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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1837-08-24 · Heft 57 (24.8.1837) · p. Seite 228

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
1 (1837)
Issue
Heft 57 (24.8.1837)
Date
1837-08-24
Page
Seite 228 (sequence 4)
Language
German
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228 Strohinfirmnmle Hai Horm lassm, und nach dem Urcheile von Sachkennern, mit nicht weniger Birmositat als Gusikow. Literarischer Salon, eröffnet von vr. I. Fürst. Der gelehrte Italiener Uri Dita Saraval, gegenwärtig Director der israelitischen Hauptschule zu Triest, hat von seiner, an seltenen und-kostbaren Ausgaben sehr reichen, hebräischen Bibliothek einen Katalog angefertigt; er ist bereit, auch jedem jüdi-' schen Gelehrten in Deutschland, auf kostenfreie Anfragen, verlangte gelehrte Nachrichten zu ercheile». — K. Harnberger zu Leipzig ins Deutsche übertragen, und vir», mit Nächstem im Drucke erscheinen. — In.Prag (1832, bei Landau) ist Don Isaak Abrc vaneli's Commentar zunnMore Nebuchim des Maimoni' des zum ersten Male und nach einer sebr eorrekten Handschrift erschienen. Desselben Gelehrten ausgezeichr-,..^ Werk 1N"32)2 msisj» haben die Brüder Bisselichcs in Brody herausgegeben. Vo» Simson Bloch ist das Werk »Rettung der Juden« von Mell asse den Israel, unter dem Namen nsrsn, ins Hebräische übertragen worden, und bereits erschienen. — Von Elija Bardach in Lemberg ist ein hebräisches Drama Akedat Jizchak erschienen; es ist dasselbe Thema, welches di Oliveira im Jahre 1665 zu einem Epos, unter den» Titel 2^2718 nr^rr, verarbeitet hatte. — Die bedeutendste hebräische Bibliothek in Deutschland, verbunden mit zahlreichen und kostbaren Handschriften, besitzt gegenwärtig der reiche und auch gelehtte Privatmann Heimann Michel in Hamburg. Die äusgewählteste Handschriftensammlung hebräischer Originalwertz hat-der berühmte Jsacco Samuele Reggio in Görz, wo derselbe Gutsbesitzer ist. Dieser Gelehtte ist bekannt durch seine gelöste mathematische Preisaufgabe der ungarischen Gelehttengesellschaft und durch seine segensreiche Wirksamkeit als Professor der Humanitätswissenschasten am Gvmnasium zu Görz, zur Zeit, als das Königreichsllyrien unter Napoleon bestand. Schon sein Vater Abramo Reggio, gegenwärtig noch als achtzigjähriger Greis Rabbiner in Görz, har sich vor 40 Jahren durch Verbindung mir Wessely in «Betreff der Jugenderziehung, sowie durch vernünftige Opposition gegen die Rabbinen, berühmt gemacht. — Von dem bekannten Gelehtte« Lelio dallo Lorre, der jcvt erster Professor am Collegium Rabbinicum zu Padua ist, erschien vor Kurzem ein Bändchen Predigten in italienischer Sprache, die sich durch homiletische Gewandtheit und Gediegenheit, sowie durch Glanz und Reinheit der Sprache, auszeichnen. — Der gegenwärtige Rector am Collegium Rabbinicum in Padua heißt Gabriele Tricste, eia in Italien durch Schriften -bekannter Mann. — Hebet die Oluellen des Heidenthums zur Zeit des alten Testaments har ein gelchtter Rabbiner in Florenz, Chananja Cohen, aus Reggio, ein Werk, p52 n 132 betitelt, geschrieben, welches bereits in Reggio (1609) im Drucke erschienen ist. — Leone Briele, ehemaligerRabbine zu Mantua (st. 1722), har die Briefe des S c n e c a in's Hebräische übettragen, und das Autograph findet sich jetzt bei einem gelehtten jüdischen Arzte Samuele Dita dalla Volta in Mantua. Bei demselben findet sich auch das große Gedenkbuch (71121127) von dem als Dichter bekannten Sansonc di Modena, welches die reichsten Materialien zu einem rabbinischea Realwöttcrbuche enthält. — Das noch ungcdruckle, zur Kennkniß der jüdischen Literatur höchst wichtige Werk ^ID’I HTTTO, von Simcha beSßittv (st. 1105), Raschi's Schüler und Freund, verfaßt, befindet