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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1837-07-22 · Heft 39 (22.7.1837) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
1 (1837)
Issue
Heft 39 (22.7.1837)
Date
1837-07-22
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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i. s-hrg-mz. NkkZLMerUe ' Ro. SS. Zeitung -es Zudeuthums. Ein unpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. (Mit König!. Sächsischer allergvädigsier Concesiion.) Leipzig, den 22. Juli 1837. 2l rr z e i g e. Mit dieser Nummer schließt sich das erste Quartal unserer Zeitschrift. Indem wir uns für ^verpflichtet halten, unfern verehelichen Subscribenten für die so kräftige Unterstützung, welche sie dem neuen Unternehmen gerbährten, hiermit im Interesse desselben zu danken, können wir mit wahrem Vergnügen bekannt machen, daß die »Allgemeine Zeitung des Judenthumsdurch eine zahlreiche, sich noch mehrende Subscriptiou als fest begründet änzufehea ist und daß wir glauben, ein vieljähriges wirkungsreichetz Bestehen derselben Vorhersagen zu dürfen. Bei dieser Gelegenheit bemerken wir, daß die Fortsetzung von No. 40. (der ersten Nummer'des 2ten Quartals) an nur an diejenigen verehrl. Abnehmer expÄirt wird, welche die Zeitung bis zum Jahresschluß fest bestellt haben.- Sollte diese Bestellung von Einzelnen unterlassen worden sein, so bitten wir dieselbe sogleich durch ihre bisherige Bezugsquelle zu machen, damit keine Verzögerung in der Zusendung der Nummern entstehen könne. — , Leipzig, den 22. Juli 2837. Die Politische Lvntrole. die religiösen und bürgerlichen Verhältnisse israelitischen Gemeinde LU Dresden. (Fortsetzung.) Von Biedermann (Amtshauptmann und großer Rittergutsbesitzer in der Gegend des judenfeindlichm Annabergs) stimmte dem würdigm Oberhoftrediger bei, indem er erklärte, daß er es für einen Glücksfall ansehe, . heute gegenwärtig zu sein, um seine Meinung zu Gunsten der Emancipation der Israeliten offen aussprechen zu können! Er zähle die Stimmen nicht, fondem wäge sie; Massen imponiren ihm nicht und er scheue sich nicht einer großem Zahl entgegenzutretm, wenn es gelte zu stimmen für Wahrheit und Recht! — Referent Ritterftadc resumirte sodann die Debatte bezog sich auf dm Antrag der vorigen Stande, welche fast einstimmig ein Gesetz zur Verbesserung des Zustandes der Judm verlangt hattm, widerlegte die Angabm von ungünstigen Erfahrungen — zwar nicht ganz in dem Sinne, wie es dm Anhängern einer unbedingtm Emancipation richtig erscheinm muß, aber doch mit vieler Humanität und Klarheit, — auch machte er zuletzt eine statistische Berechnung, nachweismd, wie wenigen Nacht heil die chrisilichm Gewerbtreibmdm von' der kleinen Anzahl Judm in Sachfm zu befürchten habm würdm, und schloß mit dem Anträge, den Gesetzmtwurf anzunehmen. Ward nun zwar am Ende der Gesetzmtwurf mit 25 - gegen 5 Stimmen von der 1. Kammer angenommen, so waren doch die einzelnen Bestimmungen desselben so amendirt worden, und hatte sich überhaupt bei der besondem Discufsion der Mehrheit der Kammer ein so ängstliches Sttebm bemächtigt, die beschränkenden Verhältnisse der Juden möglichst beizubehaltm, daß wir nur mit Betrübniß jmec Berathung gedenken und jedem wahrm Mmschmfteunde einen Dimst zu erweism glaubm, wenn wir sie nur so kurz, als um des Verständnisses willm nöthig ist, berühren. Die vorbereitende Deputation der 2. Kammer (Referent Roux) hatte in ihrem Berichte zwar von jmm in der 1. Kammer aufgetauchtm Motivm größtencheils abgesehen, und

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