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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1837-07-29 · Heft 43 (29.7.1837) · p. Seite 172

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
1 (1837)
Issue
Heft 43 (29.7.1837)
Date
1837-07-29
Page
Seite 172 (sequence 4)
Language
German
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172 ren und Trachtm des Menschengeschlechts ist finster von Jugend an, hier lagert Finsterniß der Nacht, und Natur und Gottheit sprechen vergebens. (Fortsetzung folgt.) Correspondenzen, Auszüge, Repliken. (Allgemeiner Anzeiger.) Zu dem Breie einige Tropfen Wasser zu bringen hält Niemand für gefährlich; denn wenn er dadurch auch nicht fetter und schmackhafter wird, so wird er dadurch doch mehr, und das ist, wie Manche meinen, auch etwas werth. So ein Paar Tropfen Wasser werden in No. 168. des Allgem. Anzeigers »über die Emancipation der Juden« gebracht. Ein K. in F. meint es recht redlich, was nämlich diese Leute redlich nennen, wenn sse nur kein Unrecht thun, aber auch kein Recht. Er meint, -man dürfe die Juden nicht hassen wegen des Verbrechens, das unter Pilatus verübt wurde, denn da hätten nur Einige Schuld gehabt, und die ganze Welt müßte Spanien in die Acht erklären, wo doch von jeder Nation Etliche verbrannt worden. Er meint, aus'den Judenverfolgungen, die durch den zur Schande unsers Jahrhunderts noch immer fest gehauenen, in allen Religionen herrschenden Grundsatz: »Wir haben die wahre Religion,« entstanden seien, sei der Lsprit de Corps entsprungen, der in den Juden noch wohne. Man hätte sie zum Handel gezwungen, zum Wucher genöt hi g t; die Christen redeten sich ein, die Juden schlügen viel vor im Handel, die doch dies thun müßten, weil die Christen ihnen zu wenig böten; er handle immer zu festen Preisen mit den Juden, und würde nie betrogen. Weil aber die Juden nochzu viel esprit de corps hätten, meint er, so müßten sie nicht unbedingt emanripirt werden. Was hat K. in F. nun gemeint? Er hat gemeint, was schon Viele, was fast Alle meinen: Wir haben den Juden viel Unrecht gethan, wir thun ihnen auch noch Unrecht, da es aber höchst unbequem für uns ist, ihnen kein Unrecht zu thun, so wollen wir fortfahren, ihnen Unrecht zu thun; habt nur Geduld, vielleicht kommt eine Zeit, wo es uns Borrheil bringt, euch Recht zu thun, dann werden wir wahrhaftig nicht anstchen— Geh', Gerechtigkeit, binde dir deine Augen wieder zu. Du aber, Gewissen, verschaffe dir eines der neuen Hörinstrumente, denn taub bist du doch, warum willst du es dir nicht eingestehen? Bald hatte ich vergessen zu bemerken, daß ein P. noch darunter schreibt, man möchte doch anstatt zu den Heiden die Missionäre zu den Juden senden (wenn das nur etwas hälfe!), und sehr nachdrücklich das Buch »Die linke Massematten rc.« und andere dgl. empfiehlt. P. muß einen braven Geschmack haben,, und der Allgem. Anzeiger, der es doch sonst so gut meint mit allen Dortheilen seiner Leser, könnte die »linke Massematten« auf seinem Löschpapier abdrucken lassen. Es würde sich gut ausnehmen. Anzeiger. Ja demselben werden Anuoncm aller Art gegen Cr. Gebühren für die gesvalteae Zeile aus Petit-Schrift oder deren Raum aufgenommeu. Die Verlagshandlung. In der L. Müller'schcn Buchhandlung in Fulda ist früher erschienen und kann durch alle Buchhandlungen Deutschlands bezogen werden: Abr. Ebn Esrg Sepher Hachoth, oder das Buch über die Eleganz der hebräischen Sprache, vielfach t verbessert und mit erläuternden Anmerkungen versehm von Dr. G. H. Lippmann, Rabb. Cand. gr. 8. 11 Bogen, broschirt. 20 gr. oder Ist. 30 kr. Dessen Sepher Haschern, oder das Buch über den vierbuchstabigen Namen Gottes, zum erstenmal herausgegeben und mit einem Commmtar nebst Einleitung versehm von vr. G. H. Lippmann, Rabb. Cand. Mit lithogr. Figurm. gr. 8. 6 Bogen. 20 gr. oder 1 fl. 30 kr. -Ebn Esra's Name, der als Stern erster'Größe am Horizonte der hebräischen Literatur glänzt, macht alle fernere Anpreisungen vorstehender Werke überflüssig. Dem Herausgeber, Herrn Dr. G. H. Lippmann, den die Werke, Ebn-Esra's seit einer Reihe von Jahren vielfach beschäftigten und in deren Geist er tief eingedrungen ist, gebührt nicht nur das Verdienst, erwähnte Schriften veröffentlicht zu haben; sondern er hat dieselben durch seine kritischen Bearbeitungen recht brauchbar gemacht. Einm besonderen Ruhm hat er sich durch Herausgabe der zweiten Schrift erworben, welche die gelehrte Welt bis jetzt nur dem Namen nach kannte; denn Hr. Dr. Lippma nn fand sie als Manuscript in der königl. Hof- und Staatsbibliothek zu München vor, uyd erkannte die Wichtigkeit dieser Schrift, gab sie nun mit einem gründlichen Commentar nebst Einleitung versehen, zum erstenmal heraus und erregte bei ihrem Erscheinen eine solche freundliche Theilnahme, daß alle bis jetzt hierüber uns bekannt gewordene Recrnsionen nur zum Lobe des Hrn. Dr. L. sich aussprechen und ausdrücklich bemerken, daß nur durch seine gründliche Bearbeitung das Werk erst seinen wahren Werth erlangt habe, und vermessen wir daher auf die Recensionen in Geyers Wissenschaft!. Zeitschrift für jüd. Theologie I. Band Seite 198. u. s. f. — Darmst. Kirchenzeitung, theolog. Literaturblatt 1836. Nr. 6 und 7, und Philippsons israelit. Predigt-und Schul - Magazin II. Band Seite 307 u. s. f. Bei A«g. Sorge in Osterode ist erschimm und in allm Buchhandlungm zu haben: Das Leben im Glauben. Confirmation zweier Mädchen israelischen Glaubens E. und B. H.n M. M. Schwarzauer. Osterode den 16. April 1836. Preis 2 gr. Don dem Israelit. Predigtnnd Schal - Magazin, herausgegeben von »r. Ludwig Philippso». Jahrgang 1834. 1835. 1836. find noch Lire» .30 Exemplare komplett vorhandm. Dieselben werden zu unveränderten Preisen, der Jahrgang zu 2 Thlr. Pr. Ctt., bei genauer Angabe des Titels, weil sonst auf etwaige Forderungen nicht reflekrirt wird, bezogen durch Magdeburg. die C reu husche Buchhandlung. Redatteur: Dr. £. Philipps»«. —- Verlag von Bauurgärtners Buchhandlung. — Druck von W. Haack.

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