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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1907-02-01 · Heft 5 (1.2.1907) · page 18

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
71 (1907)
Issue
Heft 5 (1.2.1907)
Date
1907-02-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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m Geschäftliche Mti?rn. „Purim", dies zweisilbige, jedoch für die jüdische Geschichte so vielbe deutende Wort, welch herrlich schöne Jugenderinnerung zaubert es mir vor mein geistiges Auge! Ich sehe mich am frühen Morgen an der Hand meines lieben Vaters aus der Synagoge — wo die Megilla vorgelesen wurde — nach Hause gekommen, nehme in aller Eile meinen Morgenimbitz zu mir, um ja nur das Zusammenstellen des „Schlach-monauss“ nicht zu versäumen. Mit welcher wichtigen Umsicht wurde da das verschiedene Gebäck ans die dazu bestimmten Teller gelegt; es hieß da aufvassen. um ein Vermischen der milchigen und fleischigen Backwaren zu vermeiden. Unwillkürlich muß ich zwischen der. ich möchte sagen, „Schwerfälligkeit" der damaligen Zeit uub dem sich heute auch in dieser Beziehung zeigenden Fortschritt eine Parallele ziehen. Wollte man früher ein schmackhaftes Gebäck bereiten, hieß es entweder mit Butter, also milchig, oder mit animalischen Fetten - dann fleischigbacken. Wie anders und bequemer hat es heute die jüdische Küche, zumal, seitdem es der Sana-Gesellschaft m. b. H., Cleve, nach vielen Versuchen gelungen ist, „Tomor" zu fabrizieren, das sich in solch kurzer Zeit einen Weltruf eroberte. Dieses „Tomor" ist. was ja schon der Name „Tomor" l Palme) sagt, ein aus dem Fette der Kokosnuß hergestelltes Produkt, welches der Naturbutter sowohl in bezug aus Geschmack, Aussehen und Aroma vollkommen ebenbürtig ist, dabei den unschätzbaren Vorteil hat. daß es sowohl für Milch, als auch Fleischspeisen verwendet werden darf, und wird dieses „Tomor" unter ständiger Aufsicht eines von Seiner Ehrwürden Herrn Rabbiner Dr. B. Wolf in Köln angestellten streng religiösen Beamten hergestellt. (Ueber das Nähere. „Tomor" betreffend, gestatte ich mir aus das in der heutigen Nummer veröffentlichte Inserat hinzuweisen.) Möge sich sei bst der strengste Jehudi mit ruhigem Gewissen das mit „Tomor" bereitete Purimgebäck, speziell die unentbehrlichen „Hamans". sowohl bei milchigen als auch fleischigen Mahlzeiten recht gut munden lassen. * Paul Lindaus neuester Roman: Die blaue Laterne erscheint in diesem Quartal im täglichen Feuilleton des berliner Tageblatt Dieses neueste Werk Lindaus mit seinen prickelnden Schilderungen ist geeignet berechtigtes Aufsehen zu erregen. ven neu hinzutretenden Abonnenten wird der bis 1. Februar erschienene Teil des Romans Kostenfrei nachgeliefert. Das Berliner Tageblatt nebst den 6 Beiblättern: Sonntag: Der weltspiegel; Montag: Der Zeitgeist; Mittwoch: Technische Rundschau; Donnerstag: Der weltspiegel; Freitag: ULK; Sonnabend: Haus Hof Garten kostet: monatlich 2 Mark. Wir erlauben uns, unsere Mitglieder hierdurch zur ordentlichen Versammlung für Sonntag den 3. März vormittags 11 Uhr in Berlin, Viktoria- Brauerei, Lützowftr. 111/112, ergebenst einzuladen. Tagesordnung: 1. Berichterstattung des Geschäftsberichts. 2. Bericht über die Revision der Kasse. 3. Entlastung der Verwaltung. 4. Antrag auf Aenderung der dS Statuten. Hilfsverein der Deutschen Juden James Simon. -itra Weihwein eigenes Wachstum, per Liter 40,50 u 60 Pfennig. Nachnahme od. Refrenz. Fässer von 20 Litern an leihweise. Station angeben. Simon Löb,Edenkoben(RheinDfalz). heilt Professor Rud. Denhardt Eisenach I. Thür. _ etiiS.2lnftaIt.bie mehrfstaatl.ausg.,wiederh.d.S.M.Kaiser Wilhelm». Prosp. grat. Horror, nach Heil. L. Moses Inh. Siegm. Treuherz, Ingenieur Amt III, Telephon 519 Berlin C. 64, Auguststr. 61 :===■::= Fabrik . - f.Oas-,Wasser* n. Heizungsanlagen Gegründet 1860. Herstellung kompletter Anlagen für Gas, Wasser, Kanalisation, Zentral - Heizungen, Ventil, u. sanitäre Einrichtung., für Kliniken, Heilanstalt, etc. Waschküchen, Schul-Brause- Bäder, Kochküchen etc. Perman. Muster-Ausstellung. Rituelle Bäder eigen. 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Klavier-, Violinu. Gesangsschule Musikalische Aiisbildimgfvon Kantoren. -Sprechzeit 4—5 Uhr. -- Weinstuben Frühstück v. 10-1 Uhr Diner v. 1—7 Uhr Souper v. 7—12 Uhr CSo m Unter den linden Telephon 1, 5977. cs»» M Mathias Beckmann Treppchen - Kellerei Köln « Berlin NW., Mitteistr. 46. Für einen 14 jährigen Knaben, geistig etwas zurückgeblieben, körperlich aber gut entwickelt, wird zu Ostern bei einem jüdischen Lehrer strenge, aber liebevolle Pension gesucht. Gefl. Offerten unter W. B. Nr. 11 an Rudolf Moste, Stralsund. €in Schammcs der gleichzeitig die Verwaltung der Synagoge mit übernehmen kann wird gesucht. Meidungen unter T. N.6055 an Rudolf Moste, Alt-Moabit 138. 71. 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