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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1853-10-10 · Heft 42 (10.10.1853) · p. Seite 535

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
17 (1853)
Issue
Heft 42 (10.10.1853)
Date
1853-10-10
Page
Seite 535 (sequence 11)
Language
German
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535 langweilen. find , im Punkte der Abkü^ung nicht zu befriedigen, und ist überhaupt gar nicht auf fie zu zählen. Auch dieses Gebiet mag bei uns als Bauplatz zur spätern Erweiterung deS deutschen Gottesdienstes reservirt bleiben. Der Vorttag der Prophetenabschnitte, niasin in deutscher Sprache, und eine neue, bessere Auswahl derselben aus allen Büchern der heiligen Schrift, wie es in Frankfurt zur Ausführung gekommen, ist wünschenswerth, wenn diese schön vorgetragen, und so finnig erklärt werden können, wiedas dort Seitens des Rabbiners Stein geschieht. In einer Liturgie für ein ganzes Land aber, wo diese Pattie in den meisten Gemeinden den Vorbetern anheimsallen müßte, würde mit dieser Neuerung wenig Glück gemacht werden. WaS die deutschen Gebete anbelangt, so haben mich die in Frankfurt üblichen mehr angesprochen, als die hiesigen.*) Stein ist Dichter, Theolog und besitzt ein tief religiöses Gemüth. Er ist somit ganz geeignet zum Verfasser von Gebeten. Als Selbstverfasser konnte er Rücksicht nehmen auf die Stellen, bei welchen die Gebete einzuschalten waren und auf die Bedeutung des Tages. Unsre deutschen Gebete hingegen find aus einer, wenn auch an sich vorttefflichen Gebetsammlung entnommen, die ein in sich abgeschlossenes Ganze bilden. Die daraus entnommenen Gebete bilden nur Bruchstücke desselben, und find für die Sabbate noch besonders ungenügend, weil für den Abendgottesdienst gar nicht vorgesorgt ist, und weil fie die Bedeutung des Tages zu wenig hervorheben. Das Gebet na©; in deutscher Sprache vorgetragen, wie es in Frankfurt geschieht, wäre vielleicht auch geeigneter, als ein selbstständiges deutsches Gebet, das, wie bei uns, nach rDn©*' eingeschaltet wird. (Schluß folgt.) Kurios« ur. Wie so kommt eS, daß der gelehrte DukeS in seinem Hefte: Zur rabbinischen Spruchkunde (mit seiner „Blumenlese" ein sehr verdienstvolles Werk!) Seite 56 -i'rp den Satz: '721 *ps*»*n •sa rt;n als ein rabbinisches Sprüchwort (aus Jalkut) anführt, während es einfach ein Spruch aus den Sprüch. Salm. 23, 26. ist? *) Sie find aus der in Frankfurt erschienenen Sammlung von Auerbach und Jost. Neueren MisfionSblätter erklären die chinesischen Rebellen fiir — Juden, und zwar weil fie beim Theetrinken Etwas Gott zum Opfer bringen.'! Anzeige«. In der hiesigen jüdischen Gemeinde soll zum 1. April 1854 die Stelle eines zweiten Kultusbeamren anderweitig besetzt werden. Bei einem Firum von 250 Thlr. nebst freier Amtswohnung und sonstigen Nebeneinkünsten, bestehen die Funktionen dieses Beamten im Borbeten und Schlachten •)7n und am©). Qualifizirte verheirathete Bewerber wollen ihre Zeugnisse bis zum 1. Dezember d. I. portofrei an unS einsenden. Stargard in Pommern, 23. August 1853. Der Vorstand der jüdischen Gemeinde. Carl Levin. H. Meyer jun. M. L. Rersemann. In der hiesigen jüdischen Gemeinde wird zum 1. April 1854 die Stelle eine Predigers und Lehrers vakant. Außer steier Amtswohnung und Nebeneinkünfte, ist diese Stelle mit einem Gehalt von 300 Thalern firirt. O-ualifizitte Bewerber — jedoch nur verheirathete — mit Hathorath haroah versehen, wollen ihre Zeugnisse bis zum 1. Dezember d. I. portofrei an unS einsenden. Stargard in Pommern, 23. August 1853. Der Vorstand der jüdischen Gemeinde. Carl Levin. H. Meyer jun. M. L. Reisemann. Eine kleine israelitische Gemeinde in einem elsasfischen Städtchen nahe an Basel, wo Deutsch und Französisch gesprochen wird, sucht einen Lehrer, der zugleich den Vorsängerdienst zu verrichten hat. Die jährliche Besoldung ist (200) zweihundert Gulden nebst freier Kost und Wohnung. Nur unverheirathete Kandidaten werden angenommen. Hierauf Reflektirende haben Anmeldung und Zeugnisse portostei einzusenden an L. Rues, in der Kanne in Basel. Anzeige. Unterzeichneter beehrt sich hiermit israelittfche Eltern und Vormünder zu benachrichtigen, daß derselbe noch einige Knaben in seiner Unterrichts- und Penfionsanstalt austunehmen wünscht. Außer dem Unterrichte in den Religions- und deutschen Fächern, der Arithmettk, den Realien, der englischen und stanzöfischen Sprache, ist den Zöglingen noch Gelegenheit geboten, sich sur das mer-

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