Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 1 (1837)
- Issue
- Heft 42 (29.7.1837)
- Date
- 1837-07-29
- Page
- Seite 168 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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168 Du meisten derselben (zu Art. 5. 8. 9. 22. 23. 24. 28. 29. 30. 32. 35. 36. 41. 43. 46. 52. 55. 57. 59. 68. 70. 71. 75.) von der ersten Kammer abgelechnt. Gleicherweise wurden die Beschlüsse der erstm Kammer von der zweiten ab gelehnt. In Folge dessm mußte eine Confermz von 2 Mitgliedern jeder Kammer nebst dem General-Syndikus veranstaltet werden, wozu von der ersten Kammer der Hofgerichts-Assessor v. Lütcken und der Herr v. Voß gewählt wurden. Später wurde die Zahl der Conferenzmitglieder noch um zwei vermehrt. Da diese Debatten ihren Beschluß aber erst in der wirklichen Promulgation des Gesetzes haben wer-! . den, so behalten wir uns einen Nachttag zu diesem Bttichte > noch vor. i Literatur. Einige französische Schriften, die zu empfehlen: 1) I-a »idle, traduction nouvelie, l'hebreu en regard, accompagne des pointsvoyelles et des accens toniques (ma’33), avec des notes philologiques. geographiques et litteraires, et les principales variantes de la version des Sepiante et du texte Samaritain , par S. Caben , directeur de l’ecole israelite de Paris, membre de l’Academie royale de Mets et de plusieurs societes savantes (30 Fr.) 2) Cours de lecture hebraique, 2e edit., par 8. Cahen (2i Fr.) 3) Dictionnaire hebreu-francais, par Marcband Ennery (6 Fr.), 4) Abrege de Grammaire hebraique, par L. A. Lambert (1^ Fr.). 5) Catechisme judalque, en hebreu, en allemand et en francais par L. M. Lambert (lj Fr.). 6) Rituel des prieres journalieres, ä I’usage des lsraäites, heb. et franc., trad. de 8. Anspach (N in-S, cartonne 4 Fr.). 7) bät m ■’tCTö Precis elementaire d’instruction religieuse et morale pour les jeunes Israelites (s Fr.). 8) *101231 m ^11730 Instruction religieuse et morale ä l’usage de la jeunesse israelite, par Elie Halevy, hebreu et francais (l'hebreu est textuellement extrait de la Bible) (2 Fr.). SÜMMtliche Schriften sind in Paris erschienen, und insbesondere durch Treuttel und Würz zu beziehen. Recensjonen: Bon Ar n hei Nt's Hiob im theolog. Repertorium von Rheinwald (XVII, 2.) — Bon Maier's Confirmationshandlung in der allgemeinen Kirchcnzeitung Nr. 87. — Bon Auerbach's zweiter und dritter Jahresbericht über das jüdische Waisen-Erzieh-Institut zu Berlin, in der Jenaer Liter. Zeit. Eraänzungsblätter Nr. 37. Die Jahrbücher für wissenschaftliche Kritik machen auf ein Werk aufmerksam, das, so überaus wichtig es ist, dennoch bis jetzt unbeachtet blieb, weil cs eben eine Ansicht vertheidigt, die bei der jetzt herrschenden Kritik kein Glück machen kann. Es sind dies die »Untersuchungen über den Pentateuch von vr. Ranke. B. I. (1834).« Herr Dr. R. widerlegt nämlich die in neuerer Zeit so häufig ausgesprochene Ansicht: daß der Pentateuch aus verschiedenen, zum Th eil einander widersprechenden Fragmenten zusammengestellt sei, und thut auf eine treffende und höchst sinnreiche Weise dar, daß vielmehr der Pentateuch ein einheitliches, vollkommen zusammenhängendes, planmäßiges Ganzes fei, in welchem ein göttlicher Zweck jede einzelne Parthei durchdringe. Da die Fragmevtenhypothese sich namentlich und zuerst an die genealogischen und chronologischen Lheile des ersten Buches Mosis halten, so sind es diese, deren zwcckgemäßc Anordnung er zunächst nachwcist. Wir heben die betreffende Stelle der Recenfion'hier aus, da dieselbe allen Freunden der biblischen Literatur eine geistreiche Unterhaltung und Belehrung darbietet. »Die Genealogie Kain's Gen. 4, 17 — 24. weist zurück auf die genealogische Angabe von der Abstammung Kains, und setzt die Erzählung von Kains Brudermord und Verbannung voraus. Der