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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1903-12-18 · Heft 51 (18.12.1903) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
67 (1903)
Issue
Heft 51 (18.12.1903)
Date
1903-12-18
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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Misrrllen. Eine gute Antwort. Zwei junge Leute studierten zu gleicher -Zeit am Seminar und bekamen zufällig in der gleichen Stadt Anstellung. Der Christ wurde Lehrer am Gymnasium, der Jude wurde von der betreffenden Gemeinde als Lehrer und Vorbeter engagiert. .Der christliche Lehrer entpuppte sich sehr bald als Antisemit und wurde Führer der antisemitischen Gruppe, welche sich in der Stadt gebildet hatte. Sobald er seinen jüdischen Kollegen traf, rief er ihm in der Absicht, ihn zu ärgern, jedesmal zu: „Schächter!" Der jüdische Gehrer nahm keine Notiz davon. Nachdem der christliche Lehrer- Monate lang ihn als „Schächter" tituliert hatte, ohne daß der Jude sich im geringsten darüber erregte, fragte er ihn: „Aergert Dich denn das gar nicht, wenn ich Dich „Schächter" rufe?" „Nein," tagte der jüdische Lehrer ruhig: „Wenn ich vor der Gemeinde in der Synagoge stehe, bin ich Vorbeter; wenn ich vor den Kindern in der Schule stehe, bin ich Lehrer, und wenn ich vor dem Rindvieh stehe, bin ich — Schächter!" Tableau! * Sprechsaal. Geehrter Herr Redakteur! u Ihrem Artikel in Nr. 49 „Kranzspenden verbeten" möchte ich Sie darauf Hinweisen, daß Ihre Anregung hier seit Jahren praktisch verwertet wird. Die Chewra Kadischa macht ihre Mitglieder von Zeit zu Zeit daraus aufmerksam, daß sie bei Trauersällen „Geldgeschenke statt Kranzspenden" annimmt. Den Hinterbliebenen wird brieflich mitgeteilt, wer gespendet hat, ohne Angabe der Beträge. Ebenso führt der Jahresbericht bei jedem Begräbnisse die Spender auf, ebenfalls ohne Angabe der Beträge. Die Chewra hat dadurch sehr befriedigende Erfolge erzielt, manche Träne getrocknet und — die Hinterbliebenen wissen, wer ihrer gedacht hat. Hochachtungsvoll Königsberg i. Pr., 4. Dezember. A. & Sehr geehrter Herr Redakteur! ezugnehmend auf den Leitartikel der vorigen Nummer Ihrer geschätzten Zeitung „Kranzspenden verbeten" und den! Hinweis auf den sel. Adolf Jellinek. möchte ich an die Worte eines j zeitgenössischen bekannten Predigers erinnern Waybaum: „Unser; Besitz auf Erden", Predigt zu fprtP "N 1891) .... „Sie entfalten i auch noch im Tode ein so reiches Trauergepränge, als ob sie ihm dadurch seinen Stachel zu nehmen vermöchten, Die Thoren! Fürwahr, es wäre weiser, wenn sie die Majestät des Todes nicht verletzten durch das Gaukelspiel der Blumen, das zu dem Ernst der Stimmung nicht passen will; und die die Heimgegangenen ehren und die Ueberlebenden trösten wollen, täten besser daran, wenn sie die Beträge, die sie für Sträuße und Kränze vergeuden, in Opferschalen sammeln und auf den Namen der Vorstorbenen zu wohltätigen Zwecken verwenden würden. Das Bewußtsein, selbst noch im Tode zur Betätigung der Menschenliebe beizutragen, würde uns das Sterben leichter machen . . . usw." Hattingen (Ruhr), 6. Dezember. Hochachtend : M. An d orn, Lehrer. Was bedeutet „B.Tr? Unter dieser Abkürzung bezeichnen die Zeitungen im Allgemeinen das „Berliner Tageblatt", wenn sie demselben Nachrichten entnehmen. Die universelle Verbreitung, die das „8.1." infolge feines gediegenen und vielseitigen