Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 17 (1853)
- Issue
- Heft 16 (11.4.1853)
- Date
- 1853-04-11
- Page
- Seite 200 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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200 und Schächter sein, und gottesdienstliche Vorträge in deutscher Sprache zu halten versteht, unter sehr annehmbaren Bedingungen Engagement. Bewerber, die Lurch genügende OualifikationS - und MoralitätSzeugnisse fich auSweisen können, und die Prüfung vor dem Landrabbiner zu bestehen haben, belieben fich ungesäumt an den unte^eichneten Vorstand zu wenden. Mirow (Mecklenburg-Strelitz), im Februar 1853. M. Herzfeld. Durch Berufung unserS frühem Gemeindelehrers nach Frankfurt a. M. ist diese Stelle vakant geworden, und soll dieselbe baldmöglichst wieder besetzt werdm. Hierauf Restektirende wollen sich durch portofreie Briefe anhero wendm. Norden, den 21. MäiH 1853. Der Schulvorstand. M. Bargebuhr. Für 4 Knaben im Alter von 6—9 Zähren wünsche ich einm unverheiratheten Hauslehrer zu engagiren. Derselbe soll in -f-n und «nru gut verfirt, und außerdem befähigt sein, die Knaben in allen Lehrgegenständen nach Tertia, mindestens nach Quarta bringen zu können. Die Stelle kann sofort angetreten werden. Die erforderlichm Zeugnisse find an mich einzusenden. H. M. Frourberg in Johannis bürg bei Königsberg i. Pr. Literarische Anzeigen. Im Verlage des Unterzeichneten ist erschienen und versandt: Die Zeitrechnung der Babylonier und Assyrer. Nebst drei Exkursen: I. Ueber die Abfassungszeit des Buches Habakuk. — II. Ueber die Sonnenfinsterniss des Thaies. — III. Ueber das Jahr der Zerstörung Ninive’s, und die Uebereinstimmung der biblischen Nachrichten aus der Periode des ersten Tempels mit der Zeitgeschichte; begleitet von drei Nebenexkursen: I. Ueber den Zeitraum der babylonischen Gefangenschaft. — II. Ueber die historische Glaubwürdigkeit des Buches Judith. — III. Ueber den Apiskreis, und einer Zeittafel. Von Johannes v. Gumpach. gr. 8. geh. Thlr. 1. 5 Sgr. oder ü. 2. Diese Schrift wird einem gelehrten Publikum nicht besser empfohlen werden können, als durch die Andeutung ihrer wichtigeren Gesammtresultate. Einestheils betreffen dieselben die Zeitrechnung oder das Kalenderwesen der Babylonier und Assyrer, anderntheils die Z eitfol ge ihrer Geschichte. Jene wird hier zum Erstenmale von dem Herrn Verfasser in allem Wesentlichen vollständig entwickelt und begründet; diese zum Erstenmal in ihrem richtigen Verhältniss zur Zeitgeschichte dargestellt, und zwar unter dem Nachweis der vollkommensten Uebereinstimmung der biblischen mit den sämmtlichen Profanquellen. Daneben wird gezeigt, dass der alttestamentliche Name „Chaldäer“ nichts anders als eine dynastische Bezeichnung des babylonischen Volkes ist: dass die fremden Horden, deren nahenden Einfall in Palästina der Prophet Habakuk weissagt, nicht die Chaldäer, sondern dieScythen waren; dass der Ursprung des Apiskreises mit der Aere des Menephtes und der entsprechenden Epoche der Sothisperiode zusammentrifft etc., indem die vielen sonstigen Ergebnisse, welche sich diesen anschliessen, hier keine nähere Angabe gestatten. Mit Recht glaubt die Verlagshandlung deshalb Theologen, Geschichts- und Alterthumsforscher auf das obige Werkchen aufmerksam machen zu dürfen. Hilfsbuch der rechnenden Chronologie, oder Largeteau’s abgekürzte Sonnen- und Mondtafeln, zum Handgebrauch für Astronomen, Chronologen, Geschichtsforscher und Andere herausgegeben, erweitert und erklärt, nebst Beispielen ihrer praktischen Anwendung. Von Johannes v. Gumpach. gr. 8. geh. 20 Sgr. oder fl. 1. 12 kr. Was für die Sprache die Grammatik, ist die Chronologie für die Geschichte, und die Astronomie wiederum für die Chronologie: denn der Zeitrechnung aller Völker liegen die Bewegungen der Weltkörper unsers Sonnensystems zu Grunde. Deshalb ist auch die astronomische Chronologie die Basis der chronologischen Wissenschaft, und ihre Kenntniss die erste Bedingung der altern Geschichtsforschung. Sie zerfallt in zwei Theile: den theoretischen und den praktischen oder rechnendenTheil. Ein Hilfsbuch für den letztem will die gegenwärtige kleine Schrift sein. Inhalt: Die Sonnentafeln. — Die Mondtafeln. — Geographische Ortsbestimmungen. — Vergleichende Zusammenstellung der gebräuchlichsten Acren. — Einrichtung und Gebrauch der Tafeln. — Beispiele zur Anwendung der Tafeln auf die Geschichte: I. Ueber die Sonnenfinsterniss des Schu-king. — II. Ueber den Todestag Nero*s und seiner drei unmittelbaren Nachfolger. — IIL Ueber das Todesjahr Antiochus VII. — IV. Ueber den Geblüts- und Todestag Jesu. — V. Ueber die Epoche des Apiskreises.— Ueber das Jahr der Eroberung Taxacilä’s durch G'anam&g' aja. Heidelberg, April 1853. C. B. üKolir. Bei Rob. Voigtländer in Kreuznach ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Handbüchlein für hebräische Leseschüler. Eine methodisch bearbeitete hebräische Lesefibel von Emauuel Hecht. Dritte verbesserte und mit methodisch geordneten kalligraphischen Vorschriften für die jüdische Kurrentschrift vermehrten Auflage. Preis ä Zlh Sgr.; in Partieen billiger. Berichtigung. In der No. 13, 14, 15 abgedruckten Anzeige von Herrn Rabbiner Arnheim in Glogau muß eS Zeile 3 von oben anstatt „bezieht" „bereiten läßt" heißen. Verlag von BaurugärtuerS Buchhandlung in Leipzig. — Druck von Z. B. Hirschfeld