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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1907-02-15 · Heft 7 (15.2.1907) · p. Seite 4

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
71 (1907)
Issue
Heft 7 (15.2.1907)
Date
1907-02-15
Page
Seite 4 (sequence 16)
Language
German
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. Jahi -1- 4 Denkmal erschienen. -- Bezirksrabbiner Dr. Ad. Salven hä! in Dürkheinr beging am 19. v. M. seinen 70. Geburtstag in aller Stille, da der Jubilar sich jede Ovation verbeten hatte. Dr. Salvendis : Wirksamkeit im Dienste zahlreicher sozialer und humanitärer jüdischer Wohlsahrts- und Wohltätigkeitsinstitutionen ist allgemein bekannt.— Ter 19. Januar war ein Gedenktag für die Juden Dänemarks.- 350 Jahre waren seit dem Erlaß jenes vom 19. Januar 1657 datierenden Edikts des Königs Friedrichs II. verstrichen, das den Juden das Niederlassungsrecht in Dänemark erteilte. Es war der in Amsterdam geborene, in Hamburg ansässige Abraham de Gomez, der, durch geschäftliche Beziehungen bei König Friedrich II. in hoher Gunst stehend, das bedeutsame Edikt erwirkt hat. — Das russische Justizministerium hat vielen jüdischen Rechtsanwaltsgehilfen ihre. Ernennung zu Rechtsanwälten abgewiesen. Wie die Zeitungen berichten, werden in jedem Gerichtsbezirke bloß 20 Prozent Juden zugelassen. — In Minsk ist vom jüdischen Wahlkomitee Dr. Bruzkus als Kandidat für die Reichsduma aufgestellt worden. — In Peters- , bürg gestattete der Stadthauptmann nicht beu jüdischen Wählern, sich zu versammeln. Aus Polozk telegraphiert man, daß im Zentrum der Stadt die schönsten Häuser und Kaufläden von Juden ein Raub der Flammen wurden. Der Schaden ist enorm. — In den drei letzten Monaten des verflossenen Jahres war die Emigration in Finnland, Riga, Libau, Warschau. Odessa, Kiew und Sitomir ungemein groß. Die Zahl der Emigranten beträgt ungefähr 63 000. -- Das jüdische Theater von New?)ork, das unter den 750 000 jüdischen Bewohnern der amerikanischen Metropole so großen Zuspruch findet, hat in Paris ein Gastspiel gegeben. Das Repertoire bestand aus jüdischen Stücken, die in dem aus hebräischen, polnischen und deutschen Elementen bestehenden Jargon von amerikanischjüdischen Schriftstellern geschrieben sind. Darunter befanden sich auch Bearbeitungen klassischer Stücke, wie des „König Lear" und „Hamlet". Als Experiment wurde auch ein modernes französisches Stück, „Medea" von Eatulle Mendös, in einer wortgetreuen Uebersetzung ins „Jiddisch" vorgeführt. 2 cs Hefe Zi : bonnei c?er po fl ( i ertriebsf lebakl Geschäftliche Kothen. ciincv her melctt Artikel, welche? bis vor wenigen Dezennien ausschließlich vom Auslände importiert wurden, ist die Zigarette. Obgleich dem deutschen Zigaretten- ' mbrifanten genau dieselben Bezugsguellen für die benötigten Rohmaterialien dienen wie dein Ausländer. so hat sich die bedauerliche Erscheinung des Vorurteils in ben maßgebenden kreisen leider auch hier nur allzusehr geltend gemacht. Die Firma „Orientalische Tabak- und Zigarettenfabrik „Henidze" in Dresden bringt seit Jahren unter der gesetzlich gesä.ützten Bezeichnung ,^Lalem Aleiktim" eine Zigaretteumarke in den Handel, die hinsichtlich der Preiswürdigkeik das Vollendetste in Zigarettenwelche orientalische Tabake enthalten, bezeichnet werden kann; sie bietet in ihren Qualitätsabslufungen jedeul. auch dein die höchsten Anforderungen stellenden Raucher, zweifelsohne wirkliche Befriedigung und die Genugtuung. für ein bis dahin bevorzugtes ausländisches Fabrikat einen mindest ebenbürtigen, richtiger gesagt aber einen ül erlegenen Ersatz gefunden zu haben. Die Fabrikation dieser Marte wird genau nach ägyptischer Art gehandhabt. Ans die Zusammenstellung der Mischungen wird die größte Sorgfalt verwendet, ebenso auf tadellose Zigarettenarbeit. Die Firma beschäftigt beute ein Arbeiterpersonal voll über tauseild Köpfen; der beste Beweis für die Vorzüglichkeit des Fabrikates. BERLIN C. M ICR ACI BERLIN C. 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