Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 1 (1837)
- Issue
- Heft 82 (10.10.1837)
- Date
- 1837-10-10
- Page
- Seite 328 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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neueren Zeit kein Unternehmen dem eben gedachten an die Seite I Die Stellen sind nicht mehr mit hebräischen Buchstaben, sondern zu stellen vermag, gegenwärtig eine ausführlichere Charakter:- | mit römischen und arabischen Ziffern citirt. Die überschriftlichen hpfiWhpn fc.pr sn neben, und werden WM es dann in der Wörter haben außer der V o c a lisiru ng, die vollständig und höchst genau gegeben ist, die ausführliche Lccentuatiofi erhalten, und ist ihnen die richtige Bezeichnung ihres grammatischen Gebietes zur Seite gestellt; die im Burtorf fehlenden Artikel sind mit ausgenommen. — Nur das Eine ist zu bedauern, obgleich mir die . ungeheure Schwierigkeit wohl beachten, und daß dadurch der Umfang des Werkes ungemein vermehrt worden wäre, daß nicht die Concordanz der Partikeln, in einer Umarbeitung der äußerst mangelhaften Nolde'schen Arbeit, gegeben wird, und geben wir es den Herren Herausgeber und Verleger zu bedenken, ob nicht nach Vollendung dieser Concordanz an die bezeichnete gegangen werden mag. lieber die höchst bedeutsamen Zugaben, die am Ende des Werks Platz finden werden, wollen wir setzt nichts hinzufügen, obgleich sie dem Werke einen großen Werth geben werden, weil wir sie zur Zeit berücksichtigen werden. Außer dem Angeführten ist noch zu erwähnen, daß die chaldäischen Formen des Daniel und Esra, die Burtorf zu Ende seiner Concordanz besonders gegeben, hier an ihren Stellen sogleich angemessen cingcfügt^rnd. Die Phrasen sind ungemein paffender citirt, das Ueberflüfilge weggelafsen, und, eben so oft bezeichnende Worte hinzugefügt. Es ist nicht, wie bei Burtorf, wenn das Wort zweimal in einem Berse vorkemmt, die Stellenangabe im folgenden zu suchen, sondern sie sind getrennt cirirr. Die biblischen Schriften sind nach einer festen Ordnung angeführt, nämlich zuerst die historischen, dann die poetischen, und zuletzt die prophetischen, u. s. f. — Um die -bisher gegebene Belobung dieser neuen Concordanz zu erhärten, werden wir in der Bcurtheilung der einzelnen Seerionen jedesmal einen Zweig hervorheben, und unsere Bemerkungen darüber offen hinstellen. Wählen wir diesmal besonders die Vollständigkeit der - Citate, und nehmen^der Unparteilichkeit wegen sogleich den ersten Artikel. Es versteht sich, baß Fürst nicht wie Buxtors > mit 22« anfing, dem 12« folgt und N3«, unter das. 3« gereiht . - - . . . - _ . ward: sondern daß 3« als primitives Wort den Reigen selbst be- .derselben wiederum in Deutschlano wird und ans Licht tritt. i ginnt. Hier fehlt bei Buxtors zu der Form *»3«l Gen. ll, 29. Hcchir notywendiz aber ward diese thells durch die Seltenheit der . Soc 24, 2.- su '28 5 n ßhron 16 3 herein "0 15 - Eremplare der alten, theils durch die vielen Mängel der Burtorfio, o % l V sehen Arbeit, so großattig diese auch zu ihrer Zeit war. Sehen ' ®u 03 T15* 31' (Fhat, wohl durch Druckfehler, 8.), 8u wir nun zuvörderst nach, welche Verbesserungen die neue Con- Gen. 9, 2-. 28, 8. Dent. 21, 19. lReg. 22, »1. 2Chron. cordanz uns bietet. 33,23. 34,3.; zu 1^3«3 1 Sam. 17,34.; zurP3« Num. 30,5.; 1) Die alte Concordanz ist lediglich Stellensammlung, zu I2*ril3« Nehem. 10, 35.; zu 6m3« Scf. 14,21.; ju B!T»m2« die neue bietet durch die Hinzufügung einer rabbinischen und 2Chron. 30,22. zu!J12N Dan.5,11. 2ttso 18 Stellen mehr zu lateinischen Worterklärung zugleich e« vollständiges gediegenes j einem einzigen Worte. — Im Folgenden sind die Formen 12«, Lericon dar, das durch Hinzufügung der von der Septuaginta; —qn, „3et, i2«n u. s. f. von den Formen 12«, ms'«, dafür gebrauchten griechischen Ausdrucke, sowie der Fragmente der j f ' .. . .