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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1853-10-10 · Heft 42 (10.10.1853) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
17 (1853)
Issue
Heft 42 (10.10.1853)
Date
1853-10-10
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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xvn. Z-hrg-ng. Allgemeine No. 4L. Zeitung des Zudenthums. Ei» unparteiisches Drgau für alles jüdische Interesse. Redaktion: Dr. Ludwig Philippson, Dr. V. Meyer, Rabbiner zu Magdeburg. verantwortlicher Redakteur. Leipzig, den 10. Oktober 1853. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 78 Bogen inQuart inkl. des Titels, Registers u. s.w. umfassen. Ja Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Rgr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22>/r Ngr. (18 g®r.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die königl. sächs. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen.- Inhalt. Leitende Artikel: Der Religionsunterricht. — Das jüdische Volksblatt. — Dogmen oder nicht? HI. Zeitungsnachrichtent Deutsch land: Frankfurt, Frankfurt, Wangen. Preußen: Berlin,Bonn. Oesterreichischer Kaiserstaat: Wien, Wien. Großbritanien: London. Literarische Nachrichten: Magdeburg. Korrespondenz: Magdeburg: Reiseberichte. (Fortsetzung.) — Lengsfeld, Kultusreform. (Fortsetzung.) Kuriosum. Leitende Artikel. Magdeburg, 2. Oktober. Der Religionsunterricht. In der letzten Stunde des Synagogenjahres (HS-) schüttet man wohl gern noch einmal das Herz dessen aus, wessen eS am vollsten ist. Und so lasset mich, theure Leser, auch heute abermals des Gegenstandes gedenken, der Eurer Auftnerksamkeit nicht genug empfohlen werden kann. 3ch meine den Religionsunterricht, und zwar in geordneten Religionsschulen. Zch gestatte mir zuvörderst einige Worte hier anzuführen, die ich jüngst in der großem „Einleitung" zur zweiten Ausgabe meines „israelitischen Predigt- und Schulmagazins" über dieses Thema gebrauchte. „Noch heute wie vor zwanzig Jahren ist die regelmäßige israelitische Religionsschule, um dem Religionsunterrichte einen genügenden breiten Raum zu gewähren und einen ordnungsmäßigen Charakter zu geben, das, worauf ich aller Orten dringe. Nur keinen Privatreligionsunterricht: nur keinen Religionsunterricht in „Stunden"'. Ich kenne aus langer Erfahrung die ungeheuren Schwierigkeiten der Religionsschule, die beschrankte Zeit, die Fülle der Gegenstände, die Vereinigung aus allen Schularten, Hintansetzung der Religionsschule und der aus ihr erschließenden häuslichen Arbeiten von Seiten der Eltem, die mannigfaltigen Anforderungen nach dem buntscheckigen Religionskoder der Eltem u. s. s. — aber alle diese Schwierigkeiten müssen besiegt werden. Denn je mehr die Kultübungen aus den Häusem der Juden schwinden, je weniger schnell die Synagoge sich den Forderungen der von ihren Eltem selbst ganz anders erzogenen Jugend fügt, je verallgemeinender das Leben auf die Jugend wirkt — desto mehr wird die Religionsschule zum unentbehrlichen Eckstein deS Judenthums."*) Es versteht sich von selbst, daß die „Religionsschule" nur da eintrilt, wo keine jüdische Schule eristirt. In jüdischen Schulen muß natürlich dem Religionsunterrichte ein genügender Raum gewährt werden, doch find da die Einrichtungen so zu treffen, daß auch jüdische Schüler andrer Schulen des Ortes daran Theil nehmen können. Diese Bemerkung ist nicht ganz unnütz, denn ich kenne jüdische Schulen, wo kein Wörtchen Hebräisch *) Wer Nähereüber die Einrichtungen, Gegenstände ff. der Religionsschule Nachlesen will, findet dieS in der angeführten 2. Ausgabe meines „Predigt- und Schul- MagazinS." Baumgartner, 1853.

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