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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1853-08-15 · Heft 34 (15.8.1853) · p. Seite 431

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
17 (1853)
Issue
Heft 34 (15.8.1853)
Date
1853-08-15
Page
Seite 431 (sequence 13)
Language
German
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431 In hiesiger israelitischer Gemeinde kann ein unverheiralheler eraminirter Lehrer, Vorsänger und Schächter (mit Ausnahme eines Cohens) sofort Anstellung finden. Das jährliche Salair ist 200 Thlr. pr. Crt. Fixum. Hierauf Reflektirende können ihre Zeugnific an untenstehende Adresse portofrei cinscndcn. Glückstadt, den 31. Juli 1853. P. D. Selcke, pu Präses. H. M. Heymann, pl. Kassircr. Die israelitische Gemeinde in Bär walde in Pommern wünscht zu ->""8 rih einen anio, Chasan und Religionslchrcr, der gule Zeugnisse hat, zu rngagiren. Sein fixer Gehalt ist 150 Thlr. Reflektirende können aus portofreie Briefe das Nähere wie auch über die Ncbeneinkünfte erfahren. Der Vorstand: Mayer Lewinberg. Peritz Lefevre. Vakanz. November d. I. ist eine Lehrerstelle an der Gcmeindcschule Hierselbst zu besetzen. Das jährliche Einkommen beträgt 280 Reichsthaler Pr.-Crt. und die Unterrichrsertheilung erstreckt sich blos auf die oberen Klassen. Bewerber wollen ihre Anmeldungen nebst Befähigungszeugniffen dem Unterzeichneten Vorstande baldmöglichst zukommen lassen; wobei noch zu bemerken ist, daß die Besetzung mit einer vom Herrn Landrabbiner abzuhaltenden Prüfung verbunden ist, und daß auf unvcrhciraihete Personen besonders reflckrirt wird. Emden, den 13. Juli 1853. Der lKemeindcvorstand. Benjamin E van Clecf. Jacob W. Norden. Gottfried I. Nordheim. Ein musikalisch gebildeter der zugleich tanvo und R~np sein muß, kann bei einem definitiven jährlichen Gehalt von 300 Thlr. sofort cngagirt werden. Meldungen, wie nachher Probcablegung müssen franko erfolgen. Myslowitz, Oberschlefien, im Juli 1853. Der Synagogen-Vorstaud M. Hamburger. H. Knynitzky. In meiner Tuch- und Manufakturwaaren-Handlung können sofort ein oder zwei Lehrlinge, Söhne anständiger Familien, unter annehmbaren Bedingungen placirt werden. Tüchtige Schulkcnntuisse und besonderer Eifer zum Geschäft sind erforderlick; auch wird außer der praktischen Anleitung gründlicher Unterricht in den Handlungs- Wissenschaften — auf Verlangen auch in der englischen Sprache — errheilt. Auf portofreie Anfragen bin ich gern erbötig, Näheres mitzuthcilen. C. WaHl juu., in Frankenhausen, Thüringen. Das israelitische Erziehungs- und Bildungsinstitut für Knaben von M. Schwarzauer, so wie das für Mädchen gebildeter Eltern von Madame Schwarzauer in Dresden ist fortwährend in den Stand gesetzt, neue Zöglinge aufzunchmen. Durch die Mitwirkung tüchtiger Lehrer, hat dasselbe in der Zeit seines cilfjährigcn Bestehens dahingrstrebt, Jünglinge für kaufmännischen und technischen Beruf auszubiltcn, so wie beziehentlich der Fachwissenschaften, für die höhcrn Klassen des Gymnasiums und der Polytechnik vorzubereiten. Es darf daher dieses Institut um so mehr das Vertrauen israelitischer Eltern in Anspruch nehmen, als bereits eine Anzahl Jünglinge, wohlzebildct für den verschiedensten Beruf, dasselbe verlassen haben; und dem Direktor desselben, in seiner 25jährigen pädagogischen Thangkcit, bereits Gelehrte der mannigfaltigsten Wirkungskreise die Anregung und Grundlage ihrer Bildung verdanken. Eben so erfreuliche Resultate hat daS theilweisc damit verbundene Institut fürMädchcn der Madame Schwarzauer erzielt. Durch eine gesunde und reizende Lage des Instituts , durch Turnübungen und täglicher Bewegung im Freren ist für die körperliche Ausbildung die entsprechendste Sorge getragen. Eben so wird durch Musik- und Tanzunrerrichl, durch ein echt religiös-sittliches Familienleben für Gemüth und Geist das erwünschte Ziel erreicht. Den fick dafür Jnteressircnden gicbr auf frankirre Briefe jegliche nähere -Auskunft der Vorstand des Instituts. Ich habe durch längere Zeit Gelegenheit gehabt, das Institut des Herrn Schwarzauer zu beobachten, und frenc mich meine Anerkennung der Leistungen dieser Anstalt aussprechcn zu können. Sie ist von echt religiösem und sittlichem Geiste getragen, und es wachen Herr und Madame Schwarzauer mit der angestrengtesten Sorgfalt über daS Seelen- und Körperwohl der ihnen anvertrauten Zöglinqe. Bei den mehrfachen Religionsprüfungen, die die Schüler des Herrn Schwarzauer bei mir ablegten, traten mir in deren mannigfaltigem Wissen, treuliche Anzeichen des redlichen, aufrichtigen Fleißes des Lehrers entgegen. Diese Wahrnehmung bietet sich überhaupt in der Leitung des ganzen Instituts dar: und so glaube ich mir vollem Rechte israelitischen Eltern denen daS religiöse und sittliche Wohl ihrer Kinder, wie deren wissenschaftliche Bildung am Herzen liegt, diese Anstalt als eine der vorzüglichsten empfehlen zu können. Dresden, den 20. Juli 1853. Dr. Z. Frankel, Oberrabbinrr.

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