Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 1 (1837)
- Issue
- Heft 59 (26.8.1837)
- Date
- 1837-08-26
- Page
- Seite 236 (sequence 4)
- Language
- German
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236 so erfüllte sie Loch Entsetzen vor den Peinigern ihres Volkes. Dieses zu retten, dieses zu trösten, für dieseszu' sterben, — es waren Gedanken, "die in ihrer hochherzigen Seele alle andere verdrängten, und die sie mit neuer Begeisterung für ihren Glauben erfüllten. — Da griff sie nach den alten Urkunden, Deborahs Heldmthaten standen vor ihr, Davids Gesänge und Iesaia's Verkündigungen entflammte« ihren Muth, und je größer die allgemeine Verzweiflung wurde, desto mahnender wurde die innere Stimme. Jehudah hörte mit Verwundern die Worte des Mädchens > was die Lehre des greisen Vaters nicht vermochte, das vermochte die Geliebte, — auch er wurde für die Einigkeit seines Glaubens entstammt, und fühlte sich zu den'höchsten Aufopferungen für denselben hingerissen.. - (Fortsetzung' folgt.) Correspondenzen, Auszüge, Repliken. (Lus dem Wieden b ruckischcn vom 9. August.) . Mir dem Schulunterrichte der israelitischen Kinder ist es in unserm Kreise ziemlich gut bestellt. Anerkennung gebührt besonders dem Nestor aller israel. Lehrer in Westphalen, Herrn Levi Bambera e r, der schon seit 30 und einigen Jahren die israelitischen. Kinder der Gemeinde Gütersloh unterrichtet. Derselbe har sich einen solchen Ruf erworben, daß Jahr aus Jahr ein 30 — 40 Kinder der christl. Confessionen den Unterricht in den Elementar-Wissenschaften und im Französischen bei ihm genießen, und daß Zöglinge, selbst aus entfernten Gegenden zu dem würdigen Greise hinströmen. H. Ba'mbergcr ist ein Mann von trefflichen Eigenschaften des Geistes und Herzens, und besitzt tiefe Einsichten in der hebräischen Literatur. Möge die Vorsehung das Werk dieses würdigen Schulmannes krönen und ihn noch viele ftohe Tage H. 25. erleben lassen. Unser vortrefflicher Landrath-H. v. Trzebiatowski, jedes Verdienst anerkennend, hat schonmehrmals - den Leistungen des H. 35. Gerechtigkeit wird erfahren lassen.' A. I Benelieser. (Aus Esch woge, im August.) Erlauben Sie, verchrrestcr Herr Redakteur, Ihnen, zur gefälligen Auftrahme in Ihr sehr geschätztes Blatt, das sich auch in hiesiger Gegend der allgemeinsten Theilnahme erfreut, eine Mittheilung zu machen, aus welcher jeder Menschenfreund mit Vergnügen entnehmen wird, wie sehr sich der Sinn für allesDesiere und Heilige immer allgemeiner unter unsern Glaubensgenopen verbreitet, und wie dieser heilige Sinn kein Opfer scheut, sich in der Wirklichkeit zu bethätige». — Seit einigen Jahren wurde in der hiesigen israelitischen Gemeinde das lebhafte Bcdürftnß gefühlt, ein Gotteshaus zu besitzen, das'die edelsten Bedürfnisse des Geistes und des Herzens befriedigen, das Stärkung, im Glauben, Trost im Leiden, und Wonne in höhern Freuden gewähren könne. — Daß die alte Synagoge, an einem sehr dumpfen Orte liegend, für die hiesige Gemeinde viel zu klein, zudem sehr baufällig, dieses Alles nicht genügend gewähren konnte, sah jeder Humane ein. — Ebenso war an hiesigem Orte ein geeignetes Lokal für die öffentliche israelitische Schule, welche von 50 Kindern besucht wird-, sehr wünschenSwerth. — Um nun. allen diesen geistigen Bedürfnissen Genüge zu leisten, wurde von dem Vorstande der Gemeinde, Herrn Kreisvorstchcr Kugelmaun und Herren Aeltesten I. 23. Plaut und I. C. Plaut mit höherer Genehmigung, ein sehr geeigneter -Platz, mitten in der Stadt gelegen, für circa 600 Rthlr. angekauft, und zwei herrliche Gebäude, ein Gotteshaus und ein Schulhaus, welches letztere zugleich .Wohnungen für die Lehrer enthält, werden dermalen-dort äufgcführt. Wenn auch diesem, für die hiesige kleine Gemeinde allerdings kostspieligen Bau, in pecunrärer Hinsicht sich manche Schwierigkeit darbot: so wurden doch alle diese Hindernisse, durch die thatige und umsichtvolle Ausdauer genannten Vorstandes glücklich überwunden, und wir sehen nun freudig und hoffnungsvoll der baldigen Erfüllung unseres sehnlichen Wunsches, wieder ein anderes und herrlicheres, seinem heiligen Zwecke angemessenes Gotteshaus zu besitzen, entgegen. Seiner Zeit werde ich Ihnen, wenn Sie es gütigst erlauben, von der innern Einrichtung, beider Gebäude, von der Einrichtung, von der zu erwartenden Umftaltung des Gottesdienstes Mittheilung machen. Doch darf ich am Schlüsse dieses Schreibens nicht vergessen, der liebevollen Sorgfalt unserer väterlichen Regierung, welche alles Edle und Gute zu befördern suchr, lobend zu erwähnen. Nicht nur, daß von derselben, der angekaufte Platz, ein früheres Lehen, sogleich zu diesem Behufs zu verwenden, gestattet wurde, sondern sie bot auch Alls auf, um das, zur Ehre Gottes beabsichtigte Vorhaben des Vorstandes reüssiren zu lassen. Gott erhalte unsere Regierung! — G. Anzeiger. 3» demselben, werden Annoncen aper'Art gegen Cr. Gebübreo für - die gesvaltene Zelle aus Petit-Schrift oder deren Raum ausgenommen. Die Derlagshandlung. Religion, Gesetzmäßigkeit und Frieden in Israel wieder herrschend zu machen, ist der heilige Beruf des jüdischen Geistlichen. M e fr t (theilweise) gehalten am Sabbath Paraschath Schekalirrr des . - Jahres 5597 (4. März 1837) in her Synagoge Frankfurt an der Oder und herausgegeben Samuel H old heim, ' Rabbiner. Frankfurt a. d. O. In Commission bei F. I. Tempel. -1837. (Preis 6 gGr.) i Anstellungsgesuch, i Ein Lehre», der seit neun Jahren einer jüdischen Schule in. | einer großen Stadt Norddeutschlands zur vollkommenen Zusrieden- I heit seines Schulvorstandes, welches er durch Zeugnisse darthun s kann, vorgestanden, und nur dieselbe eingetretener Verhältnisse! halber zu Michaelis d. I. verläßt, wünscht eine ähnliche Stelle. > Darauf, reflektirende Gemeinden werden ersucht, sich desbalb an den | Herrn Dr. G. Salomon in Hamburg portofrei zu wenden.. Redacreur: vr. L. Philippfon. — Verlag von Baumgartners Buchhandlung. — Druck von W. Haack.