichsssadt. Literarische Nachrichten: Hannover. Korrespondenz: Magdeburg: Reiseberichte. (Schluß.) Harfenklauge. Israel in den drei Zeiten der Menschheit. Ein Vorgesang.*) I. Der Wind rauscht durch die Haide, Ueber die Höh'n durch den Eichwald; Seine Strömung, bald heiß, bald kalt. Flieget über die nackte Scheide, Seine Stöße wirbeln den Staub auf. Wühlen vom Lager das welke Laub auf: Laub, das deckt und gedeckt wird. Wie Jahr auf Jahr gestreckt wird. Drunten vermodert, drüber fich ballend, Oben gewelkt und zerfallend. *) Dieses parabolische Gedicht bedarf für den Denkenden keiner besondern Erklärung; wir führen aber wohl den Gedanken einmal geschichtlich aus. vr. Philippsvn. Durch die Wüsten Pilger wandern, Pfadlose Wüsten, ein' nach der andern. Nur geschieden durch schmale Streifen, Wo urkräftiges Leben sprießt Aus dem Strome, der mächtig schießt, Und der Leu und der Tieger schweifen. Durch die Wüsten Pilger ziehen, Wohl schau'n sie am Tag nach der Sonne Glühen, In der Nacht nach den Hellen 'Sternen, Pfade zu finden zu den Fernen. Aber wenn fie die Wüfie durcheilten. Rastend in der Oase weilten. Betreten fie die Wüfie, die andre. Und der Führer rufet sein: Wandre! Erst die Wüfie, die sandbedeckte, Dann die Wüste, die steindurchstreckte, Und die dritte mit nacktem Ginster, Trübselig und finster. Hoch steiget des Sandsteins mächtige Säule. Wie vom Meißel geglättet die Wand, die steile. Vielgestaltig das Leben nachäffend. Formen, bald diese, bald jene treffend. Ob ihn stützet des Windes Gewalt, Die Jahrtausende ihn umstürmt? Doch ihn stützet gewölbter Basalt, Dem die Vorzeit ihn aufgethürmt.

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