sich jetzt in einer alten Abschrift bei Giuseppe Almanzi in Padua; bis jetzt war dlos ein einziges handschriftliches Exemplar in der Oppenh eimer'scheu Bibliothek bekannt geworden. — Das bekannte Werk von vr. Zunz, »Die gottesdienstlichen Vorträge der Juden, historisch entwickelt,« ist von David Caro, städtischem Oberlehrer der jüdischen Schulen zu Posen, ins Hebräische übettragen worden, benannt ttv22, damit es auch den slavischen und italischen Juden zugänglich werde. Der Uedersetzer wattet noch auf einen Verleger. — Das für Geschichte der jüdischen Literatur wichtige italienische Werk: »virionario »torioo degli autori ebrei e delle lor© opere disteso dal Dottore G. B. De-Rossi (Parma, 1802)« hat Dr. Von.? saak Monies in Tarnvpvl erscheint in Kutten» ein hebräisches Parabelbuch, mit Dichtungen durchflochten, unter dem Titel «22132 2pr’> S '2D2, eigentlich eine hebräische und poetische Umarbeitung der Parabeln des bekannten -p32 ja Dubno, der zur Zeit Mendelssohns lebte, und den bekanntlich dieser Philosoph wegen der Parabeln sehr hoch schätzte. Als Einleitung zu diesem Parabelbuche gibt Hr. Monies eine ausführliche Biographie Jakob Dubno's und einen vollständigen Bericht über. zwei bereits gedruckte Werke dieses Parabeldichter;: 1) 2p3n inp, Predigten mit Parabeln durchflochten über die fünf Mcgillot; 2) 2pv^ in«, ebenfalls solche Predigten über die Genesis, von seinem Sohne besorgt. — Im zweiten Hefte des dritten Bandes von Geigers »wissenschaftlicher Zeitschrift für jüdische Theologie« werden (S.277— 289) drei interessante bibliographische Mirtheilungen gegeben. Die erste Mittheilung lieferte Dr. D ernburg, über die hebräischen Handschriften der Leyden'schen Universitätsbibliothek; die zweite vr. Fürst in Leipzig, über 45 sehr wetthvollc hebräische Handschriften, die sich bei den Brüdern Bisselichcs in Brody befinden; die dritte vr. Auerbach in Wien, über einige Handschriften auf der Wiener kaiserlichen Bibliothek. — vr. Gabriel Rie sser's sämmtliche Schriften. Die Hamme rich'sche Buchhandlung in A l t o n a bat eine Preisermäßigung der sämmttichen Riesserschen Schriften angezeigr. Dahin gehören: 1) Kritische Beleuchtung der in den Jahren 1831 und 1832 in Deutschland vorgekomme-nen ständischen Verhandlungen über die Emancipatt'on der Juden; 2) Betrachtungen über die Verhältnisse der jüdischen Untettbancn der Preußischen Monarchie; 3) Dorne und die Juden. Ein Wott der Erwiderung auf die Flugschrift des Hrn. vr. Ed. Meyer gegen Börne; 4) der Jode. Pettodische. Blätter für Religion und Gewissensftciheit (bereits zwei Jahrgänge und Ein Heft); 5) über die Stellung der Bekenner des Mosaischen Glaubens in Deutschland. An die Deutschen aller Confessiones; 6) Vcttheidigung der bürgerlichen Gleichstellung der Juden gegev die Einwürfc des Herrn vr. Paulus; 7) Verhandlungen des englischen Parlaments im Jahre 1833 über die Emaucipation der Juden. Alle kosten jetzt 4 Thlr. 21 Gr., die Hälfte des ftüherv Preises. — Die Zahl der hebräischen Handschriften auf der Rathsbibliothek in Leipzig beläuft sich auf 150 Nummern, und die meisten gehören der philosophischen Literatur au. Auf Auttag und Kosten des Ra-, thes bcarbeittte vr. F. Delitzsch einen sehr gelehtten und ausführlichen Catalog, circa 12 Dogen umfassend, der durch den Druck: . allen Freunden jüdischer Lfteratur zugänglich wird. Don dem Werst dieses Gelehtten »Zur Geschichte der jüdischen Poesie vom Abschluß der heiligen Schriften Alten Bundes bis aus die neueste Zeit« wird eine englische Ucbersetzung in London erscheinen, besorgt voa d«n jüdischen Prediger De-Sola. ' (Fortsetzung folgt.) Rcdatteur: Dr. L. Philipps!»«. — Verlag von BanmgLrtnerS Buchhandlung. — Druck von 9$. Haack.

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