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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1837-07-20 · Heft 36 (20.7.1837) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
1 (1837)
Issue
Heft 36 (20.7.1837)
Date
1837-07-20
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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i. Zahrg°°g. AkkZeMeiKe No. 3«. Zeitung -es Zn-enthums. Ein unpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. (Mit Köaigt. Sächsischer allergnädigster Concessioa.) Leipzig, den 20. Juli 1837. Politik. Zeitungsnachrichten. Dresden, 30. Juni. (Schluß des vorläufigen Berichts.) Der erste Satz d?s §. welcher den Juden hinsichtlich der zünftigen Gewerbe die Erlangung des Jnnungs- und Meisterrechtes, und solchenfalls das Halten von Gesellen und die Annahme von Lehrlingen erlaubt, wurde einstimmig angenommen. Die zweite Frage wurde auf folgenden Satz gestellt: »Die Zahl sammtlicher jüdischer Meister in Dresden und Leipzig 'soll das Verhältnis der jüdischen zur christlichm Bevölkerung nie übersteigen, während dagegen die Bestimmung, der bei den einzelnen Innungen zuzulassenden jüdischen Meister auf den Grund der darüber von dm betreffenden Behördm abgegebmm Gulachtm dem Ermessen des Ministeriums des Innern überlassm bleibt.« Dieser Satz fand mit Ausnahme von 8 Stimmm Annahme. —.Gegen . dm drittm Satz: »Auch hat das gedachte Ministerium, wo sich die Nvthwendigkeit zeigt, über die Zahl der von einem jüdischm Jnnungsmitgliede zu haltmdm Gesellen und Lehrllnge beschrankende Vorschriften zu ertheilen,« erhobm sich nur 5 Stimmm, sowie 7 Mitglieder gegen die vierte Bestimmung, daß die jüdischm Jnnungsmitglieder nur Judmknaben als Lehrlinge annehmm können. Längere Besprechung führte der 5te Satz herbei: »Denjenigen Juden, welche ein zünftiges mit der eigmm Verfertigung von Waarm verbundenes Gewerbe treib'm, ist nicht gestattet, mit andem als von ihnen selbst gefertigtm Waarm Handel zu tteiben,« dies wurde mit Ausschluß von 24 Stimmm angcnommm, sowie auch der §. 7* selbst, gegen dm sich 13 Stimmm erklättm. — Jetzt wurde die Frage über die Erwerbung des Grundbesitzes von Seitm der Jsraelitm in Bettacht gezogm, wobei Dr. v. Mayer ein Separatvotum abgegeben, welches mit einigm Abänderungm von der Kammer, mit ■ Ausschluß von 4 Stimmm, dahin angenommen wurde, daß jedem einheimischm Judm, welcher in Dresden und Leipzig einen selbstständigm Aufmthalt hat, die eigmthümliche Erwerbung eines Grundstücks nachgelassen sei; allein man fügte die Beschränkung bei, daß er solches vor Ablauf von 10 Jahren vom Tage der gerichtlichen Zueignung an gerechnet fteiwillig nicht wieder veräußem dürfe. Da man den Fall einer Erbtheilung hiervon ausnahm, so wurde auf Anregung des Abgeordnetm Eisen stuck gegm 11 Stimmm noch beschlossen, daß wenn ein ausländischer-Jude Erbe sei, solch« binnm zweijährigtt Frist gehalten sein solle, das Grundstück zu veräußem. — Der Gebrauch erblicher Familiennamen wurde durch §. 8. dm Israeliten auferlegt, wobei man. sich noch zu dem Anttag an ,die Regierung vereinigte, Eröttemngen darüber anzustellm, inwiefem sich der Gebrauch der von den Judm in der Synagoge geführten mit dm im bürgttlr'chen Lebm zu führenden vereinigen lasse. Ein Anttag hinsichtlich der hin und wieder noch stattfindenden Nichtzulassung des etwachsenen aber unvcrehelichtm weiblichen Geschlechts in die Synagoge wurde zwar besprochen, hatte aber keine weitere Folge. Beider Schlußabstimmung über das ganze Gesetz erklärtm sich 54 Sttmmm dafür und 7 Stimmm dagegm. Die letztem gehörtm an dm Abgeordnetm: 0r. Haase, Jung Hans, Dammann, Zenker, Häntzschel aus Neustadt, Schuster und Häntzschel aus Mitweida. — (Ein Jrrthum, den alle Zeitungen wiederholtm, war die Freigebung des Tuchhandels anstatt des. Buch Handels.) Theologie. % ü t t n zu einer Encyclopädie und Methodologie -er jüdischen Theologie »^°Nri. (Fortsetzung.) Es fehlt also dem Judmthum noch an einer Dogmatik, und deswegen ist es seinem innttstm Wesen nach den Theologm anderer Glaubmsgenossm noch ziemlich unbekannt, denn wedtt Mmdelssohns Jerusalem, noch die nmcren Religionsbüchtt mtsprechen dem Zwecke; ersteres pftopst das Judenthum auf den Stamm Wolf'scher und Leibnitz'sch« Philosophie, letztere sind blos für die Jugend bttechnet und .enthaltm zu dem Ende mehr Moralim als eigentlich Dogmatisches. Uebrigms ist nicht zu vttkennm, daß es dtt stricterm Dogmm in der jüdischm Theologie nur wmige gibt, und j jedtt Unpattheiische wird eingestehm, daß dies kein gering«

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