® _. ” drei griechischen Uebersetzungen, der aramäischen Paraphrasen, der I ,uv/' Öctrcnnt; dre beiden Formen 12« und Äulgara u. s. w. und häufig der deutschen Wörter dem Sprachj , dre bei Burtorf fehlen, sind ausgenommen. Das Nomen forscher ungemeine Vortheile an die Hand giebt. psrUeipisle 13« (Rum. 40, 20.24.) ist besonders aufgestellt, ver- 2) Die alte Concordanz ist in Aufzählung der Stellen noch! schieden vom kurt. masc. —> Da es nicht möglich ist, das ganze äußerst mangelhaft, die neue bietet die größte Vollständigkeit, die j Werk so durchzugehen, und diese Andeutungen zu den ersten z. B. schon durch die 622 bei Buxtors fehlenden Citate, welche ' Artikeln schon genügen, einen Begriff von 'dem Geleisteten zu ge- Wolff Heidenheim in sein Exemplar verzeichnet hatte, noch mehr > den, so wollen wir dennoch noch ein Beispiel geben, und hierzu durch den unermüdeten Fleiß des Herausgebers bewirkt worden.; noch einen Artikel geradezu aus der Mitte der ersten Section 3) Die alte Concordanr giebt in den Phrasen zugleich einige - herausgreifen. Es sei dies «■*«. Zu dieser Form fehlen bei Burauch ausgcgcben) weiter besprechen. Es ist dies eben so sehr „ , , gegen den Herausgeber, dessen Arbeit daran unermeßlich, gegen die Derlagshandlung, die einen ungemeinen' Aufwand von Kräften daran consumirt, als gegen das Publikum, das davon Kenntniß nehmen und es auf jeden Fall höchlichst befördern muß. — Es ist merkwürdig, wie öfters der Rüge wie einer Weissagung die Abhilfe auf den Fuß folgt. Sie ist dann wie eine Art Instinkt zu betrachten, welcher das Bedürfniß der Zeit erspürt, und hinterher durch die Erfüllung sich befriedigt sieht. Es war im Jahre 18:34, als Schreiber Dieses folgende Worte öffentlich ausfprach: *) »Für die Auslegung und das Verständniß unsrer heil. Schrift, für die Forschung im Fache der hebräischen Sprache ist in einer Reihe von Jahren von Juden gar nichts, gar nichts geschehen. Es ist dies ein erschreckendes Zeichen von der Ungründlichkeit, mit welcher die meisten der neueren jüdischen Theologen zu Werke gehen. Nicht allein, daß keiner 'der neueren Juden sich mit den jetzt so verdientermaßen im Schwange seienden außerhebräischen semitischen Sprachstämmen noch "befaßt hat, liegt jede Bearbeitung des Hebräischen selbst schrecklich darnieder u. s. w.« Aber wenn je eine Klage durch die nächste Zeit erübrigt, und ihre Anschuldigung auf eine würdige Wesse vernichtet wurde, so ist es diese. Die seit der Zeit erschienenen Arbeiten von Sachs, Arnheim, und ganz besonders von Fürst, an die sich die öfter erwähnten beidftr Bibelübersetzungen reihen, haben hinlänglich dargerhan, daß auch die Bearbeitung der hebräischen Sprache und Literatur unter den Juden wieder einer neuen Aera entgegengeht. Wir können es aber hier, trotz des freundschaftlichen Verhältnisses, in welchem wir mit dem Letztgenannten stehen, offen aussprechen, daß Fürst sich in dieser kurzen Zeit an die Spitze der jüdischen Linguistiker gestellt, und sein unablässiges Streben noch die höchsten Resultate erwarten läßt. Wir brauchen uns hier über die Bedeutsamkeit der Conco'rdanz nicht auszusprechen; wir verdanken sie deutschem Fleiße, und um so mehr erfreuet es uns, daß die neue, gereinigte Gestalt Tausend Fehler; die neue hat diese corrigirt und giebt den Text nach den besten Recensionen. 4) Die alte Concordanz ist nach den alten unhaltbaren etymo-! logischen Prinzipien geordnet, die neue ist natur- und zeitgemäß in Ordnung gebracht. Neben diesen bedeutenden allgemeinen' Vorzügen besitzt die neue Conc. noch viele andere, die das Interesse sehr in Anspruch nehmen. Die citirten Phrasen sind mir den masorethi sehen Zeichen versehen worden, welche sich auf Tertvarianken beziehen. *) Israel. Pred. und Schul-Mag. B^l. HeftIX. S. 285. torf Jud. 20,47. 1 Leg. 20,39.' Nehem. 4,17. Hosca 11,9. Ferner zu der Form 1 Sam. 21,2. 2Chron. 25,7.; zu SP«?! Gen. 43,13. Jud. 20,4.'; zu PHD'« Gen. 16,3.; zu ,1D« 2 Sam! 14,27. Zach. 5,7. Endlich die 'Formt N'L« Ez. 23,44! ganz und Wir glauben, der Leser wird uns der weitern Mühe überheben, noch mehr Beweise über die bei weitem größere Vollständigkeit der neuen Concordanz' hcranzubringen. Er wird cinschen, daß schon von dieser Seite die neue Conc. alle Ansprüche erfüllt. Ueber das Weitere in der Folge.' Rcdacreur: vr. L. Philivpson. — Verlag von Baumgärtners Buchhandlung. — Druck von W. Haack.