Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 17 (1853)
- Issue
- Heft 6 (31.1.1853)
- Date
- 1853-01-31
- Page
- Seite 75 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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75 Das war die letzte Erzählung, die mir Jochim der Lehrer vortrug. Ich verreiste bald darauf, und bei meiner Rückkehr war Jochim verstorben und begraben. Es thut mir doppelt leid, daß ich bei seinem Tode uicht zugegen war, da ich denn doch erfahren hätte, warum die zweiten zehn Jahre vom Malach hammoves nicht eingehalten worden ... sollte Jochim es ausdrücklich erwünscht haben? Dann hält' ich ihn, so ich anwesend gewesen wäre, davon zurückgehalten ... um unsertwillen. Seine „Schmachtstimme" ist nun verhallt, ich werde fie nie wieder hören._ Anzeigen. Zum März c. wird die Stelle eines Lehrers und Kantors allhier vakant. Nicht zu umfassende, aber tüchtige Kenntnisse und Berufstreue werden gefordert. 180 Thlr. Gehalt und freie, sehr freundlich meublirte Wohnung. Lippstadt, im Januar 1853. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde. A. Rofenbauur. A. Gründauur. L. Bacharach. Vakanz. Die israelitische korporirte Gemeinde zu Egeln bei Magdeburg sucht zum 1. Mai d. I. einen tüchtigen Religionslehrer, Dorbeter und Schächter. Gehall: 100 Thlr. Fixum, sseie Wohnung und etwa 50 Thlr. Nebeneinkünste. Hierauf Refleklirende haben sich unter Einsendung ihrer Zeugnisse in portosteien Briefen bis Ende Februar c. an den Unterzeichneten zu wenden. Egeln bei Magdeburg, den 17. Januar 1853. Der Vorstand. S. Blumenthal. Aufforderung. Wenn durch den Tod des Lehrers Wagner die Stelle eines Lehrers an der hiesigen israelitischen Schule vakant geworden ist, welche nach Beschluß des Schulkollegii vorläufig auf ein Jahr interimistisch besetzt werden soll, so werden hierdurch diejenigen, die zur Uebernahme dieser Stelle, womit ein Gehalt von 6OO Mk. Krt. jährlich verbunden ist, bereit sein möchten, aufgefordert, innerhalb 4 Wochen 6sto ihre Zeugnisse portostei an das Unterzeichnete Schulkollegium einzusenden. Friedrichstadt, 1. Januar 1853. Das Schulkolleginm der israel. Gemeinde. Die hiesige Gemeinde sucht zum nächsten -,72t (Ostern) einen unverheiratheten Schächter, der zugleich Lehrer und Vorbeter ist. Gehalt 80 Thlr. nebst freier Wohnung, Mittagstisch und Heizung. Portofreie Meldungen erbittet Stralsund, im Januar 1853. Der Vorstand A. Wertheim. Zu Ostern oder spätestens rh dieses Jahres wird ein Schächter, der auch zugleich als GehilfSvorbeter, Synagogendiener und Gemeindebote fungiren muß und Zeugnisse über seinen untadelhaften religiös-sittlichen Lebenswandel und Befähigung zu diesem Amte beibringen kann, für die hiesige Gemeinde gesucht. DaS jährliche Gehalt ist auf 130 Thlr. pr. Krt. nebst steier Wohnung und Heizung festgesetzt. Reflektanten belieben sich baldigst bei dem Unterzeichneten Vorstand zu melden. Güstrow im Großherzogthum Mecklenburg-Schwerin, im Januar 1853. Im Namen des Vorstandes der hiesigen israel. Gemeinde. M. I. Nathanfo«. Vakanz in Hoyr». Zu Michaelis d. I. in'-, kann bei hiesiger israelitischer Gemeinde ein geprüfter Religionslehrer, der zugleich yrn und amo sein muß, placirt werden. Gehalt und Akzibentien circa 180 Thlr. Befähigte Bewerber haben sich von Ostern ab persönlich zu melden, und wird noch bemerkt, daß Reisekosten nicht vergütet werden. Hoym in Anhalt, im Januar 1853. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde. Handelsinstitut in Bonn am Rhein. Mit dem 15. Mai 1853 eröffnet der Unterzeichnete in Bonn ein Handelsinstitut sür israelitische Knaben. — Das Nähere darüber ist aus dem „Prospektus" zu ersehen, welcher von den Herren Rabbinen vr. Philipps o n in Magdeburg, vr. G e i g e r in Breslau, vr. Klein in Stolp und von dem Unterzeichneten in Bonn zu beziehen ist. Eduard Wolsfberg. CiF" In ein Putzgeschäft, wo Sonnabend geschlossen ist, wünscht ein selbstständiges Mädchen als Direktrice einzutreten; 2 Jahre in einem Geschäft als Solche praktisch zur Zufriedenheit sich befindend, könnte sie noch länger verbleiben, wenn sie sich nicht zu verbessern gedächte. Zu erftagen bei Herrn Dr. Philippfon in Magdeburg.