Inhalts gefunden und die Bedeutung, die seinen Ausführungen in der ganzen gebildeten Well bei gelegt wird, geben ihm geradezu den Charakter eines Weltblattes. Das „8.1." ist durch seine eigenen, an allen Weltplätzen, wie Paris, London, Petersburg, Wien, Rom, Konstantinopel, Newyork, sowie an allen größeren Verkehrszentren angeftellten Spezial-Korrespondenten vertreten, die diesem Blatte allein zur Verfügung stehen. Die Parlamentsberichte werden im „8.1." anerkanntermaßen sehr ausführlich behandelt und erscheinen in einer besonderen, sogenannten Parlamentsausgabe, die, noch mit den Nachtzügen versandt, am Morgen des nächstfolgenden TageS den Abonnenten des „8.1." zugeht. Die sorgfältig redigierte, vollständige Handels-Zeitung des „8.1." erfreut sich wegen ihrer unbeeinflußten Haltung in kaufmännischen u. industriellen Kreisen eines vorzüglichen Rufes und wird wegen ihrer Unabhängigkeit als zuverlässiger Wegweiser auch von Privat-Kapitaliften geschätzt. Großen Beifall finden auch die ausgezeichneten Original-Feuilletons aus allen Gebieten der Wissenschaft und schönen Künste, sowie die hervorragenden belletristischen Gaben, insbesondere Romane und Novellen erster Autoren, welche im tätlichen Roman-Feuilleton des „8.1." erscheinen, so im nächsten Quartal zwei spannende u.intereffante Erzählungen: „Zigeunerbrot" von Rudolf Hirschberg-Iura, „Die Schotte" von E. Vely. Ferner erhält jeder Abonnent deS „BerlinerTageblattes" kostenfrei sechs wertvolle Zeitschriften, und zwar an jedem Montag: „Lettgetat", wiffenschastliche und seuilletonisirfche Zeitschrift, jedem Mittwoch: „TechnischeRundschaif", illustrierte polytechnische Fachzeitschrift, jedem Donnerstag u. Sonntag: „vee Weltspisgel", illustrierte Halbwochen-Chronik, an jedem Freitag: „Ulk", farbig illustriertes, satyrischpolitisches Witzblatt, jedem Sonnabend: „»aus Hof Garten", illustr. Wochenschrift für Garten- und Hauswirtschaft. Unterzieht man alle diese Leistungen des „8.1." einer unbefangenen Prüfung, so wird man sich bald überzeugen, daß in Bezug auf Reichhaltigkeit und Gediegenheit des gebotenen Inhalts, sowie im Hinblick auf die rasche, zuverlässige Berichterstattung das „Berliner Tageblatt" an erster Stelle steht. DaS „Berliner Tageblatt", welches gegenwärtig 82 OOO Abonnenten besitzt, erscheint täglich 2 mal, auch IVlontags, in einer Morgen- und Abendausgabe, im ganzen 13 mal wöchentlich. Abonnementspreis für alle 7 Blätter zusammen bei allen Postanstalten des Deutschen Reiches 5 M. 75 Ps. für das Vierteljahr oder 1 M. 92 Ps. für den Monat. Dieser Betrag ist im Verhältnis zu dem überaus reichen Inhalt deS Blattes und der oben genannten gediegenen 6 Wochenschriften ein sehr mäßiger. Annoncen im „8.1" finden namentlich in den gebildeten und besser situierten Kreisen die erfolgreichste Verbreitung. a» iMggeJ chemisch reinem ^/Milchzucker^ I nach Prof. v. Soxhlet’s Verfahren \ dargestelit. Nur echtem den Original Packeten mir unserer Firma; zu M.1.50 und 80Pf. in den Apotheken, Drogerien umk Sanüitsgeschäften zu haben. LEd. Loeflund&Go., Grimbach-Stuttgart. Täglich Versand von n*iüieit Oderbrucber Gänsen. Ia «in* £irf«n »Psd. . . . 1.20 Siefen mit Darmfett a Md. . 1,00 HaUtsett L Pfd. . . 0,75 u. 0,80 Levern, Keulen rc. Is Saftwürstchen, suisw. 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Fabrik, Basel & Grenzach (Baden).

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