Uebergang zu Seth's Geburt und die Erklärung des Namens Seth c. 4, 25. setzt wieder die That Kains voraus. Die Geneologie Kains bildet somit einen integrircnden Thcil eines größeren Ganzen, des Berichtes über Adam. Es befremdet nun nicht, daß wir c. 5, 1 — 5 uns wiederum auf dem Standpunkte der Geschichte Adams befinden, da wir im vorigen noch nichr darüber hinausgekommen .waren. Die Genealogie dev Sethiten c. 5, 6 — 32. mußte vielmehr durch jene Einleitung eingeführt werden, weil sie der Anfang der großen genealogischen Linie ist, die sich durch einen bedeutenden Theil des Werks erstreckt, und die Geschlechter Israels zum Ziele hat. Es mußte hier ausdrücklich auf Adam, als das erste Glied in der großen Reihe, zurückgegangcn werden. In der Genealogie der Sethiten wird berichtet, wie alt jeder war, da er seinen Sohn zeugte, wie lange er nach diesem Zeitpunkte lebte, und endlich wird die Summe seiner Lebensjahre angegeben. Nur bei Noah c. 5, 32. vermissen wir den letzteren Theil der genealogischen Angaben, nämlich die -Jahre, die er nach der Zeugung seiner drei Söhne zurücklegte und die Summe seiner-Lebensjahre. Diese Geschlechtstafel macht somit nicht Anspruch darauf, ein selbständiges Ganzes zu sein. Wie der Anfang früher gegebene' Erfahrungen voraussctzt, so fordert das Ende eine folgende Ergänzung. Diese erfolgt wirklich, nachdem der Bericht von der Sündfluth gegeben ist. C. 9, 28- 29. werden die Lebensjahre Noah's »ach der Fluth angegeben, wodurch die Jahre nach der Erzeugung der drei Söhne zugleich bestimmt sind, und sodann wird sein ganzes Lebensalter angegeben. Die Bölkertafel c. 10. setzt den Bericht von den drei Söhnen Noah's und von der Sündfluth voraus, sie legt der Linie Sem's die größere Bedeutung bei, und bezeichnet schon die Hauptrichtung derselben, da sie Sem vor den einzelnen Angaben den Vater aller Söhne Eber's nennt. Trotz dieser vorauseilenden Beziehung auf - Eber, werden von dessen beiden Söhnen Peleg und Joktan nur die Nachkommen des letzteren aufgezählt, die des Peleg aber übergangen. Die Tafel ist nicht vollständig , sie wird ergänzt, nachdem c. li, l — 9 das Genauere über die Zerstreuung der Völker beigebracht ist. C. n, io — 32. wird die Verzweigung der Semiten durch die Linie Peleg's fortgeführt bis auf Abraham. Aber auch' diese genealogische Reihe hat keinen Abschluß, der ihr den Charakter der Selbstständigkeit geben könnte. Nur von Tharah wird angegeben, wie alt er war bei der Geburt seiner Söhne, und I in welchem Alter er starb. Hingegen an die Erwähnung seiner drei Söhne werden mehrere Notizen geknüpft, welche in der fpeciellsten Beziehung auf das folgende stehen. Zuerst wird Lots Abkunft von Haran gemeldet und Haran's Tod, dann die Verehlichung der beiden übrigen Brüder Abraham und Nahor, sammt den Namen ihrer Frauen Sarai und Milka, und endlich sogar die I Notiz, daß Sarai unfruchtbar war und kein Kind hatte. Und j während' die Abkunft der Milka berichtigt wird, schweigt der Be-; richt von der der Sarai, um der Lösung einer späteren Verwickelung nicht vorzugreifen. Nun zeigt Hr. Ranke, wie die angelegten Fäden in Folgendem, Gen. c. 12 — c. 25, 18. sich zu einem zusammenhängenden Gewebe vereinigen. Wie bis Abraham von l Adam eine Hauptlinie mit chronologischen Angaben vor den Seii tenlinien hervortrat, so geschieht es -nun mit der Linie Abrahams. An sieknüpfen sich die chronologische» Bestimmungen, sic ist der Mittelpunkt, um den sich ein größerer genealogischer Kreis bildet, durch Jsmael, Isaak mnd die Söhne der Ketura, und im Zusammenhänge mit der Geschichte Abrahams wird die Genealogie Lots des Sohnes Harans (c. 19, 37. 38.) und des Naher, des Gemahls der Milka (c. 22, 20—24.), fortgefuhrt. » (Schluß folgt.) Redakteur: vr. L. Philipps»«. — Verlag von Baumgartners Buchhandlung. — Druck von W. Haack.