Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 17 (1853)
- Issue
- Heft 4 (17.1.1853)
- Date
- 1853-01-17
- Page
- Seite 49 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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49 Anzeigen. Zum 1. Mai d. I. soll die hierorts vakant gewordene Rabbiner- und Predigerstclle wieder besetzt werden. Mit dieser Stelle ist ein jährliches Firum von 500 Thlr. verbunden. Die hieraus reflektirenden Bewerber müssen naturalifirte Preußen sein, das höhere pädagogische Examen in Preußen gemacht haben, und Befähigungszcugniffe von anerkannten rabbinischcn Autoritäten besitzen. Die Meldung geschieht an den Unterzeichneten Vorstand, bei welchem auch die Qualifikationsatteste cinzureichen find. Wer zu einer Probepredigt aufgcfordert wird hat auf Reisekostenentschädigung keine Ansprüche zu machen. Oppeln, den 5. Januar 1853. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde. Zur Erläuterung der in No. 47—49 der Allg. Ztg. deS JudemhumS erlassenen Bekanntmachung, betreffend die Besetzung der zu Ostern hier vakant werdenden Stelle eines Kantors rc., fügen wir hinzu, daß dieses Amt außer dem angeführten Fixum von 250 Thlr. noch jährlich an extraordinären Einkünften eine nachgewiesene DurchschnittSsumme von 175 Thlr. einträgt. Außer diesem bewilligt die Gemeinde zu einem Substitute bei dem Schächterdienste, für dessen Leistungen als Gemeinde- und Synagogendiener, und für das von dem Kantor zu haltende Schullokal einen jährlichen Zuschuß von resp. 25 und 20 Thlr., behält fich auch, bei anerkannt vorzüglicher Leistung in dem Schulunterrichte, und namentlich bei vollständig fehlerfreiem, grammatikalisch richtigem deutschen Sprachgebrauch, eine Gratifikation von 25 Thlr. pr. anno vor. Auch bietet das hiefige nicht unbedeutende Gymnafium eine Aussicht auf jüdische Pensionäre. — Als nachträgliche Beringung führen wir an, daß die Reflektanten bereits als Kantoren einem zeitgemäßen geregelten Gottesdienste mit Chorbegleitung vorgestanden haben müssen, und eine Probeleistung am hiesigen Orte unerläßlich ist, wofür der Gewählte nach Erwägung der Entfernung 5 bis 10 Thlr. Entschädigung erhält. Die Besetzung dieses Amtes kann auch ausnahmsweise erst vom 1. Juli k. I. geschehen. Reflektanten belieben nächst der Einsendung ihrer Zeugnisse noch den Sabbat zu bestimmen, an welchem sie zur Probeleistung hier Herkommen könnten. DaS Engagement ist vorläufig auf 3 Jahre. Schweidnitz, den 20. Dezember 1852. Die Vorsteher hiesiger israelit. Gemeinde. W. Kassel. I. Rosenthal in Vertretung. CZ.r' Durch die Berufung nnscrs verehrten Herrn Rabbiners und Oberlehrers vr. Lippmann als Distriktsrabbiner nach Kissingen ist die hiefige Stelle vakant. Bewerber um dieselbe wollen fich unter srrnkirter Einsendung ihrer Zeugnisse an den hiesigen israelitischen Gemcindevorstanb wenden. Auf tüchtige Schulkennmisse und Lchrfähizkeit wird besonders gesehen. Aurich (OstfricSland), den 8. Dezember 1852. C^F* Die ausgeschriebene Vakanz bei hiesiger Gemeinde ist durch das Verbleiben unsers bisherigen Predigers unv Lehrers wieder erledigt. Stavcnhage, 3. Januar 1853. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde. Moritz Meyer, Sekretär. C^T' Ein israelitischer unverhkiratheter junger Mann, der eine gure Baßstimme und etwas Mufikkenntniffe besitzt, sinder ein Engagement als Bassist beim Unterzeichneten. Das Firum ist mit 150 Thlr. jährlich außer Nebcneinkünflen. Meldungen, um Näheres darüber zu erfahren, werden nur in srankirten Briefen bis spätestens zum 15. Februar dieses Jahres angenommen. Königsberg i. Pr., 1. Januar 1853. H. Weintrarrh, Kantor. '8981 '°Ms 2ratzrs!uuvtzo§; uw 'briuvcx m UH0A *23$ P9 urzairgtz uamiojaoct m uzgzzru ni fpil urgrzirg rguaaitzzfisjx znvarttz- 'tgvr§> urmr^z um» m rui^njjaagjg Sjv dunbirtvPtsK sguasnog aup rzotzaz — 'jjia» ufUr} un -nact tpjl a,g 'jqnab srwchtZG srg uacpuvaA ua^v u> 'uoü -Utua^f aachugnl atjitzavrauPUnzf rakizchnr Handelsinstitut in Bonn am Rhein. Mit dem 15. Mai 1853 eröffnet der Unterzeichnete in Bonn ein Hankelsinstitut für israelitische Knaben. — Das Nähere darüber ist aus dem „Prospektus" zu ersehen, welcher von den Herren Rabbinen vr. Philippson in Magdeburg, vr. Geiger in Breslau, vr. Klein in Stolp und von dem Unterzeichneten in Bonn zu beziehen ist. Eduard Wolsfberg. Eine anständige Familie israelitischer Konfession wünscht eine Stelle für ein Mädchen von übrigens guter Erziehung und angenehmen Aeußern, wodurch selbige Gelegenheit hätte, in einer umfangreichen Haushaltung und unter Anleitung einer tüchtigen HauSirau zu allen häuslichen Arbeiten angehalten, beziehungsweise unterrichtet zu werden. Auf Gehalt wird natürlicherweise kein Anspruch gemacht, jedoch aus gute Behandlung; allenfalls könnte auch Kostgeld bezahlt werden. Nähere Auskunft ertheilt auf frankirre Briefe die Redaktion des Eschweger Wochenblatts in Kurheffen.