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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1853-05-02 · Heft 19 (2.5.1853) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
17 (1853)
Issue
Heft 19 (2.5.1853)
Date
1853-05-02
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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xvn. Jahrgang. Allgemeine No. IS. Zeitung des Zudenthums. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redaktion: »r. Ludwig Philippson, Dr. V. Meyer, Rabbiner z« Magdeburg. verantwortlicher Redakteur. Leipzig, den 2. Mai 1853. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 78 Bogen in Quart inkl. des Titels, Regisrers u. s. w. »mfaffen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang: — 1 Thlr. 15 Ästgr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate—22'/- Ngr. <18 gGr.» für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Erpetitionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat fich die königl. sächs. Ieitungs-Erpedition allhier unterzogen. Inhalt. Leitender Artikel: Reden für den Glauben. Erstes Wort. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Baiern, aus Baden, Laupheim. Preußen: Berlin, Pleß. Oesterreichischer Kaiserstaat: Sambor. Frankreich: Straßburg. Großbritanien: London. Belgien: Brüssel. Donaufürstenthümer: aus der Moldau. Abhandlungen verschiedenen Inhalts: Vergleichende Studien über den Talmud, von D. Oppenheim, Rabbiner in Jamnitz. (Fortsetzung.) Literarische Nachrichten: Eulm. Leitender Artikel. Magdeburg, 25. April. Reden für der» Glauben. Erstes Wort. An das Schriftstück (2 M. 12, 21. ff.), wo Seitens der Söhne Israels in Egypten von einem so besondern Erweise des fich hingehenden Glaubens berichtet wird, anknüpfcnd, spricht fich ein Midrasch (Mechiltha) folgendermaßen aus: N72«73 172 "csb rtticsn nn« i-nsra yt7375N 33 (1 nrn Tb? it-rania «nrr •'«“373 rrm „Wer ein Gebot im Glauben rhuet vor dem, der da sprach und es wurde die Welt, der ist würdig, daß aus ihm wohne der heilige Geist." Nrr-. tjbrpi- 73V «Via ct-rosa «2:772 nrirr pi (2 : n:i72« N2D2 «r« «arr 3b7?ri7 „So finden wir bei Abraham, daß er daS diesseitige und jenseitige Leben nur wegen des Glaubens erwarb." “orsa ütbfit 8«*773-' 7^2«S2 «373 «LI 72 NN« pi (3 :NN72« „So finden wir, daß die Israeliten erlöset wurden nur um des Glaubens willen" — wie Ieschaj. ausrufet (26, 2.): 2*3772« *77273 p*H3S T2 «3T 7NN2 „Oeffnet die Pforten, daß hindurch gehe ein gerechtes Volk, wahrend den Glauben;" und Jirmej. (5, 3.): N2772«v «rn “pr? 'n „Ewiger, Deine Augen, find sic nicht auf den Glaugerichtet?" und der Psalmist (31, 24.): 'n NL72 2^2772« „Die Glaubenden wahret der Ewige.'" „Wer ein Gebot im Glauben thut, sagt der Midrasch zuerst, der ist würdig, daß der heil. Geist auf ihm ruhe", und in der That, m. Fr., der Glaube, nicht ein schwankender, sondern ein felsenfester, durch und durch erfüllender Glaube ist die Quelle aller Begeisterung, die Quelle alles Edelsinnes, und darum aller hohen, bedeutenden That. Wie natürlich. Der Zweifel zersetzt und kühlt ab, macht ftostig und eisig; die Gleichgiltigkeit ist wie dürrer Sand, unfruchtbar; aber der Glaube begeistert, der Glaube macht sicher des Zieles, der Glaube stählt bis zum Lode, der Glaube irret nicht rechts und nicht links, er verfolgt seinen Weg unablässig, -iS er das

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